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Rolf Steffens ist Deutschland-Chef von Granville Baird Grüner Daumen für den Mittelstand

FRANKFURT/M. Nein, so sieht keine Heuschrecke aus. Rolf Steffens ist vom Scheitel bis zur Sohle der Inbegriff des hanseatischen Kaufmanns: Korrekte Kleidung, sonore Stimme, unaufgeregte Gesten. Vom „Haus am Hafen“ in Hamburg steuert er die Beteiligungsgesellschaft Granville Baird Capital Partners, eine der ersten Adressen in Deutschland für mittelständische Unternehmen, die wachsen wollen.

Mit dem Ausschlachten oder Filetieren von Firmen kann Steffens nichts anfangen. „Wenn man etwas zum Wachsen bringen will, muss man es gießen, nicht beschneiden“, umschreibt er seine Philosophie. Und unter seinem grünen Daumen sind schon einige Mittelständler aufgeblüht. Bekanntestes Beispiel: die Coffee-Shop-Kette Balzac.

Die anderen Investments sind weniger schillernd, aber ebenfalls verheißungsvoll, sei es der Feindrahthersteller Berkenhoff oder die SSB Antriebstechnik, die Rotorblätter an Windkraftanlagen anbringt. „Wir suchen Mittelständler, die technisch anspruchsvolle Produkte haben, Risikokapital für Gründer geben wir in der Regel nicht“, sagt der 60-Jährige, dem US-Hochschulen, Landesbanken und Versicherer ihr Geld anvertrauen.

Die erworbenen Firmen im Portfolio müssten schlicht größer, schöner und besser werden, sonst könne Granville sie nach einer Haltedauer von drei bis sechs Jahren nicht mit Gewinn verkaufen, sagt der Vater dreier flügge gewordener Töchter, der sich als Familienmensch beschreibt. Für heiße Geschäftsmodelle im Internet öffnet Steffens die Kasse also nicht, obwohl der Verkauf der Gebrauchtwagenbörse Mobile.de an Ebay eines der erfolgreichsten Investments überhaupt war. Eine Ausnahme – denn sein Herzblut hängt an der Old Economy.

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