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Studie Manager halten sich mit Übernahmen zurück

Die anhaltende Schuldenkrise hat vielen Firmenchefs die Fusionslaune gründlich verdorben. Das ergab eine Studie von Ernst & Young. Nur ein Viertel der befragten Manager planen demnach im kommenden Halbjahr eine Übernahme.
08.10.2012 - 13:24 Uhr Kommentieren
Die andauernde Schuldenkrise sorgt auch für weniger Fusionen. Quelle: dapd

Die andauernde Schuldenkrise sorgt auch für weniger Fusionen.

(Foto: dapd)

New York Firmenchefs haben so wenig Lust auf Fusionen wie seit Jahren nicht mehr. Hauptgrund ist die Unsicherheit wegen der Euro-Schuldenkrise und der Konjunkturabkühlung in den Schwellenländern, wie eine am Sonntagabend veröffentlichte Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young ergibt.

Nur ein Viertel der befragten Manager planen demnach in den nächsten sechs Monaten eine Übernahme - seit Beginn der Erhebung 2009 war der Anteil noch nie so niedrig. „Die Unternehmenschefs scheuen Risiken und sind viel konservativer - das bremst den Fusionshunger und mögliche Verkaufspläne“, sagt Pip McCrostie von Ernst & Young. Das Beratungsunternehmen befragt seit drei Jahren regelmäßig mehr als 1500 Manager aus 41 Ländern und 24 verschiedenen Sektoren nach ihren Übernahmeabsichten.

Auch viele Investmentbanker sind skeptisch, dass in den nächsten Monaten größere Fusionen über die Bühne gehen könnten, obwohl die Firmen auf Milliarden an Bargeld sitzen und Kredite für viele Top-Firmen so günstig sind wie lange nicht. Im bisherigen Jahresverlauf gab es nach Daten von Thomson Reuters Transaktionen im Wert von 1,7 Billionen Dollar, 14 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Die trüben Wirtschaftsaussichten sind die Hauptbremse für den Fusionseifer. Nur noch 22 Prozent der Unternehmensmanager glauben an eine Verbesserung der Konjunkturlage - im April waren es noch mehr als die Hälfte. Zwei Drittel denken jetzt, dass der Abschwung länger als ein Jahr dauern wird. „Die Folgen der Krise in der Euro-Zone werden allmählich verstanden“, sagt McCrostie. „Die Manager haben realisiert, dass es kein regionales Problem ist, sondern ein globales.“

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