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Prozess gegen Ex-BayernLB-Vorstand Gribkowsky verkaufte Anteile „ohne die Clowns“

Der ehemalige BayernLB-Vorstand verkaufte die Anteile an der Formel-1 offenbar im Alleingang. Das sagte ein Zeuge nun aus. Die Mitarbeiter der Landesbank seien gegen die Millionenprovisionen an Ecclestone gewesen.
26.10.2011 - 17:25 Uhr Kommentieren
Gerhard Gribkowsky, früherer Risikomanager der BayernLB. Quelle: dpa

Gerhard Gribkowsky, früherer Risikomanager der BayernLB.

(Foto: dpa)

München Der wegen Bestechlichkeit angeklagte ehemalige BayernLB-Vorstand Gerhard Gribkowsky hat die Formel-1-Anteile der Landesbank nach Angaben eines Zeugen 2005 praktisch im Alleingang verkauft. Gribkowsky habe seine zuständigen Mitarbeiter plötzlich ausgeschlossen und erklärt, Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hätte „die Clowns nicht so gerne mit dabei am Tisch“, sagte der Bankmitarbeiter am Mittwoch im Schmiergeldprozess vor dem Landgericht München.

Im September 2005 habe Gribkowsky dann völlig überraschend den britischen Finanzinvestor CVC als Käufer aus dem Hut gezaubert, und der Preis habe alle Erwartungen weit übertroffen. Aber dass Gribkowsky Millionenzahlungen an Ecclestone zur Bedingung für das Geschäft erklärt habe, habe niemand im Mitarbeiterteam verstanden und Protest hervorgerufen, betonte der Zeuge.

Die Anklage wirft Gribkowsky vor, Ecclestone 66 Millionen Dollar zugeschanzt und dann 44 Millionen Dollar davon als Bestechungsgeld selbst kassiert zu haben. Er bestreitet das.

Gribkowskys damaliger Mitarbeiter Harald G. sagte, der Verkauf wäre auch ohne die Vermittlungsprovision von 41 Millionen Dollar an Ecclestone zustande gekommen. Und wofür Ecclestones Familienstiftung weitere 25 Millionen Dollar bekommen sollte, sei allen noch rätselhafter vorgekommen. „Wir waren extrem dagegen“, sagte der Banker aus dem Formel-1-Team der BayernLB. Gribkowsky habe nur gesagt, ohne die Zahlungen werde der Verkauf platzen.

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    Nach dem Abschluss habe die Landesbank ihm einen Sonderbonus von nur 27.000 Euro gezahlt. „Traurig! Ich war sehr enttäuscht“, sagte der Zeuge. „Gribkowsky wollte wesentlich mehr für uns und auch für sich.“ Aber das sei oben mit den Worten „abgebügelt worden, wir hätten unsere Arbeit gemacht und bekämen dafür unser Gehalt“, beklagte der Banker.

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