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Übernahmen in der Finanzkrise Wodka belebt das M&A-Geschäft

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Finanzinvestoren können deshalb nach Ansicht von Volker Strack, Partner bei Pricewaterhouse Coopers (PwC), derartige Transaktionen heute nicht mehr stemmen. Selbst Club-Deals in dieser Größenordnung – gemeint ist der Zusammenschluss mehrerer Investoren – gibt der M&A-Experte keine Chance. Die Banken seien angesichts der Folgen der Subprimekrise nicht in der Lage, Fremdmittel bereitzustellen.

Zudem hätten sich die Bedingungen für solche kreditfinanzierten Übernahmen deutlich verschärft. „In diesem Jahr wird es schwierig bleiben, Übernahmen in einem Volumen von zwei oder drei Milliarden durch Finanzinvestoren auf die Beine zu stellen“, sagt Strack.

Doch es gibt Ausnahmen. So hat das Chemieunternehmen Basell, das dem Finanzinvestor Access Industries gehört, im Dezember 2007 den Rivalen Lyondell für 20 Mrd. Dollar übernommen. Zwar hatten die kreditgebenden Banken Citigroup, Goldman Sachs, Merrill Lynch, ABN und UBS Schwierigkeiten, einen Teil der Kredite am Markt zu platzieren. Die Transaktion habe dennoch gestemmt werden können, weil Access Industries und der dahinter stehende US-Unternehmer Len Blavatnik den Banken Sicherheiten hätten bieten können, heißt es in Finanzkreisen.

M&A-Berater Horbach von Skadden geht deshalb davon aus, dass es auch in Zukunft milliardenschwere Übernahmen geben wird. „Sind die genannten Rahmenbedingungen erfüllt, werden wir solche Transaktionen auch künftig sehen, ungeachtet der aktuellen Finanzkrise“, sagt er.

Entspannter ist die Situation unterhalb eines Transaktionswertes von einer Mrd. Euro. „Der Markt bis zu einer Milliarde Euro Volumen ist nach wie vor in Bewegung“, sagt PwC-Partner Strack. Bis zu dieser Größenordnung seien auch Private-Equity-, nicht nur strategische Investoren im Geschäft.

PwC hatte zu Jahresbeginn in einer weltweiten Top-Manager-Umfrage festgestellt, dass Fusionen und Übernahmen oberhalb einer halben Milliarde Euro weiterhin schwierig zu finanzieren seien. Bei kleineren Volumina erwarten die Experten aber ein nach wie vor lebhaftes Geschäft. „Der M&A-Markt ist nicht tot“, versichert Strack.

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