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"So etwas muss natürlich in den Prospekt" BVB-Börsengang könnte Fall für Justiz werden

Der Börsengang von Borussia Dortmund könnte noch ein Fall für den Staatsanwalt werden. Zwei renommierte Juristen erklärten auf Anfrage des Handelsblatts, dass ein Leasing-Vertrag mit dem Kölner Versicherer Gerling aus dem Jahr 2000 Stoff für eine Anklage wegen Kapitalanlagebetrug liefern könnte.

DÜSSELDORF. In dem Vertrag hatte die Borussia vor ihrem Börsengang die Markenrechte an ihrem Sportartikelhersteller Goool für 20 Mill. Euro an Gerling abgegeben. Beiden Seiten wurde eine Ausstiegsoption ab dem 30.6.2005 gewährt. Im Börsenprospekt wird jedoch nur eine Ausstiegsmöglichkeit für den BVB erwähnt. Andreas Kühne von der Düsseldorfer Rechtsanwaltskanzlei Velten Franz Jakoby hält diese Option aber für einen erheblichen Punkt, um damals die neue Aktie zu bewerten: "Schließlich kann eine solche Option wesentliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage des Vereins haben." Daher hätte sie ebenso an gleicher Stelle im Börsenprospekt erwähnt werden müssen wie die ausdrücklich erwähnte Option zugunsten des BVB

"So etwas muss natürlich in den Prospekt", sagt auch Klaus Rotter, Partner der Münchener Kanzlei Rotter Rechtsanwälte. Beide halten ein Einschreiten der Staatsanwaltschaft für möglich. Zwar seien Verstöße gegen die Prospekthaftung verjährt. Werde der Fall jedoch als Kapitalanlagebetrug interpretiert, sei die Verjährungsfrist noch nicht abgelaufen. Entsprechende Klagen könnten sich gegen das BVB-Management aber auch gegen die Konsortialbanken richten.

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