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Ungewöhnliche Methoden für den Neuanfang Erst testen, dann den Neustart wagen

Die meisten Karriere-Wechsler scheitern schon, bevor sie überhaupt den ersten Tag im neuen Berufsleben genießen können“, urteilt Herminia Ibarra. Die Professorin für „Organisatorisches Verhalten“ von der Harvard University in Massachussetts ist davon überzeugt, dass „rund 80 Prozent aller Neustarter den falschen Denkansatz wählen, um in ein neues Berufsleben zu starten“.
  • Frank Siering (Los Angeles)
Foto: dpa

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Drei Jahre lang untersuchte sie verschiedene Versuche von Berufstätigen, ein neues Tätigkeitsfeld auszuprobieren. Drei Jahre lang schüttelte sie dabei meistens den Kopf. „Es fängt damit an, dass die Leute frustriert ins Büro gehen und nach dem Sinn ihrer Arbeit suchen“, sagt Ibarra. Die Sinnsuche führt bei frustrierten Arbeitnehmern zu der Erkenntnis, dass „alles sinnlos“ ist. Es folgt der Rückzug ins Innere.

Deshalb entwickelte Ibarra in ihrem Buch „Working Identity: Unconventional Strategies for Reinventing Your Carreer“ (Harvard Business School Press, 2003) einen Plan mit eher ungewöhnlichen Methoden für einen erfolgreichen Neuanfang im Berufsleben. Sie überschrieb es „Ausprobieren und lernen“ und es beinhaltet, dass Jobumsteiger erst mehrere Berufsfelder ausprobieren, bevor sie sich neu festlegen. „Es ist ein Entwicklungsprozess, der Fehler zulässt“, sagt Ibarra.

Die Vorteile: Zunächst bekommt der Protagonist durch das Testen ein Gefühl dafür, welche Aufgaben ihn wirklich interessieren und was für Anforderungen der Job tatsächlich stellt. „Die Idee hinter dem Modell ist einfach: Jegliche Phantasie, die ein Jobumsteiger von einem neuen Aufgabenfeld hat, sollen in der Realität getestet werden, um späteren Enttäuschungen vorzubeugen“, so die Wissenschaftlerin.

Ihr Modell steht auf drei Säulen:

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