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Sundar Pichai Der Google-Chef macht in Krisen keine gute Figur

Der Chef des Suchmaschinenkonzerns schwänzt eine Anhörung im US-Senat. Es ist nicht das erste Mal, dass er in einer Krise schlecht aussieht.
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Der 46-jährige Top-Manager hat die Einladung zu einer Anhörung des Geheimdienstausschusses des US-Senats am Mittwoch ausgeschlagen. Quelle: Bloomberg
Sundar Pichai

Der 46-jährige Top-Manager hat die Einladung zu einer Anhörung des Geheimdienstausschusses des US-Senats am Mittwoch ausgeschlagen.

(Foto: Bloomberg)

Nicht einmal am Geburtstag suchte Google das Rampenlicht: Obwohl der Internet-Konzern am Dienstag 20 Jahre alt wurde, feierte er in seinem Doodle, der Grafik auf der Suchmaschinenseite, lieber ganz bescheiden den 130. Geburtstag des deutschen Bauhaus-Künstlers Oskar Schlemmer.

Dass Sundar Pichai nicht in die Öffentlichkeit strebt, legt man dem Google-Chef dagegen eher als Feig- denn als Bescheidenheit aus. Der 46-jährige Top-Manager hat die Einladung zu einer Anhörung des Geheimdienstausschusses des US-Senats am Mittwoch ausgeschlagen.

Die Senatoren wollen neben Pichai auch Twitter-Chef Jack Dorsey und Facebook-COO Sheryl Sandberg dazu befragen, wie ihre Plattformen bei der US-Wahl 2016 für die Verbreitung von Falschmeldungen genutzt wurden – und was sie künftig dagegen tun wollen.

Pichai bot an, seinen obersten Rechtsbeistand Kent Walker zu schicken. Damit sind die Senatoren aber nicht zufrieden: Mark Warner, Vize-Chef des Ausschusses, warnte Pichai, sein Fernbleiben werfe „viele Fragen auf, die ein führender Manager hätte beantworten können“.

In Kontroversen beweist der indisch-stämmige Materialwissenschaftler Pichai bisher kein gutes Händchen. Als der Google-Ingenieur James Damore vor rund einem Jahr in einem im Konzern zirkulierten Essay nahelegte, Frauen seien als Programmierer generell weniger geeignet, brauchte der als sanft und nachdenklich geltende Pichai einige Tage, um zu einer Entscheidung zu kommen. Am Ende nannte er das Memo „beleidigend und nicht OK“ und feuerte Damore.

Intern ist Pichai durchaus beliebt. Der ehemalige Produktchef, den die Gründer Larry Page und Sergej Brin nach der Gründung der Alphabet-Holding 2015 zum Chef der Kernmarke beförderten, gilt als detailorientiert und sympathisch. An seiner Außenwahrnehmung muss Pichai dagegen noch arbeiten – nach der geschwänzten Kongressanhörung mehr denn je.

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