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Stephen Wynn Rekordstrafe für Las-Vegas-Casino wegen sexueller Belästigung

Bußgeld von 20 Millionen Dollar für Wynn Ressorts: Das Casino in Las Vegas hatte Anschuldigungen gegen seinen früheren CEO Stephen Wynn ignoriert.
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Der Kasino-Milliardär musste alle Ämter abgeben: Ihm wurden schwere sexuelle Übergriffe von seinen Angestellten vorgeworfen. Quelle: AP
Steve Wynn

Der Kasino-Milliardär musste alle Ämter abgeben: Ihm wurden schwere sexuelle Übergriffe von seinen Angestellten vorgeworfen.

(Foto: AP)

New YorkEs ist die höchste Strafe, die eine US-Aufsichtsbehörde für Glücksspiel jemals verhängt hat: 20 Millionen Dollar (rund 17,5 Millionen Euro) muss Wynn Ressorts aus Las Vegas zahlen, wie am Dienstag bekannt wurde.

Das Casino-Unternehmen hatte zugegeben, dass es die Anschuldigungen seiner Angestellten gegen ihren früheren Vorstandschef Stephen Wynn wegen sexueller Übergriffe systematisch ignoriert hatte. Die Geldstrafe ist vier Mal höher als frühere Bußgelder, die Spielkommissionen von US-Bundesstaaten in anderen Fällen verhängt hatten.

Der Entscheidung war ein Bericht über Wynns Fehlverhalten vorausgegangen, darunter Vergewaltigung, sexuelle Übergriffe und Belästigungen. In dem Bericht heißt es außerdem, dass auch mehrere hochrangige Führungskräfte innerhalb des Unternehmens die sexuellen Belästigungen möglich gemacht hätten.

Wynn selbst hatte die Vorwürfe immer abgestritten, war aber im vergangenen Jahr von seinem Chefposten zurückgetreten. Auch sein Amt als Finanzchef des republikanischen Parteivorstandes musste er abgegeben - einen Posten, auf den er kurz nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten Ende 2016 berufen worden war. Wynn wollte am Dienstagabend keinen Kommentar geben.

„Das Papier mit den Anschuldigungen beschreibt nicht mal annähernd die wahren Ausmaße der Übergriffe“, sagte John Michela, Anwalt für den Staat Nevada, bei einer Anhörung vor der Spielkommission am Dienstag. Die Angeklagten hätten den Ruf Nevadas und seiner Casinos so geschädigt, wie seit den Zeiten der organisierten Kriminalität nicht mehr, so Michela.

Wynn Ressorts hatte viele der Anschuldigungen gegen Wynn zugegeben, der im vergangenen Februar von seinen Chefposten zurückgetreten war. Der aktuelle CEO, Matthew Maddox, versprach der Kommission, dass Übergriffe und Fehlverhalten innerhalb des Unternehmens nicht mehr toleriert werden.

„Die einzige Art, das wieder in Ordnung zu bringen, war schnell zu reagieren, stark zu sein und die Wahrheit zu finden. Und ich glaube, das haben wir getan“, so Maddox. Alle angeschuldigten Führungskräfte arbeiteten nicht mehr im Unternehmen, der Aufsichtsrat sei neu besetzt und Wynn Ressorts werde in Zukunft in seine Angestellten investieren.

Mehr: Dutzende Angestellte soll Stephen Wynn sexuell belästigt haben. Jetzt ist er von der Spitze seines Geschäftsimperiums zurückgetreten.

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