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Spektakuläres Wirtschafts-Strafverfahren geht zu Ende Staatsanwalt droht im Mannesmann-Prozess schwere Niederlage

An diesem Donnerstag geht mit dem Mannesmannprozess eines der spektakulärsten deutschen Wirtschafts-Strafverfahren zu Ende. Der Staatsanwaltschaft droht vor dem Düsseldorfer Landgericht eine empfindliche Niederlage.
Den Staatsanwälten Johannes Puls, Lothar Schroeter und Dirk Negenborn (v.links) droht im Mannesmann-Prozess eine schwere Niederlage.

Den Staatsanwälten Johannes Puls, Lothar Schroeter und Dirk Negenborn (v.links) droht im Mannesmann-Prozess eine schwere Niederlage.

HB DÜSSELDORF. Die Angeklagten werden, daran besteht kaum noch Zweifel, mit Freisprüchen den Gerichtssaal L 111 verlassen. Allenfalls bekommen sie noch etwas Kritik der Vorsitzenden Richterin Brigitte Koppenhöfer mit auf den Weg.

Die Positionen von Staatsanwälten und Verteidigern sind indes nach einem halben Jahr Prozessdauer, 37 Verhandlungstagen und 55 Zeugenaussagen so unversöhnlich wie zu Beginn. Die Ankläger betrachten ihre Vorwürfe als erwiesen und wollen die sechs Angeklagten zu Haftstrafen zwischen einem Jahr und drei Jahren verurteilt sehen. Für Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann fordern sie zwei Jahre Haft auf Bewährung. Der frühere Mannesmann-Chef Klaus Esser und Ex-Aufsichtsratschef Joachim Funk sollen sogar ins Gefängnis. Im Fall von Freisprüchen gilt eine Revision als sicher.

Die Staatsanwälte werfen den Angeklagten vor, Aktionärsvermögen geschädigt zu haben: Bei der milliardenschweren Übernahmen von Mannesmann durch den britischen Mobilfunkkonzern Vodafone im Jahr 2000 hätten sie durch die Ausschüttung von Prämien und Pensionsabfindungen mindestens 57 Millionen Euro veruntreut - oder Beihilfe zu dieser schweren Untreue geleistet.

Die Verteidiger werfen den Anklägern dagegen vor, die prominenten Angeklagten seit drei Jahren unbeirrbar mit einer unfairen Kampagne zu überziehen, obwohl von ihren Vorwürfen nichts beweisbar gewesen sei. Sie sehen die Angeklagten als rundum entlastet: Die Prämienbeschlüsse seien angesichts der Manager-Leistungen angemessen gewesen. Auch wurden sie erst vereinbart, nachdem die Schlacht der Mannesmänner gegen Vodafone verloren war. Nun fordern die Strafrechtler in Richtung Bundestag, den Untreue-Paragrafen im Strafgesetzbuch schärfer zu definieren, um seinen Missbrauch einzuschränken

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