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Rewe-Architekt Reischl tritt vorzeitig ab

Mit einem Paukenschlag geht die Ära Reischl beim zweitgrößten deutschen Lebensmittelhändler Rewe zu Ende. Nach drei Jahrzehnten räumt der Konzernlenker acht Monate früher als geplant seinen Schreibtisch. Der 64-Jährige scheidet schon zum 30. April und nicht erst zum Jahresende aus seinen Ämtern bei der Genossenschaftsgruppe aus.

HB KÖLN. „Die Trennung vom Unternehmen erfolgt in Freundschaft und Dankbarkeit wenige Monate vor dem vereinbarten Übergang in den verdienten Ruhestand“, hieß es in einer Mitteilung der Rewe-Zentralorganisation am Mittwoch in Köln.

Medienberichten zufolge hat es aber zuvor Missstimmung um die neue Funktion von Reischl bei KarstadtQuelle gebeben. Der Handelsexperte will sich mit Ex-Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff am kommenden Dienstag in den Aufsichtsrat der KarstadtQuelle AG wählen lassen. Die Kölner Gruppe sowie der Essener Warenhaus- und Versandhandelskonzern sind aber in mehreren Aktivitäten Konkurrenten. So ist KarstadtQuelle am zweitgrößten deutschen Touristikkonzern Thomas Cook beteiligt. Rewe ist mit ITS und DerTour die Nummer 3 auf dem Reisemark.

„Wir werden einem solchen Aufsichtsratsmandat von Hans Reischl nicht zustimmen“, sagte ein Rewe-Aufsichtsrat dem „Handelsblatt. Ein Rechtsgutachten sei zu dem Ergebnis gekommen, dass gegen Reischls zusätzliche Aufgabe bei einem Wettbewerber erhebliche Bedenken bestünden.

Reischl gilt als der Architekt der Rewe-Gruppe, die mehr als 3 000 selbstständigen Kaufleuten gehört. Er stellte die Weichen für den Aufbau von Filialketten neben den gleichnamigen Rewe-Märkten, um der Gruppe große Marktanteile zu sichern. Rewe-Töchter sind unter anderem die Supermarkte Minimal und HL, der Discounter Penny, der Baumarkt Toom, die Idea-Drogerien und die Elektronikkette ProMarkt.

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