Porsche Blume lockt IT-Guru nach Zuffenhausen

Porsche-Chef Oliver Blume hat die Digitalisierung zum Schwerpunkt seiner Strategie erklärt. Nun geht er mit der Verpflichtung des IT-Experten Thilo Koslowski einen weiteren Schritt in diese Richtung.
Der Experte soll bei Porsche die Umsetzung innovativer Technologien vorantreiben. Quelle: PR
Thilo Koslowski

Der Experte soll bei Porsche die Umsetzung innovativer Technologien vorantreiben.

(Foto: PR)

StuttgartPorsche-Chef Oliver Blume macht seine Ankündigung, Top-Manager auch aus anderen Branchen zu rekrutieren, wahr. Blume konnte vom kalifornischen IT-Beratungsunternehmen Gartner den anerkannten Experten Thilo Koslowski aus dem Silicon Valley zu einem Blitzwechsel nach Zuffenhausen locken. Koslowski wird bei Porsche eine führende Rolle bei der Umsetzung innovativer Technologien übernehmen, besonders in den Bereichen Konnektivität, digitale Kundenerfahrungen, smarte Mobilität sowie selbstfahrende Autos.

Zu seinen Aufgaben gehören auch die Suche nach geeigneten Partnern im Rahmen der digitalen Transformation von Porsche sowie die Umsetzung neuer Kundenangebote. Mit der überraschenden Personalie untermauert Blume seine Ankündigung, Digitalisierung zu einem Schwerpunkt der Strategie zu machen. Noch ist Koslowski ein Ein-Mann-Team. Aber er soll bereichsübergreifend die digitale Schlagkraft des Sportwagenbauers deutlich erhöhen.

Der studierte Betriebswirt ist bereits an Bord und gilt als intimer Kenner sowohl der Automobil- als auch der Internet- und Technologie-Industrie. Er berichtet direkt an Blume. „Wir sind stolz, mit Thilo Koslowski einen ausgewiesenen Experten für digitale Mobilität und neue Geschäftsmodelle gewonnen zu haben“, sagte Porsche-Vorstandschef Blume. Dies sei ein weiterer Schritt auf dem Weg, den Wandel der Automobilindustrie aktiv mitzugestalten und Porsche noch besser auf die Möglichkeiten der Digitalisierung einzustellen. „Uns geht es darum, unsere traditionellen Sportwagen-Gene mit den Technologien von morgen porsche-typisch zu verbinden“, kündigte Blume an. Darüber hinaus soll er den Sportwagenbauer auch bei Digitalisierung der Produktion Industrie 4.0 unterstützen.

Der einzig Wahre
Er ist seit Jahren das Topmodell der 911-Baureihe: der Porsche 911 Turbo.
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Seit der aktuellen Baureihe hat Porsche noch eins draufgelegt, den Turbo S. Beide Varianten haben jetzt die jüngste Modellpflege erhalten und – fast schon selbstverständlich – nochmals an Leistung und Performance zugelegt. Nötig gewesen wäre das wohl kaum, mit 520 und 560 PS standen beide Modelle bereits gut im Futter.

540 oder 580 Pferdestärken
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Die neuen Top-Modelle der Baureihe 991 II, wie der überarbeitete 911 intern heißt, bringen im Falle des Turbo 540 PS und beim Turbo S 580 PS auf die Straße. Da kommt die Leistung auch wirklich an – das nochmals überarbeitete Allrad-System sorgt für eine enorme Traktion.

Die neuen Turbos auf das Leistungsplus zu beschränken, würde dem Update aber nicht gerecht.
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Um sich von den ebenfalls zwangsbeatmeten Carrera und Carrera S mit 3,0 Litern Hubraum abzuheben, bleibt es beim Turbo bei 3,8 Litern – beim S-Modell hat Porsche zudem einen größeren Verdichter eingebaut. Leistungstechnisch gab es außer einem erhöhten Einspritzdruck kaum etwas zu verbessern, deshalb haben sich die Ingenieure der Fahrbarkeit des Boxermotors angenommen.

Dabei stand die aktive Boost-Funktion im Fokus:
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Im Sport- und Sport-Plus-Modus wird mit einem kleinen Trick das Ansprechverhalten der Lader verbessert. Bei schnellen Lastwechseln bleiben die Drosselklappen offen, das Gas wird in diesem Moment nur über die Einspritzmenge und den Zündzeitpunkt gesteuert.

Die offene Drosselklappe sorgt aber für einen konstanten Luftstrom am Turbolader, der somit weiter läuft und den Ladedruck so hoch hält. Das Ergebnis: Das Turboloch ist nicht einmal mehr zu erahnen, die Verzögerung beim Ansprechen gleich null.

Unterwegs nahe Johannesburg
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Auf der ehemaligen Formel-1-Strecke im südafrikanischen Kyalami, wo Porsche die Turbo-Modelle vorgestellt hat, ließ sich der Effekt des aktiven Boosts aber kaum herausfahren – im Verlauf der hügeligen Strecke gibt es kaum schnelle Lastwechsel, die Kurven sind viel weitläufiger als auf einer Landstraße. Eine enge Schikane fehlt ebenfalls. Dafür konnte der in "Lava Orange" lackierte Turbo S in Kyalami eine andere Stärke ausspielen: Die schon fast unheimliche Traktion seines Allrads.

Blick auf die Mittelkonsole
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Mit all der Elektronik von Motor, Allrad, Getriebe, Fahrwerk und Lenkung lässt sich der 1,6 Tonnen schwere Sportwagen erstaunlich handlich auf der Rennstrecke bewegen – aktive Motorlager, Hinterachslenkung, Wankausgleich, aktive Spoiler vorne und hinten und Torque Vectoring machen es möglich.

Beim Turbo S gehört das fast alles zur Serienausstattung, beim Turbo sind Systeme wie die Hinterachslenkung gegen Aufpreis erhältlich.

Auf der ehemaligen F1-Rennstrecke
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Die aufwändige Technik und die enorme Leistung können aber auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass nach den wenigen Kilometern auf dem Kyalami Grand Prix Circuit Linienwahl und Bremspunkt des Fahrers entscheidender für eine gute Rundenzeit sind als etwa der 40-PS-Unterschied zwischen einem Turbo und einem Turbo S.

Auch Koslowski freut sich auf den neuen, hochdotierten Job. „In den nächsten Jahren wird sich die Automobilindustrie neu definieren. Das Auto wird das innovativste, aufregendste Objekt im digitalen Lifestyle unserer Zeit sein. Wir werden die virtuelle und physische Welt auf einzigartige Weise verbinden“, sagte Koslowski. Er war seit dem Jahr 1997 bei Gartner im Silicon Valley tätig. Er unterstützte dabei weltweit Automobil- und Technologieunternehmen, neue Markttrends und Technologien erfolgreich in innovative Produktangebote, Kundenerfahrungen, Geschäftsmodelle und Partnerschaften zu übertragen.

Koslowski studierte Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten Marketing, Europäische Wirtschaft und Produktionstechnik an der RWTH Aachen. Später arbeitete er in verschiedenen Marketingpositionen bei Audi.

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