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Sparkassenchef Es kann nur einen geben

Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon werden gute Chancen bei der Wahl zum obersten Sparkassen-Chef eingeräumt. Er soll bereits die Mehrheit der Sparkassen hinter sich gebracht haben.
01.11.2011 Update: 01.11.2011 - 20:58 Uhr 1 Kommentar
Der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon (li.) und der CSU-Parteivorsitzende Horst Seehofer. Quelle: dpa

Der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon (li.) und der CSU-Parteivorsitzende Horst Seehofer.

(Foto: dpa)

München / Frankfurt Die Kandidatur von Georg Fahrenschon für das Amt des Präsidenten des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) war zwar eine Überraschung. Eine überhastete Entscheidung war sie aber mit Sicherheit nicht. Ranghohe Vertreter der Sparkassen und Landesbanken haben den bayerischen Staatsminister der Finanzen schon lange umworben. Aber erst Mitte vergangener Woche waren sie so weit, ihm eine sichere Mehrheit bei der Wahl in Aussicht stellen zu können. Das war dann auch der Wendepunkt, an dem Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter aufgab, wie informierte Personen in Berlin und München berichten. Kampeter, der seine Ambitionen auf das Spitzenamt nie öffentlich bekundet hatte, kündigte per Interview in einer Regionalzeitung seinen Rückzug an.

Der scheidende bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon kann bei seiner Kandidatur für das höchste Amt der deutschen Sparkassen auf 17 von 24 Stimmen zählen. Vertreter der bayerischen Sparkassenorganisation sagten gegenüber dem Handelsblatt, man sei zu diesem Ergebnis bei einer informellen Umfrage innerhalb des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) gekommen.

Die Suche nach einem Nachfolger für den amtierenden Präsidenten Heinrich Haasis hat sich in den vergangenen Wochen zu einem spannenden Wettkampf entwickelt. Denn wer immer von außen in den Ring steigt, muss sich gegen den mächtigen und gut vernetzten Präsidenten des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe und DSGV-Vize, Rolf Gerlach, durchsetzen. Der Westfale Gerlach gilt als knallharter Verhandler. Bei den wiederholten Sanierungsversuchen und der anstehenden Zerschlagung der WestLB habe er als Aufsichtsrat lediglich die Interessen seiner Sparkassen in Westfalen-Lippe gewahrt, werfen ihm seine Kritiker vor.

Gerlach polarisiert - man ist für ihn, oder man ist gegen ihn. Und die süddeutschen Sparkassenorganisationen sind gegen ihn. Damit kann sich Fahrenschon der Unterstützung durch den mächtigen bayerischen Sparkassenverband sicher sein sowie der Verbände aus Baden-Württemberg, dem Rheinland, dem Saarland und vielleicht aus Rheinland-Pfalz, sagt ein Insider. Fahrenschon braucht am 30. November 13 von 24 Stimmen in der Wahlversammlung des DSGV. In dieser Versammlung stimmen auch die Landesbanken mit. Auch dort habe man Gerlachs Mitverantwortung als Aufsichtsrat der WestLB nicht vergessen, heißt es.

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    Allerdings trägt auch Georg Fahrenschon Verantwortung für eine Problembank. Als bayerischer Finanzminister ist er Verwaltungsratsvorsitzender der BayernLB. Allerdings wurde die vom Freistaat mit zehn Milliarden Euro fast im Alleingang gerettet, so dass diesem die Bank nun zu 93 Prozent gehört. Und die BayernLB hat überlebt, und dies wird Fahrenschon angerechnet.

    Fahrenschon will Kritikern wenig Angriffsfläche bieten
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    1 Kommentar zu "Sparkassenchef: Es kann nur einen geben"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das Volk braucht jetzt starke Menschen als Minister mit Rückgrat, wie z.B Gauweiler,keine Radfahrer und Selbstdarsteller.

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