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Schmiergeld-Vorwürfe gegen Formel-1-Chef Ecclestone droht nach Gribkowsky-Urteil schnelle Anklage

Bernie Ecclestone soll Gerhard Gribkowsky Millionen Schmiergeld gezahlt haben. Nach einem rechtskräftigen Urteil gegen den Ex-BayernLB-Vorstand könnte es zu einem europäischen Haftbefehl gegen den Formel-1-Chef kommen.
25.06.2012 - 14:43 Uhr 5 Kommentare
Augen zu und durch? Bernie Ecclestone droht eine Anklage wegen Korruption. Quelle: dpa

Augen zu und durch? Bernie Ecclestone droht eine Anklage wegen Korruption.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Nach dem Schmiergeld-Geständnis des ehemaligen BayernLB-Vorstands Gerhard Gribkowsky nimmt der Druck auf Bernie Ecclestone zu. Dem Formel-1-Chef droht eine Anklage wegen Korruption vor dem Landgericht München. Gribkowsky hatte gestanden, von Ecclestone 44 Millionen Dollar „Bestechungsgeld“ bekommen zu haben.

Am kommenden Mittwoch werden im Gribkowsky-Prozess die Plädoyers gehalten. Danach folgt das Urteil gegen den Ex-Manager der BayernLB. „Ist das Urteil rechtskräftig, kann es ganz schnell gehen“, sagt Otto Lagodny, Professor für ausländisches Straf- und Strafverfahrensrecht in Salzburg Handelsblatt Online. Denn ein rechtskräftiges Urteil gegen Gribkowsky würde das Vorgehen gegen Ecclestone beschleunigen. Es könnte rasch Anklage erhoben werden.

So lange das Urteil nicht rechtskräftig sei, bestehe für Gribkowsky in einem möglichen Gerichtsverfahren gegen Ecclestone „immer die Gefahr der Selbstbelastung“, sagt Lagodny.

Der Strafrechts-Experte geht zum Abschluss des Prozesses gegen Gribkowsky von einer Übereinkunft zwischen Staatsanwaltschaft und Verteidigung aus. „Beide Seiten verzichten auf Rechtsmittel, das gehört zu so einem Deal dazu“, sagt Lagodny. Dann könne das Urteil bereits im Gerichtssaal rechtskräftig werden.

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    Gribkowsky hatte nach fast achtmonatigem Schweigen im Prozess gestanden, von Ecclestone „einen Riesenberg Geld“ erhalten zu haben. Genauer gesagt: 44 Millionen Dollar Schmiergeld. Dafür habe er die BayernLB-Beteiligung an der Formel-1-Vermarktungsgesellschaft an den britischen Investor CVC verkauft. Ecclestone wollte die Landesbank als unbequemen Anteilseigner loswerden.

    Der BayernLB entstand ein Schaden von 66 Millionen Dollar, die Ecclestone für den Deal an Provision erhielt – wovon dieser zwei Drittel an Gribkowsky weiterreichte. „Ich hätte diese Provision schlicht ablehnen sollen“, sagte Gribkowsky in seinem Geständnis. Ihm drohen nun bis zu neun Jahre Gefängnis. Bereits vor dem Geständnis hatte Gribkowskys Verteidiger das Gespräch mit der Anklage gesucht, der Prozess war daraufhin vertagt worden.

    Gefährliches Spiel für Ecclestone
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    5 Kommentare zu "Schmiergeld-Vorwürfe gegen Formel-1-Chef: Ecclestone droht nach Gribkowsky-Urteil schnelle Anklage"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Könnte mir gut vorstellen, dass da bei BMW klamheimlich ein bisschen Schadenfreude aufkommt.

    • ...Herr Gribowski, Herr Ecclestone und Anwälte sollten nochmal ausgiebig das BGH-"Bestechungsurteil bzgl.Ärzteschaft,Krankenkassen und anderen im Gesundheitswesen agierenden studieren ! Auch erstgenannte sind keine Amtsträger !! und wem verpflichtet ???

    • Diese Soziopathen, die der Meinung sind, ihr Reichtum würde sie auserhalb des Gesetzes stellen, müssen eines Besseren belehrt werden.

    • was nützt den ein Eurohaftbefehl? der bleibt dann sonstwo in der Welt. Mit der Knete von dem kann man es sich überall und öffentlich gut gehen lassen.

    • Gegen den König Formel 1 vorgehen? Das wird spannend zu beobachten sein. Abwarten, bei Ecclestone spielt Geld aus den noch zu erwartenden Schadenerstzforderungen ja keine große Rolle.

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