Ruth Porat Finanzchefin von Morgan Stanley geht zu Google

Der langjährige Google-Finanzchef Patrick Pichette hat seinen Rückzug angekündigt. Nun steht fest, wer die Nachfolge antritt: Die Morgan-Stanley-Fianzchefin Ruth Porat wechselt zum Internet-Riesen.
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´Ruth Porat, die im Silicon Valley aufwuchs, arbeitete seit 1987 in verschiedenen Positionen bei Morgan Stanley. Quelle: AFP
Googles künftige Finanzchefin

´Ruth Porat, die im Silicon Valley aufwuchs, arbeitete seit 1987 in verschiedenen Positionen bei Morgan Stanley.

(Foto: AFP)

Mountain ViewGoogle bekommt eine Finanzchefin mit viel Wall-Street-Erfahrung. Die Top-Managerin Ruth Porat wechselt zu dem Internet-Konzern aus der gleichen Position bei der Bank Morgan Stanley. Porat werde den neuen Job am 26. Mai antreten, teilte Google am Dienstag mit.

Porat, die im Silicon Valley aufwuchs, arbeitete seit 1987 in verschiedenen Positionen bei Morgan Stanley. Sie hatte auch mehrere Investitionen in Internet-Unternehmen wie Amazon oder Ebay betreut. Das Wirtschaftsmagazin „Forbes“ bezeichnete Porat als „eine der mächtigsten Frauen an der Wall Street“. Bei Morgan Stanley wird sie von Jonathan Pruzan ersetzt, der aktuell im Investmentbanking-Bereich arbeitet. Er ist seit 1994 bei der Bank.

Der langjährige Google-Finanzchef Patrick Pichette hatte vor zwei Wochen seinen Rückzug angekündigt. Er wolle mit seiner Frau um die Welt reisen, schrieb der 52-jährige. Pichette war seit August 2008 Finanzchef des Internet-Konzerns.

Diese Firmen hat Google schon aufgekauft
Google
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Google ist der unangefochtene Gigant unter den Internetkonzernen. Und er arbeitet durch zahllose Zukäufe daran, diese Stellung nicht zu verlieren. Verschiedene Käufe haben in der Vergangenheit für besondere Aufmerksamkeit gesorgt. Nur eins ist jetzt schon klar: Google wird weiter wachsen – offenbar liegen 30 Milliarden Dollar in der Kriegskasse für weitere Übernahmen bereit.

Landrat in Hameln erschossen
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Googles neuster Zukauf ist die Firma Dropcam: Sie stellt vernetzte Überwachungskameras und Sensoren her. So kann man das heimische Haus von unterwegs beobachten und Aufnahmen im Internet speichern. Laut dem Blog „Recode“ lag der Kaufpreis bei 555 Millionen Dollar.

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Schon im Januar 2014 hat Google investiert, um im Alltag der Menschen noch präsenter zu werden: Das Unternehmen kaufte das Start-Up „Nest“, das intelligente Heizungssteuerungen und Feuermelder herstellt. Es war mit 3,2 Milliarden Dollar die größte Übernahme in Googles Firmengeschichte, nur noch getoppt von...

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...dem Kauf eines Teils des Technologiekonzerns Motorola. Mit 12,5 Milliarden Dollar war es eine der größten Übernahmen innerhalb der Branche der vergangenen Jahre: Mitte August 2011 hatte Google angekündigt, die Mobilfunksparte des US-Konzerns übernehmen zu wollen. Google wollte mit dem Zukauf seine von Patentklagen belagerte Plattform Android für Smartphones und Tablet-Computer stärken. Die Patentrechte behielt Google, verkaufte Motorola aber bereits Anfangs 2014 an Lenovo.

File illustration picture of computer keyboard with letters stacked forming the word 'password' taken in Warsaw
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Ein Passwort allein ist schnell gehackt oder entschlüsselt – die Firma SlickLogin, die Google im Februar 2014 übernahm, hat sich noch eine zusätzliche Sicherung ausgedacht: Es setzt auf Ultraschalltöne, die zwischen Computer und Smartphone ausgetauscht werden. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt, der Technikblog „Geektime“ spricht von einigen Millionen Dollar.

Google To Purchase Space Satellite Service Skybox
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Anfang Juni 2014 kaufte Google die Firma Skybox für 500 Millionen Dollar in bar. Das amerikanische Satellitenunternehmen erstellt Bilder aus dem All in hoher Auflösung. Damit will Google seine Karten stets auf neustem Stand halten.

Symbolbild Google kauft YouTube
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Dieser Zukauf ist schon lange her, heute sind die beiden Firmen kaum noch auseinanderzudenken: Ende 2006 gab Google 1,65 Milliarden US-Dollar für die Videoplattform Youtube aus. Es war die bis dahin größte Investition des Unternehmens aus Kalifornien, und das in ein defizitäres Start-Up. Doch mittlerweile rechnet es sich. Youtube ist die zweitgrößte Suchmaschine der Welt – nach Google selbst.

Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehörte auch, den Wall-Street-Investoren den Kurs von Google zu vermitteln. Einige von ihnen machen sich Sorgen angesichts der Kosten von Zukunftsprojekten wie selbstfahrende Autos oder die Datenbrille Google Glas, während der Konzern sein Geld nach wie vor fast nur mit Werbung im Umfeld der Internet-Suche verdient.

  • dpa
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