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Suzlon-Chef Der Windkönig

Tulsi Tanti hat es vom kleinen Textilunternehmer zum Chef des internationalen Windkraftanlagen-Konzerns Suzlon gebracht. Trotzdem bleibt der indische Milliardär bescheiden.
Noch vor wenigen Jahren waren Tulsi Tanti und seine Firma Suzlon selbst in Indien kaum jemandem ein Begriff. Inzwischen ist er mit seiner Firma ist zum weltweit fünftgrößten Hersteller von Windturbinen und zum Marktführer in Asien aufgestiegen.

Noch vor wenigen Jahren waren Tulsi Tanti und seine Firma Suzlon selbst in Indien kaum jemandem ein Begriff. Inzwischen ist er mit seiner Firma ist zum weltweit fünftgrößten Hersteller von Windturbinen und zum Marktführer in Asien aufgestiegen.

BOMBAY. Er könnte sich alles leisten: Privatjets, Luxusvillen und anderes, was Superreichen Spaß macht. Aber darauf legt Tulsi Tanti, dessen Vermögen das Magazin „Forbes“ auf rund sechs Milliarden Dollar schätzt, keinen Wert. Der kleine, leicht untersetzte Inder lebt einfach, kleidet sich schlicht und arbeitet in einem unauffälligen Büro im fünften Stock eines Büroblocks in Pune bei Bombay.

Im Geschäft mit Windkraftanlagen allerdings gibt er sich weniger zurückhaltend. Der Gründer und Chairman von Suzlon Energy will die Kontrolle über den deutschen Konkurrenten Repower aus Hamburg übernehmen und hat sich mit dem mächtigen französischen Staatskonzern Areva angelegt. Tantis Aussichten sind gut: Areva hat am Freitag die Frist für ein höheres Angebot verstreichen lassen. Tanti, der Emporkömmling aus dem fernen Indien, liegt also vorne.

Doch feiern will Tanti frühestens in drei Wochen. Bis dann haben die Repower-Aktionäre noch Zeit, ihre Anteile an ihn zu verkaufen. Außerdem könnte Areva doch noch dazwischenfunken. Der Suzlon-Boss gibt sich gleichwohl siegessicher. „Wir verstehen von diesem Geschäft doch viel mehr als Areva“, sagt er und hinter seiner bedachten Miene schimmert Leidenschaft auf. Der Unternehmer ist stolz auf seine Fähigkeit, Luft in Gold zu verwandeln. Dank seines Instinkts für Marktchancen, des rasant wachsenden Geschäfts in Indien und des Muts zum Risiko schwingt sich seine erst zwölf Jahre alte Firma Suzlon zur Nummer fünf auf dem Weltmarkt auf. „Technisch sind die Deutschen unschlagbar“, räumt Tanti ein, „aber unternehmerisch sind wir besser. Die Zusammenführung beider Stärken macht uns erfolgreich.“

Das wusste „Indiens Windkönig“ schon beim Unternehmensstart 1995 zu nutzen. Damals begann er, Turbinen des Herstellers Südwind in Lizenz herzustellen. Bald gingen die Rostocker Pleite. Der Inder übernahm die komplette Entwicklungsmannschaft – und machte aus einem unrentablen deutschen Produkt in Indien eine Erfolgsstory.

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