Total-Chef de Margerie Der tragische Tod von „Big Moustache“

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Gute Beziehung zu Putin

Verursacher von de Margerie-Unfall vor Gericht

De Margerie hatte offenbar an einer Regierungskonferenz in der Nähe von Moskau teilgenommen, auf der es um ausländische Investitionen ging. Das Ziel war, stärker von den großen russischen Naturreserven zu profitieren. Der Kreml hatte in den vergangenen Jahren die Kontrolle über die russische Energiebranche verstärkt. Total ist auch in anderen Regionen wie Indonesien oder Kasachstan aktiv.

Der Total-Chef war einer der profiliertesten französischen Unternehmenslenker und entschiedener Kritiker westlicher Sanktionen gegen Russland wegen der Ukraine-Krise. Er reiste oft nach Russland und dinierte kürzlich mit Präsident Putin. Putin kondolierte den Angehörigen de Margeries, wie sein Sprecher Dmitri Peskow mitteilte. „Wladimir Putin hat de Margerie lange gekannt und eine enge Arbeitsbeziehung mit ihm unterhalten“, sagte Peskow nach Meldungen russischer Nachrichtenagenturen. Putin habe de Margerie sehr geschätzt.

Bereits in der Nacht sprachen französische Politiker im Kurznachrichtendienst Twitter ihr Beileid aus und würdigten die Verdienste von de Margerie.

Hier twittert der französische Wirtschaftsminister Emmanuel Macron:

Der französische Staatspräsident François Hollande, sagte, die Nachricht von de Margeries Tod mache ihn „betroffen und traurig“. Er habe den „unabhängigen Charakter und originale Persönlichkeit“ des Total-Chefs geachtet.

De Margerie war zunächst 1995 als Chef des Geschäfts im Nahen Osten in die Führungsriege von Total aufgestiegen. Nach der Fusion mit dem belgischen Petrofina-Konzern übernahm er 1999 den zentralen Bereich Erschließung und Produktion.

Kurz vor seinem Wechsel an die Spitze geriet Margerie zeitweise ins Visier von Ermittlern, die seine Verstrickung in illegale Geschäfte mit dem Irak und dem Iran vermuteten. Die Anschuldigungen wurden aber fallengelassen.

Bei Total war die Altersgrenze für den Chefposten vor einigen Monaten von 65 auf 70 Jahre angehoben worden, was de Margerie noch Zeit für die Auswahl eines Nachfolgers verschafft hätte. Französische Branchenbeobachter rechneten in der Tradition des Konzerns mit einer internen Nachfolgelösung. Der in Paris ansässige Total-Konzern ist nach eigenen Angaben das fünftgrößte börsennotierte Öl- und Gasunternehmen der Welt. Er betreibt in mehr als 50 Ländern Förder- und Produktionsanlagen.

  • dpa
  • ap
  • afp
  • rtr
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21 Kommentare zu "Total-Chef de Margerie: Der tragische Tod von „Big Moustache“"

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  • Da war überhaupt niemand betrunken. Es werden Medizinische Tests durchgeführt. Am wahrscheinlichsten ist, daß Funksignale manipuliert wurden und der Schneepflug gezielt vor die Maschine gelotst wurde.

  • Genau, Vodka ist dort wie ein Lebensmittel. Und deswegen brauchte ein Agent nur ein paar präparierte Vodka flaschen auszustellen. Und wie sie alle schliefen, wussten sie nicht was geschah. Einen wie Margerie lassen die doch nicht aus den Augen. Da werden schon mehrere Spezialisten auf die geeignete Chance gewartet haben. Und dieser Versuch ist ihnen dann gelungen. Edward weiß schon, warum er seinen Aufenthaltsort geheim halten muss.

  • Dream on!

  • Oh, die Feuerwehr.

  • "Ein wahrer Schelm, der böses dabei denkt! "

    Damit wirken Sie nicht viel klüger als ein Afrikaner, der auf Ebola-Helfer losgeht, weil er eine Organentnahme fürchtet. Allerdings muss ich dem dem armen Menschen zugestehen, dass er es nicht besser wissen konnte.

  • "War er es nicht, der so leichtsinnig öffentlich sinnierte, daß es kein Naturgesetz sei, Öl unbedingt in Dollar zu handeln? Zufälle gibts...."

    Zufällig ist ein Mitarbeiter auf dem Flughafen besoffen und fährt dann auch wiederum ganz zufällig einem startenden Flugzeug vor die Nase. (Auch auf russischen Flughäfen ist Alkoholkonsum sicherlich nicht die Regel.) Und zufälliger Weise ist ein Insasse des Flugzeugs ein einflussreicher Industrieller, der keinen Hehl daraus macht, für wie schwachsinnig er westliche politische und wirtschaftliche Entscheidungen hält, die gegen Russland gerichtet sind.
    Ein wahrer Schelm, der böses dabei denkt!

  • "De Margerie wird wie folgt zitiert":
    "Wir dürfen uns nicht einreden lassen, Russland sei ein Feind – obwohl unsere Energieversorgung großteils von diesem Nachbarn abhängt",
    mahnte er.


    von Gestern noch
    hier:
    http://www.handelsblatt.com/politik/international/terrorismus-wie-der-islamische-staat-die-weltwirtschaft-bedroht/v_detail_tab_comments/10862090.html?pageNumber=2&commentSort=debate

    .

  • @Thomas Behrends

    Vielleicht haben Sie sich hier nur über die Maßen danebenbenommen.

  • "An dem Argument der allg. Meinungsfreiheit auf PRIVATEN Seiten."

    Menschenverachtende oder rechtextremistische Äußerungen sind nicht von der Meinungsfreiheit gedeckt. Es wundert mich, dass unten noch ein dämlicher Goebbels-Vergleich stehen darf.

  • Woran erkennt man dunkle Leuchten?

    An dem Argument der allg. Meinungsfreiheit auf PRIVATEN Seiten.

    Geh auf die Straße, druck eine eigene Zeitung oder rufe sie laut vom Balkon. Da wird dir die Meinungsfreiheit niemand nehmen. Aber auf privaten Seiten die Meinungsfreiheit einzufordern ist etwa so sinnig wie beim lokalen Gemüsehändler deine Steuererklärung abzugeben.

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