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Umfrage Trumps Zölle verunsichern US-Unternehmen in Deutschland

Geht es um künftiges Wachstum und Mitarbeiter, dann werden die US-Firmen in Deutschland vorsichtiger. Ein Freihandelsabkommen halten viele für die Lösung.
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Donald Trumps Zölle verunsichern US-Unternehmen in Deutschland Quelle: dpa
McDonald's

Die Fast-Food-Kette ist der mit Abstand größte US-Arbeitgeber in Deutschland.

(Foto: dpa)

FrankfurtPräsident Donald Trump und so manches US-Unternehmen werden wohl keine Freunde mehr. Das gilt vor allem für jene Firmen, die in Deutschland Geschäfte machen und große Vertretungen haben. Etwa Ford mit seinen Werken in Köln oder Amazon mit seinen Logistikzentralen an zahlreichen Standorten in der Bundesrepublik.

Geht es um Trump und seine Zölle, dann halten diese amerikanischen Firmen die Handelspolitik des Präsidenten nicht für zielführend. Mehr noch: Die Konzerne sind verunsichert und agieren deshalb zunehmend vorsichtiger. Sie stellen sich auf schlechtere Geschäfte ein.

Das ermittelte die Amerikanische Handelskammer (AmCham) in Deutschland bei einer Befragung ihrer Mitgliedsfirmen. Mehr als 2000 US-Firmen beschäftigen hierzulande 296.000 Mitarbeiter. Die AmCham fördert seit Jahrzehnten die globalen Handelsbeziehungen. Dabei unterstützt sie die Interessen der US-Unternehmen in Deutschland und sieht sich als Brücke zwischen den beiden Volkswirtschaften.

Trotz der Verunsicherung bleibt Deutschland für die US-Unternehmen ein attraktiver Standort: Die Bundesrepublik bekam von den Firmen die Note 2,2 auf einer Skala von eins bis sechs.

Dennoch ruft die aktuelle Lage Skepsis und Zurückhaltung hervor. Aufgrund der bereits eingeführten US-Einfuhrzölle geht nur noch die Hälfte der befragten Firmen davon aus, ihre Umsätze in Deutschland künftig weiter steigern zu können. Vor dem Handelskonflikt waren davon noch Zweidrittel ausgegangen.

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Auch rechnen nur noch 28 Prozent der Unternehmen damit, dass sie ihre Belegschaft hierzulande ausbauen werden. Vor Beginn des Handelsstreits waren es noch 38 Prozent gewesen. Höhere Investitionen beabsichtigen nur noch 18 Prozent der US-Firmen in Deutschland. Vor den Zöllen waren es etwa 30 Prozent gewesen.

Befragt, was die Europäische Union tun könnte, um den transatlantischen Konflikt zu lösen, fordern drei von vier US-Unternehmen ein umfassendes Freihandelsabkommen mit den USA. Mehr als zwei Drittel plädieren dafür, alle Zölle aufzuheben. „Abschottung führt nie zu mehr Wohlstand“, schlussfolgert AmCham-Präsident Frank Sportolari, „auch in Amerika nicht.“

Nur sieben Prozent der Firmen glauben, dass die US-Regierung mit ihrer Handels- und Wirtschaftspolitik ihre Ziele erreichen wird – also etwa die Aufhebung unfairer Handelspraktiken und die Stärkung der US-Industrie. Im vergangenen Geschäftsjahr stiegen die Umsätze der 50 größten amerikanischen Unternehmen in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent auf 171 Milliarden Euro.

Mit einem Umsatz von 22,7 Milliarden Euro in Deutschland im vergangenen Geschäftsjahr ist der Automobilhersteller Ford das größte US-Unternehmen in Deutschland. Der Online-Händler Amazon belegt mit 15,6 Milliarden Euro Umsatz den zweiten Platz, dahinter folgt Exxon mit seiner Europa-Holding Esso mit einem Umsatz von 8,7 Milliarden Euro. Größter Arbeitgeber ist mit Abstand die Fast-Food-Kette McDonald's mit 60.000 Mitarbeitern.

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