Prominente Aufsichtsräte Lars Windhorst stellt Top-Gremium zusammen

Für den Beirat der Investmentfirma Sapinda ist es Lars Windhorst gelungen, ein Spitzenteam zusammenzustellen. Mit dabei sind unter anderem Unternehmensberater Roland Berger und Air-Berlin-Gründer Joachim Hunold.
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Unternehmer Lars Windhorst ist wieder gut im Geschäft. Quelle: dpa

Unternehmer Lars Windhorst ist wieder gut im Geschäft.

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DüsseldorfHelmut Kohl nahm das Wunderkind einst unter seine Fittiche, doch nach mehreren Strafanzeigen, einem Offenbarungseid und weiteren Pleiten drohte Lars Windhorst mehrfach der Ausschluss aus der deutschen Wirtschaft.

Doch diese Annahme ging stets fehl. Windhorst, heute 35 Jahre alt, ist wieder im Geschäft und stellte jetzt einen Beirat für seine in London ansässige Investmentfirma Sapinda vor, mit dem sich auch weit größere Unternehmen schmücken könnten.

Die Führung des Gremiums übernimmt Hubertus von Grünberg, der langjährige Kopf von Continental und heutige Verwaltungsratschef des Schweizer Konzerns ABB. Neben von Grünberg steht Windhorst der extrem verdrahtete Unternehmensberater Roland Berger zur Seite, außerdem der deutsche Vorstandschef des US-Landmaschinenherstellers AGCO, Martin Richenhagen, und der Air-Berlin-Gründer Joachim Hunold. Zusätzlich findet sich in Windhorsts Beirat sein langjähriger Geschäftsfreund Kamal Bahamdan, ein Finanzinvestor mit besten Beziehungen zum saudischen Königshaus.

Abgerundet wird das Gremium von Georg Thoma, einflussreicher Anwalt und Spezialist für Unternehmensübernahmen von der US-Kanzlei Shearman & Sterling. "Ich hatte ein sehr offenes und interessantes Gespräch mit Herrn Windhorst", sagt Thoma. "Er möchte Leute um sich haben, die ihm den Weg weisen können. Und da ich generell Menschen, die etwas bewegen wollen, sehr positiv gegenüberstehe, habe ich das Amt angenommen."

Sapinda handelt mit Anleihen, Aktien und organisiert Übernahmen. Seit 2009 wurden Transaktionen für 2,5 Milliarden Euro abgewickelt. Außerdem ist Sapinda neuerdings in Rohstoffmärkten aktiv.

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9 Kommentare zu "Prominente Aufsichtsräte: Lars Windhorst stellt Top-Gremium zusammen"

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  • Wenn man dann im gleichem Atemzug von Balda "Börsenkrimi" liest ist das schon mehr als nur komisch!
    Rechtsanwalt Nasche welcher dort Aufsichtsratsvorsitzender ist zugleich aber auch die juristische Vertretung der Sapinda Gruppe, zumindestens in Berlin und auch noch ein guter Freund von LW ist.
    Wer da schonwieder schlechtes Denkt!

  • Ich kann den Jungen nur bewundern, noch nie was richtiges geschaffen, trotzdem findet er immer wieder "Dumme", die sein Leben finanzieren. So lange er nur Reiche abzockt, find ich`s irgendwie cool....

  • Es ist mir Schleierhaft das dieser "Bankroteur" immer noch Fäden ziehen kann.In jedem anderen Land säße er hinter "Schwedische Gardinen"!

  • Entweder ist die ein vorgezogener Aprilscherz oder wahr.
    Sollte es wahr sein, hat man wohl alle Gründe, diese "Topleute" aus jeder Geschäftsliste zu streichen.

    Oder hat Windhund Windhorst diesen Herren so viel versprochen, dass denen ihr Guter Ruf egal is`?

  • Sowas funktioniert auch nur in Deutschland - stupid german money. Niemand würde sein eigenes Geld bei der Historie investieren. Gescheide denn seinen guten Ruf für ein solches Projekt zur Verfügung stellen. Aber mit dem guten Ruf ist das so eine Sache ....

  • Egal was und wie er macht es wird alles nichts und wenn dann wie immer auf Kosten anderer ! erste Insolvenz 85 Mio.€ zweite ca. 256 Mio.€ dann sollte die Steigerung zur dritten Insolvenz schon enorm sein... Also abwarten was das "Winderkindchen" wieder fabriziert !

  • Ich kann es nicht fassen, wie man sich zum Beirat wählen lassen kann bei einer Firma, an der jemand mit einer Vergangenheit wie Lars Windhorst wesentlich beteiligt ist. Das läßt die Beiratsmitglieder in keinem guten Licht erscheinen. Sie sollte ihren Pflichten zukünftig sehr genau wahrnehmen nachdem sie sich zuvor mal mit der Vergangeheit von LW näher auseinandergesetzt haben. Bislang haben sie es offensichtlich nicht getan.

  • Wieviel mal darf der Typ denn noch scheitern, bis ihm keiner mehr Geld zum verbrennen leiht?
    2008 hieß der Feuerkorb Vatas Holding - jetzt eben so. Na ja, solang nur diese Rotationsclique von Bekannten und Geschäftsparntern und "Kontakten" ihr Geld versenkt solls mir recht sein.

  • Wie schön:
    Der Felix Krull des 21. Jahrhundert - wieder im Geschäft.

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