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Strategieberatung Roland Berger glaubt wieder an den Euro

Unternehmensberater Roland Berger sieht wieder Licht am Horizont für die Gemeinschaftswährung. Doch Berger warnt, ohne Wachstum würden alle Reformen ins Leere laufen – und Kaputtsparen allein helfe nicht.
10 Kommentare
Unternehmens- und Politikberater Roland Berger. Quelle: dpa

Unternehmens- und Politikberater Roland Berger.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Roland Berger, Gründer und Ehrenvorsitzender der gleichnamigen Strategieberatung, sieht – anders als noch vor drei Monaten – gute Überlebenschancen für den Euro. Allerdings dürfte Deutschland dann wohl eine steigende Inflation erleben. Die sinkenden Lohnstückkosten und besseren Handelsbilanzen in Irland, Portugal und Spanien zeigten: Die Reformen beginnen zu greifen.

Der Berater warnt jedoch davor, diese Reformen aus Mangel an Wachstum ins Leere laufen zu lassen. Kaputtsparen allein sei gefährlich. „Crasht der Euro, verursacht das aufgrund der weltweiten Verflechtungen eine dramatische Weltwirtschaftskrise, katastrophaler noch als die von 1930“, sagt Berger im Interview mit dem Handelsblatt.

Die Folgen: Deutsche Exportunternehmen würden unter Aufwertungsdruck leiden. Deutsche Firmen müssten ihre Aktiva und Beteiligungen im Ausland neu bewerten. In vielen Fällen würden dadurch ihr Eigenkapital aufgezehrt, so Berger. 

Um den Euro zu retten, müssten die Staaten Wirtschaftswachstum in Gang bringen. Das bräuchten sie allerdings nicht selbst finanzieren. Stattdessen sollten sie private Infrastrukturinvestitionen zulassen und fördern. „Wir müssen nur deregulieren und uns von der Ideologie verabschieden, dass Infrastruktur rein staatlich zu finanzieren und zu betreiben ist“, sagt Berger. Mangel an privatem Kapital sieht er nicht. Der Bedarf an Infrastrukturinvestitionen liege in Europa bei über einer Billion Euro gegenüber 179 Billionen Euro Privatvermögen weltweit.

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10 Kommentare zu "Strategieberatung: Roland Berger glaubt wieder an den Euro"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • das ist aber jetzt dumm !
    bekanntlich verkaufen Berater Beratung ohne Anspruch auf Erfolg ( ausser dem eigenen,logischer weise ), bei dieser Perspektive dürfte es echt übel werden !

  • Bürokratie hat nicht allein der Staat, sondern Konzerne vor allem Multinationale.
    Deshalb ist egal wer hier den Mist baut.

    Berger ist ein Lobbyist und genau wie Seehofer ein Opportunist ohne eigene Meinung. Heut so morgen anders, je nachdem welche Gruppe er vertritt und dafür riesige Geldbeträge kassiert.
    Der Euro wird genauso sterben wie der Dollar und der Yen wie jede Papierwährung.
    Der Grund die wundersame Geldvermehrung per Druck bzw. digitale Inflation.
    Den Politikern und den Lobbyisten ist das Wohl des Volkes scheißegal. Zunächst soll der Mittelstand vernichtet werden.
    Danach gibt es nur noch Sklaven von Multis und Staat. Der Staat wird dann, falls noch nicht geschehen, komplett von den Multis via Lobby, Presse, Gesetze etc. etc. übernommen.

  • Ich habe viele Bekannte deren Einkommen stark variieren. Wenn man früher das Thema Euro angesprochen hat, befanden sich 50% in einem Tiefschlaf. Jetzt kann man den Frust und die Enttäuschung fast bei 100% der befragten Leute hören. Wir sind auf einem guten Weg. Das Volk ist schon sehr gereizt. Und 20 % haben das Vertrauen in die herkömmliche Anlage verloren(Bankguthaben, Sparbuch, Bausparvertrag. Lebensversicherungen und Ansparpläne). Unsere Bauern investieren in Gold, weil sie dem Bankstern nicht mehr über den Weg trauen, und die ganz gewöhnliche Arbeiterschaft kündigt die Lebensversicherungen auf. Renovieren davon ihr Häuschen und hin und wieder wird davon Silber gekauft. Das Umdenken hat schon begonnen und hoffentlich werden es mehr!!!!!!! Ein kleiner Lagebericht vom Land.

  • War "alfred" am Wochenende bei der dementen M.Thatcher in London?

  • die meisten leute die ich kenne GLAUBEN nur am sonntagmorgen in der KIRCHE von 9.30 - 10.15 UHR

  • Den Berliner Flughafen hätte er als Beispiel angeben können, oder besser gesagt: SOLLEN !!!

  • Weniger Staat und mehr Privatwirtschaft, das ist der Weg zum Erfolg.

  • In einem hat der opportunistische Geschäftemacher recht: ein unkontrollierter Zusammenbruch des Euro hätte katastrophale Folgen.

  • " „Wir müssen nur deregulieren und uns von der Ideologie verabschieden, dass Infrastruktur rein staatlich zu finanzieren und zu betreiben ist“, sagt Berger."

    Was Deregulierung bringt sieht man sehr deutlich z.B. bei Energiewirtschaft und Müllabfuhr. Da werden dann Arbeitsplätze ausgelagert zur Lohnsenkung und alles wird teurer.

  • Dann soll Mr Berger mal persönlich nach Spanien z.B. fahren und selbst mit eigenen Augen sehen was KOMISCHERWESIE nicht in unseren Medien gesendet wird. Mal sehen wie lange er die Realität dann noch verweigert.

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