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Scheidung des Microsoft-Gründers Die dunkle Seite von Bill Gates

Der Multimilliardär gilt als das Vorbild des wohltätigen Superreichen. Nun berichten US-Medien über Affären und eine enge Beziehung zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein.
18.05.2021 - 00:31 Uhr 5 Kommentare
Nachdem Bill Gates die Scheidung von seiner Frau bekannt gegeben hat, kommt raus, dass er eine Affäre hatte. Quelle: AFP
Bill Gates

Nachdem Bill Gates die Scheidung von seiner Frau bekannt gegeben hat, kommt raus, dass er eine Affäre hatte.

(Foto: AFP)

San Francisco Bill und Melinda Gates schienen lange das Modell-Ehepaar unter den Superreichen der Welt zu sein. Er, der geniale, sozial etwas unbeholfene Microsoft-Gründer. Sie, die engagierte Philanthropin, die ihren Mann drängte, seinen gigantischen Reichtum schon zu Lebzeiten in die größte wohltätige Stiftung der Welt zu investieren und die über die Jahre immer weiter aus dem überlebensgroßen Schatten ihres Mannes trat.

Seitdem das Paar Anfang des Monats seine Scheidung nach 27 Jahren Ehe bekannt gegeben hat, kommen immer weitere hässliche Details über den viertreichsten Mann der Welt ans Licht. Bill Gates soll Affären gehabt und mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein über seine „toxische Ehe“ gelästert haben. Inzwischen berichten die „New York Times“, das „Wall Street Journal“ und „The Daily Beast“ über verschiedene Episoden, die die Ehe zerrüttet haben sollen.

Bereits seit Ende 2019 soll sich Melinda Gates, die inzwischen wieder ihren Geburtsnamen „French“ führt, mit Scheidungsanwälten getroffen haben, um die Trennung des rund 124 Milliarden Dollar großen Vermögens des Ehepaars vorzubereiten.  

Laut dem „Wall Street Journal“ hatten Gates Affären auch Auswirkungen auf seine Rolle bei Microsoft: Sein Rückzug aus dem Aufsichtsrat soll die Folge einer Mitte 2019 eingeleiteten internen Untersuchung einer intimen Beziehung gewesen sein, die Gates mit einer Mitarbeiterin im Jahr 2000 hatte – dem Jahr, in dem der Microsoft-Gründer den Chefposten an Steve Ballmer abgab und die Gates Foundation gründete. Einige Aufsichtsratsmitglieder sollen Gates den Rückzug nahegelegt haben. Im März 2020 gab er seinen letzten offiziellen Posten im zweitwertvollsten Konzern der Welt auf, den er 1975 mit seinem Schulfreund Paul Allen gegründet hatte.

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    Gates persönliche Sprecherin bestätigte die Affäre vor 20 Jahren, die „freundschaftlich auseinandergegangen“ sein soll. Sie bestritt aber einen Zusammenhang mit seinem Rückzug aus dem Aufsichtsrat. Gates habe sich damals entscheiden, sich mehr Zeit für die Stiftung nehmen zu wollen. Allerdings war er erst drei Monate zuvor auf seinen Posten wiedergewählt worden.  

    Gates lästert mit Jeffrey Epstein über Ehefrau Melinda

    Die „New York Times“ beschreibt, dass Gates auch nach dem Ende der Affäre Frauen im Konzern nachgestellt haben soll. 2006 soll er als Aufsichtsratsvorsitzender eine Microsoft-Mitarbeiterin, die eben eine Präsentation gehalten hatte, zum gemeinsamen Abendessen gebeten haben. „Falls dir das unangenehm ist, tu so, als sei es nie passiert“, soll Gates in der E-Mail an die Mitarbeiterin geschrieben haben. Eine Mitarbeiterin der Gates-Stiftung, der Gates ein ähnliches Angebot gemacht haben soll, sagte der Zeitung, sie habe sich unwohl gefühlt, aber das Angebot weggelacht.

    Die beschriebenen Avancen sind nicht direkt mit Metoo-Fällen wie dem inzwischen inhaftierten Ex-Filmproduzenten Harvey Weinstein vergleichbar. Weinstein drängte sich jungen Schauspielerinnen immer wieder aggressiv körperlich auf, selbst als diese seine Angebote schon abgelehnt hatten. Und er versprach ihnen Filmrollen, wenn sie ihm sexuell gefügig waren. Gates Avancen waren nach jetzigem Wissen eher zurückhaltend – wenn auch für einen Mann in seiner Position unangebracht.  

    Schwerer als Bill Gates Affären scheint aber sein Kontakt zu Jeffrey Epstein zu wiegen. Der New Yorker Vermögensverwalter, der enge Kontakte in die amerikanische High Society unterhielt, betrieb einen Ring zur sexuellen Ausbeutung von Minderjährigen. 2019 wurde Epstein deshalb in Untersuchungshaft genommen, wo er Selbstmord beging.

    Dass Gates Kontakt zu Epstein hatte, ist bereits seit 2019 bekannt. Er ließ über seine Sprecherin betonen, die beiden Männer hätten sich nur über Philanthropie unterhalten. Die Boulevard-Seite „The Daily Beast“ berichtet aber nun, Gates und Epstein hätten sich zwischen 2011 und 2014 Dutzende Male in Epsteins New Yorker Villa getroffen und in einer „Herrenclub-Atmosphäre“ unter anderem über Bills „toxische“ Ehe gewitzelt. Die Treffen mit Epstein seien „eine Erholung von seiner Ehe“ gewesen, wird ein anderer Anwesender zitiert. „Es war sein Weg, Melinda zu entkommen.“

    Gates Sprecherin bestreitet die Darstellung: „Jede Behauptung, dass Gates schlecht über seine Ehe gesprochen hat, ist falsch.“ Mehrere Medien berichten, dass Melinda Gates die Freundschaft ihres Mannes zu Epstein schon 2013 ablehnte – letztlich soll Bill Gates die Beziehung auf Druck seiner Frau beendet haben. Was er von Epsteins Verbrechen wusste, ist unklar. Er soll in Epsteins Privatjet – der „Lolita Express“ genannt wurde – geflogen sein, streitet aber jegliche Mitwisserschaft ab.

    Schaden richtet die Verbindung in jedem Fall bis heute an. Lange galt Bill Gates als vorbildhafter Wohltäter, der seinen Reichtum konsequenter als die meisten Milliardäre für das Gute einsetzt. Nun bekommt das Denkmal durch das Verhalten der Privatperson Bill Gates Risse. 

    Mehr: Warum Melinda Gates“ Trennung von Bill keine Überraschung ist

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    5 Kommentare zu "Scheidung des Microsoft-Gründers: Die dunkle Seite von Bill Gates"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Was soll dieser Tratsch im Handelblatt?

    • Hallo und guten Tag,

      ein Artikel, der von der Boulevardpresse sein könnte. Wo hat der/die Verfasser/ in diesen denn abgeschrieben? Der Artikel ist ziemlich reißerisch, finde ich. Letztendlich ist alles, dies meistens fiese Banalitäten, drin, was Herrn Gates schaden kann. Frau Gates war also die heilige Maria. Was ist so schlimm an einer Einladung zum Essen? Meiner Ansicht nach nichts!! Diese unterschwellige negative Berichterstattung stört mich gewaltig. Letztendlich werden die Informationen, die die Boulevardpresse ja offensichtlich von Melinda Gates gesteckt bekommen hat, auch ihr und der Stiftung schaden. Was ist zudem am Lästern oder lustig machen über seine Ehe so schlimm, das tut jedes langjährig verheiratete Paar im Freundeskreis. Warum auch das hochstilisieren. Man schüttelt nur noch den Kopf über diesen höchst einseitigen und simplen Artikel.

      In diesem Sinne FW

    • "Die dunkle Seite von Bill Gates"
      Die dunkle Seite der macht lässt grüßen, Star Wars Darth Vader regiert das Imperium, gut dass Darth Vader keine Affären und eine Beziehung zu Epstein hat, dann ist ja alles in Ordnung.
      Das war zur allgemeinen Erheiterung gedacht - also satirisch - grotesk gemeint.
      Jetzt mal ernst:
      Wie kommt Herr Alexander Demling dazu private Gegebenheiten von Bill Gates auf HB zu erörtern? Das ist Aufgabe der Bunte, der Bild oder sonstiger Zeitungen. Da empfehle ich doch einen Jobwechsel. Vielleicht liege ich auch falsch - schließlich habe ich nur die ersten vier Zeilen gelesen - das gebe ich zu - schließlich interessiert mich das ganze überhaupt nicht. Aber mich wundert es schon, wie nachlässig das HB in der Auswahl ihrer Artikel geworden ist - ein wohl schwacher Chefredakteur??!

    • Sonst heisst es immer, BILD war dabei; jetzt auch das Handelsblatt ?

      Die Meldungen in den "US-Medien" gibt es übrigens nicht erst seit gestern. Aufgewärmte Suppe. Dafür sollte sich das Handelsblatt eigentlich zu schade und zu seriös sein.

    • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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