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Porträt Jörg Ziercke: Polizei-Fachmann aus dem Norden

Jörg Ziercke (56), der künftige Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), hat den Polizeiberuf von der Pike auf gelernt. Gleich nach dem Abitur trat der gebürtige Lübecker 1967 als Polizeianwärter in die Bereitschaftspolizei ein, im Jahr darauf begann er seine Ausbildung für den gehobenen Dienst der Kriminalpolizei.

HB KIEL. Nach Einschätzung der schleswig-holsteinischen Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) steht Ziercke für Liberalität bei der Inneren Sicherheit und für eine moderne Bürgerpolizei.

Er gilt bei Vorgesetzten wie Mitarbeitern als fleißiger Fachmann mit großem Detailwissen. Führungsqualitäten werden ihm ebenso bescheinigt wie die Fähigkeit, auf Menschen zuzugehen und sie bei Veränderungen „mitzunehmen“. Jahrelange Weggefährten schildern Ziercke zudem als ausgesprochen „krisenfest“. Auch in schwierigen Situationen bewahre er Ruhe und Überblick. Er arbeite lösungs- und konsensorientiert, vertrete aber auch geradlinig seine Überzeugungen. „Jörg Ziercke ist der richtige Mann am richtigen Platz, aber ein herber Verlust für Schleswig-Holstein“, sagte Simonis. Bundesweit machte er sich einen Namen als Vorsitzender des Arbeitskreises Innere Sicherheit der Innenministerkonferenz.

Im Norden stellte Ziercke beim Umbau der Polizeistrukturen auch Fähigkeiten als Reformer unter Beweis. Sein bisheriger Chef, Innenminister Klaus Buß (SPD), lobt Ziercke: Er sei ein kluger und erfahrener Fachmann, der äußerst erfolgreich gearbeitet habe. „Er war, ist und bleibt Motor bei der Verbesserung der Kriminalprävention“, sagte Buß.

Ziercke ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Er studierte an der Polizeiführungsakademie in Münster. 1979 wurde er Kripo-Leiter in Neumünster, 1985 wechselte er ins Kieler Innenministerium. Dort übernahm er 1995 die Polizei-Abteilung.

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