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Streit im Plastik-Paradies Aufsichtsratschef von Euro Disney tritt zurück

Die anhaltenden Verluste von Disneyland Paris entfachen Streit. Der Aufsichtsratsvorsitzende des Betreibers Euro Disney beklagt, dass der Mutterkonzern zu sehr ins Geschäft reinredet – und tritt bald zurück.
Update: 08.11.2012 - 23:36 Uhr Kommentieren
Ärger im Märchenland: Disneyland Paris verzeichnet einen Besucherrekord, schreibt aber trotzdem Verluste. Quelle: AFP

Ärger im Märchenland: Disneyland Paris verzeichnet einen Besucherrekord, schreibt aber trotzdem Verluste.

(Foto: AFP)

Paris Der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft Euro Disney, Antoine Jeancourt-Galignani, hat nach 17 Jahren im Amt seinen Rücktritt angekündigt. Galignani bestätigte der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag, dass er bei einer Sitzung des Gremiums am Vortag angekündigt habe, vor dem Jahresende auszuscheiden. Zu den Attraktionen rund um Mickey Mouse in Marne la Vallée östlich von Paris strömen jährlich Millionen Besucher.

Jeancourt-Galignani hatte in den vergangenen Wochen verstärkt Kritik an der Strategie des Weltkonzerns Walt Disney Company geäußert. In der Mitschrift einer Sitzung vom 10. Juli hieß es, der Aufsichtsratschef habe moniert, dass der Weltkonzern in das europäische Unternehmen zu stark hineinregiere. Dabei gingen die „globalen“ strategischen Interessen von Walt Disney vor, die Entwicklung des im Jahr 1989 gegründeten europäischen Ablegers werde vernachlässigt.

Trotz Besucherrekord bleibt das Disneyland Paris für den Medien- und Unterhaltungskonzern ein Verlustgeschäft. Obwohl der Vergnügungs- und Freizeitpark im abgelaufenen Geschäftsjahr mit rund 16 Millionen Besuchern alle Bestmarken brach, musste die Betreibergesellschaft Euro Disney einen Verlust von 85,6 Millionen Euro verbuchen. Er lag somit um rund 54 Prozent höher als im Vorjahr (55,6 Millionen). Das Disneyland Paris feiert in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag.

 
  • afp
  • dpa
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