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Porträt Joachim Hunolds langer Kampf

Er hat Air Berlin gegründet, groß gemacht und an die Börse gebracht. Doch jetzt ist die Ära von Joachim Hunold bei Air Berlin vorbei. Ein Porträt eines bemerkenswerten Unternehmers.
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Joachim Hunold, Chef von Air Berlin, tritt zurück. Quelle: dpa

Joachim Hunold, Chef von Air Berlin, tritt zurück.

(Foto: dpa)

DüsseldorfWas für ein Glück, dass das Rauchen in der Frankfurter Börse damals noch gestattet war. Es war eine hektische Zeit für Joachim Hunold. Die Werbetrommel musste damals im Frühling 2006 kräftig gerührt werden.

Eine Zigarette nach der anderen rauchte der Gründer von Air Berlin zwischen all den Interviews auf der Balustrade des großen Handelssaals. Von N-TV zu Bloomberg, von Bloomberg zu CNBC und dann zu N24. Und bei ARD und ZDF muss man sich natürlich besonders Mühe geben.

Doch zunächst war das größte Projekt seines beruflichen Lebens von Scheitern begleitet. Der IPO von Air Berlin, eigentlich für den 5. Mai 2006 anvisiert, musste verschoben werden. Hunold gab keine offiziellen Gründe an, aber es lag auf der Hand, dass der Preis zu hoch angesetzt war.

Doch Joachim Hunold wäre nicht Joachim Hunold, wenn er so leicht aufgeben würde. Notgedrungen senkte er den Preis, eine Woche später glückte der Börsengang dann. Es war ein großes Fest auf dem Parkett. Mit dem Makler (und Tanzkommentator) Joachim Llambi rief eines der bekanntesten Gesichter der Börse den ersten Kurs aus.

Das große Projekt des schillernden Unternehmers war zumindest einigermaßen gelungen. Wen störte da noch der unangenehme Streit um Hunolds Freund Johannes B. Kerner, der auf Plakaten und in Fernsehspots für den Kauf von Air-Berlin-Aktien warb – und damit den Unmut seines Arbeitgebers ZDF auf sich zog?!

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