Ranking Coca-Cola – auch im Internet die beste Marke

Ob Facebook-Account, Twitter-Einträge oder Musikwettbewerbe auf der Videoplattform Myspace - die Getränkemarke mischt sich erfolgreich unter seine Fangemeinde. Damit sichert sich der Konzern Platz eins im Markenranking von Interbrand. Neben Coca-Cola gehören auch die Tech-Titanen zu den Gewinnern.
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Ob Facebook-Account, Twitter-Einträge oder Myspace: Wer an der digitalen Welt nicht teilnimmt, der verliert. Quelle: ap

Ob Facebook-Account, Twitter-Einträge oder Myspace: Wer an der digitalen Welt nicht teilnimmt, der verliert.

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DÜSSELDORF/KÖLN. Die Flasche mit der braunen Brause hat es auf elf Millionen Freunde in dem sozialen Netzwerk Facebook gebracht. Freunde, die nicht müde werden, private Fotos auf die Internetseite zu stellen und Kommentare abzugeben. Einer von ihnen ist Jonathan Bergqvist, der sich das Bild der Colaflasche samt Schriftzug gleich aufs behaarte Unterbein hat tätowieren lassen.

Coca-Cola weiß, wie Marken heutzutage mit dem viel beschworenen nervösen Konsumenten im "Gibt es das auch als App"-Zeitalter umgehen müssen. Partizipation ist das Stichwort. "Coca-Cola ist als Marke ein Teilnehmer seiner Zielgruppe", sagt Zukunftsforscher Peter Wippermann anerkennend. Ob Facebook-Account, Twitter-Einträge oder Musikwettbewerbe auf der Videoplattform Myspace - die Getränkemarke mischt sich rigoros unter seine Fangemeinde. "So etwas funktioniert aber nur, wenn man den Nutzern echten Mehrwert bietet", sagt Stefan Zilch, Verkaufschef von Myspace in Deutschland. Ein Beispiel: Coca-Cola ruft Musikwettbewerbe aus und bringt die Nachwuchsmusiker mit berühmten Sängern zusammen, dafür läuft auf der Myspace-Seite von Coca-Cola neue Musik - und die jungen Talente locken ihre Freunde und Fans zur Marke. Ein modernes Tauschgeschäft.

Markenartikler entdecken immer mehr, immer neue Spielarten der Internetreklame für sich. "Onlinewerbung ist ein fester Bestandteil im Media-Mix geworden", konstatiert Arndt Groth, Präsident des Verbands der Digitalen Wirtschaft anlässlich der gestern gestarteten Branchenmesse Dmexco in Köln. Er beziffert den Anteil der Onlinewerbung am deutschen Werbekuchen 2010 auf 18,8 Prozent, ein Plus von drei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr, wobei er das umsatzträchtige Suchmaschinenmarketing miteinbezieht.

Wer an der digitalen Welt nicht teilnimmt, der verliert, das zeigt auch das Markenranking "Best Global Brands 2010" der US-Beratungsgesellschaft Interbrand, Zintzmeyer & Lux, das dem Handelsblatt vorab vorliegt. Die jährliche Bewertung der weltweit 100 teuersten Marken gilt in der Branche als renommiertes Ranking. Seit elf Jahren führt Coca-Cola die Rangliste an, der Markenwert liegt inzwischen bei stolzen 70 Mrd. Dollar.

Mit emotionalen Slogans punkten

Doch es liegen nicht nur jene Marken vorne, die geschickt durchs Netz zu wandeln wissen, sondern auch die gar nicht mal so alten Tech-Titanen. Sie lassen alt gediente Unternehmen wie Toyota, Philips, Disney oder Marlboro hinter sich und setzen sich unbeirrt an die Spitze der internationalen Markenlandschaft. Allein fünf der weltweit zehn teuersten Marken stammen inzwischen aus dem technischen Segment: IBM, Microsoft, Google, Intel und HP.

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