Tanit Koch folgt Kai Diekmann Bild der Frau

Kai Diekmann, Chefredakteur der „Bild“-Zeitung, gibt nach fast 15 Jahren seinen Posten auf. Unterhaltungschefin Tanit Koch wird seine Nachfolgerin. Diekmann selbst verlässt das Unternehmen aber nicht.
Update: 05.11.2015 - 12:26 Uhr
Die bisher stellvertretende Chefredakteurin und Unterhaltungschefin von „Bild“ wird Nachfolgerin von Kai Diekmann. Quelle: dpa
Tanit Koch

Die bisher stellvertretende Chefredakteurin und Unterhaltungschefin von „Bild“ wird Nachfolgerin von Kai Diekmann.

(Foto: dpa)

BerlinWechsel an der Spitze der größten deutschen Zeitung: Kai Diekmann (51) gibt nach 15 Jahren die „Bild“-Chefredaktion an eine seiner bisherigen Stellvertreterinnen ab. Die 38-jährige Tanit Koch werde vom 1. Januar an Diekmann nachfolgen, teilte die Axel Springer SE am Donnerstag in Berlin mit. Diekmann werde dann in seiner Rolle als Herausgeber der „Bild“-Gruppe die Führung der Chefredakteure übernehmen. Die aus Bonn stammende Koch ist derzeit stellvertretende Chefredakteurin und Unterhaltungschefin von „Bild“.

Koch war schon in unterschiedlichen Funktionen für „Bild“ tätig, etwa als Redaktionsleiterin von „Bild Hamburg“ und Textchefin von „Bild“. Zuvor war sie ab 2009 in der Chefredaktion der „Welt“-Gruppe.

Der Journalist gibt den „Bild“-Chefredakteursposten an Tanit Koch ab. Quelle: Axel Springer
Kai Diekmann

Der Journalist gibt den „Bild“-Chefredakteursposten an Tanit Koch ab.

(Foto: Axel Springer)

Die von Diekmann geführte Chefredakteursrunde setzt sich neben der Juristin und Politikwissenschaftlerin Koch aus „Bild“-Digital-Chefredakteur Julian Reichelt (35), „Bild am Sonntag“-Chefredakteurin Marion Horn (49) und „B.Z.“/„Bild Berlin“-Chefredakteur Peter Huth (46) zusammen. Es ist das erste Mal in der 63-jährigen Geschichte der „Bild“-Zeitung, dass eine Frau Chefredakteurin beim Schlachtschiff des Hauses Springer ist.

Diekmann hatte in den vergangenen Jahren die digitale Zukunft des Blattes in den Mittelpunkt seiner Arbeit gestellt - unter anderem mit seinem einjährigen Aufenthalt im Silicon Valley in den USA. Der Axel-Springer-Vorstandsvorsitzende Mathias Döpfner würdigte Diekmann als „langjährigsten und wohl auch erfolgreichsten Chefredakteur von „Bild““.

Diekmann ist seit 1. Januar 2001 Chefredakteur der „Bild“-Zeitung und fungiert dort genauso lange schon als Herausgeber. Seit 2008 ist er Gesamtherausgeber der „Bild“-Gruppe. Er werde vom kommenden Jahr an die „Markensteuerung“ aller „Bild“-Angebote und „die publizistische Ausrichtung sowie Weiterentwicklung der „Bild“-Marken in den Mittelpunkt seiner Aufgaben stellen“, heißt es in der Mitteilung.

Die „Bild“-Zeitung hatte im dritten Quartal dieses Jahres eine verkaufte Auflage von 2,203 Millionen Exemplaren (IVW-geprüft, inklusive „B.Z.“), im Vorjahreszeitraum waren es 2,435 Millionen gewesen. Die aktuelle Reichweite der „Bild“ (veröffentlicht im Juli 2015, MA Presse II) beträgt 10,35 Millionen (2014: 11,32 Millionen).

Döpfner hob zu dem Wechsel hervor: „Das Konzept von „Bild“ hat sowohl digital als auch international spannende Entwicklungsperspektiven.“ Diese Potenziale solle Diekmann nun konkretisieren.

Das sind die Giganten der Medienwelt
Gute Unterhaltung aus den USA?
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Fernsehsender, Zeitungen, Kinostudios – und zunehmend Online-Dienste: Medien sind ein Milliardengeschäft – im Foto eine Szene aus „The Late Show“ mit David Letterman (rechts) und US-Präsident Barack Obama (links) zu Gast. Auf Basis der Erlöse des Jahres 2014 hat das Berliner Institut für Medien- und Kommunikationspolitik unter Leitung des Medienwissenschaftlers Lutz Hachmeister ein Ranking der 100 größten Medienunternehmen der Welt erstellt. Wir zeigen die Top 10.

Platz 10: Apple
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Erstmals ist Apple in den Top Ten der weltgrößten Medienunternehmen. Möglich macht das eine Änderung der Systematik der Rangliste: Grundlage für die Einordnung in das Ranking waren ausschließlich die Erlöse der Abteilung iTunes, Software & Services, die bei 13,6 Milliarden Euro lagen. Bisher wurde Apple in der Liste nicht berücksichtigt.

Platz 9: Bertelsmann
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Einziges europäisches Medienunterhemen in den Top Ten ist Bertelsmann mit einem Umsatz von 16,7 Milliarden Euro. Wichtigste Erlösquelle ist die TV-Holding RTL Group. Aber den Konzern zieht es zunehmend in medienfremde Gefilde. So soll das Geschäft mit der Bildung zu einer neuen Unternehmenssäule ausgebaut werden.

Platz 8: Sony
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Mit einem Medienumsatz von 17,8 Milliarden Euro ist Sony abermals das größte nichtamerikanische Medienunternehmen der Welt. Im Gesamtkonzern des japanischen Unterhaltungselektronikriesen, zu dem das Hollywood-Studio Sony Pictures Entertainment, der Musik-Major Sony Music Entertainment sowie eine erfolgreiche Games-Sparte gehört, gewinnen Medienerlöse zunehmend an Gewicht.

Platz 7: Time Warner
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Time Warner, das einst größte Medienunternehmen der Welt, ist das Resultat mehrerer Fusionen. Zu ihm gehören das Hollywoodstudio Warner Bros. (Tom Hardy in Mad Max: Fury Road), das Verlagshaus Time Inc., die Filmproduktion New Line Cinema, der Pay-FV-Sender HBO und die TV-Holding Turner Broadcasting Systems. Das Medienhaus erlöste zuletzt 20,6 Milliarden Euro.

Platz 6: Viacom
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Viacom CBS, das auf einen Umsatz von 20,8 Milliarden Euro kommt, besteht aus zwei börsennotierten Gesellschaften, die beide von der Holding National Amusements Inc. des Firmenpatriarchen Sumner Redstone kontrolliert werden. Zu Viacom gehören die TV-Sender MTV und Nickelodeon sowie das Hollywoodstudio Paramount, zu CBS das Free-TV-Geschäft um das gleichnamige landesweite TV-Network, die TV-Produktion sowie Verlage und Außenwerbung.

Platz 5: DirecTV
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Mit einem Umsatz von 24,3 Milliarden Euro ist DirectTV der führende amerikanische Anbieter für Satelliten-Pay-TV. Das Telekommunikationsunternehmen AT&T will DirectTV für 48 Milliarden Dollar übernehmen. Dem Deal, gegen den die Video-Onlineplattform Netflix klagt, muss noch die amerikanische Kontrollbehörde FCC zustimmen.

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  • dpa
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