Umfrage unter 1.500 CEOs Topmanager erwarten drei wegweisende Jahre

Noch vor dem EU-Austritt der Briten zeigten sich internationale Topmanager skeptisch: Ihrer Meinung nach werden die kommenden drei Jahre für Unternehmen entscheidender als die vergangenen 50. Wovor sie noch Angst haben.
Roboter auf dem Fußballfeld: Die Mehrheit der Topmanager ist sich einig, dass die künstliche Intelligenz die Arbeitswelt künftig stark beeinflussen wird. Quelle: dpa
Künstliche Intelligenz

Roboter auf dem Fußballfeld: Die Mehrheit der Topmanager ist sich einig, dass die künstliche Intelligenz die Arbeitswelt künftig stark beeinflussen wird.

(Foto: dpa)

Düsseldorf/TianjinDas World Economic Forum hat es in diese Tage ins chinesische Tianjin verschlagen. 1.500 Topmanager diskutieren in der südöstlich von Peking gelegenen Stadt seit Sonntag über die Zukunft ihrer Industrien. Es geht um Innovation, aussichtsreiche Start-ups aus Asien, neue Technologien wie etwa künstliche Intelligenz und um die Zukunft der Arbeit.

Die Manager sind überzeugt davon, dass der rasante technische Fortschritt  den Unternehmen große Chancen bietet – und sie zugleich vor riesige Herausforderungen stellt. Wie stark die Umbrüche sind verdeutlich eine Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft KPMG, die am Montag in Tianjin vorgestellt worden ist. 

KPMG hat 1.500 Chefs von Unternehmen aus aller Welt mit mehr als 500 Millionen Dollar nach ihren Zukunftserwartungen befragt. Das überraschendste Ergebnis dabei: 71 Prozent der CEOs erwarten, dass die kommenden drei Jahre für die Zukunft ihres Unternehmens entscheidender sein werden als die zurückliegenden 50 Jahre.

Das sind die Top-Verdiener unter den Dax-Chefs
Platz 30: Martin Blessing
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Die Lenker der großen Dax-Konzerne haben auch in Jahr 2015 Millionensaläre eingefahren. Der Chef der Commerzbank erhielt jedoch die niedrigste Vergütung aller Dax-30-Chefs – seine Bezüge sind auf 2,4 Millionen Euro gesunken. Im Vergleich zu 2014 (3,3 Millionen Euro) verdiente Blessing 28 Prozent weniger. Das Gefälle zwischen Platz 30 und Platz eins ist riesig – 8,4 Millionen Euro.

Quelle: Dr. Heinz Evers Vergütungsberatung

Platz 29: Reinhard Ploss
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Der Chef des Halbleiterherstellers Infineon musste sich 2015 mit rund 2,9 Millionen Euro zufrieden geben. Immerhin: Im Vergleich zum abgelaufenen Jahr ist das ein Zuschlag von 24 Prozent. Bei den Gehältern wurden jeweils Grundvergütung, Boni sowie langfristige variable Vergütungsbestandteile zusammengerechnet.

Platz 28: Rolf Buch
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Im vergangenen Jahr verschmolzen Deutschlands größter Wohnungskonzern Deutsche Annington und der Konkurrent Gagfah zu der Immobiliengesellschaft Vonovia. Rolf Buch, Vorstandsvorsitzender des fusionierten Unternehmens, verdiente 2015 3,3 Millionen Euro. Damit liegt er relativ weit hinten im Gehaltsvergleich.

Platz 15: Elmar Degenhart
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Mit einer Gesamtvergütung von 5,7 Millionen Euro belegt Elmar Degenhart Platz 15. Der Vorstandsvorsitzende der Continental AG verdiente im vergangenen Jahr lediglich zwei Prozent mehr als 2014 (5,6 Millionen Euro).

Platz 14: Ulf Schneider
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Der Chef des Pharmakonzerns Fresenius erhielt für seine Arbeit im Jahr 2015 rund sechs Millionen Euro. Das macht eine Steigerung von 37 Prozent (2014: 4,4 Millionen Euro).

Platz 13: Timotheus Höttges
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Höttges mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Cebit 2016: Das Gehalt des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom betrug im Vorjahr 6,1 Millionen Euro (2014: fünf Millionen Euro). Das macht eine Steigerung um 22 Prozent.

Platz 12: Frank Appel
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Die Deutsche Post verbuchte für das Jahr 2015 einen Gewinnrückgang. Davon spürte Vorstandschef Frank Appel allerdings nur wenig. Mit einer Jahresvergütung von 6,1 Millionen Euro ging er nach Hause. Im Vergleich zu 2014 ist das ein Minus von sechs Prozent.

Pikanterweise haben die Chefs damit noch nicht einmal das politische Beben durch den Brexit mit einbezogen, denn die Umfrage wurde vor dem Referendum in Großbritannien gestartet. Doch für die Zukunft der EU werden die nächsten Jahre entscheidend sein – und in dieser Zeit werden auch die weltwirtschaftlichen Folgen der Neuordnung Europas besser erkennbar.

Die globale Konjunkturentwicklung ist für die von KPMG befragten Topmanager einer der wichtigsten Einflussfaktoren für den weiteren Geschäftserfolg. Dabei zeigen sie sich optimistisch, rund 90 Prozent stufen ihre Geschäftsaussichten als gut ein.

Was die Chefs aber vor allem umtreibt ist die rasante technische Entwicklung. Dazu zählt natürlich die Digitalisierung. Aber auch der wachsende Einsatz von künstlicher Intelligenz, virtueller Realität und automatisierte Verfahren wird die Geschäftsmodelle und Branchen verändern.

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