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Unilever-Chef Fitzgerald wird Chairman von Reuters Suppenkönig auf dem Nachrichten-Thron

Auf den ersten Blick liegen zwischen den Aufgaben Welten: Der Unilever-Chef Niall Fitzgerald wird im Oktober neuer Chairman der britischen Nachrichtenagentur Reuters. Ein „Suppenkönig“ soll die Geschicke des Medienkonzerns entscheiden, der momentan auch noch in einer sehr schwierigen Umbauphase steckt?
  • Andreas Hoffbauer (Handelsblatt)
Niall Fitzgerald verlässt Unilever, Foto: dpa

Niall Fitzgerald verlässt Unilever, Foto: dpa

HB LONDON. Auch wenn der 58-Jährige sein ganzes Berufsleben bei dem britisch-niederländischen Lebensmittelriesen Unilever verbracht hat, so kommt doch ein Manager mit Reuters-Kenntnissen auf den Top-Posten. Zum einen sitzt Fitzgerald seit gut einem Jahr im Verwaltungsrat des Nachrichtenkonzerns. Zum anderen weiß er über die internen Sorgen der Redaktionen Bescheid: Seine Tochter Tara ist Reuters-Reporterin, sie hat unter anderem aus Moskau berichtet.

Reuters war nach dem Platzen der New-Economy-Blase vor zwei Jahren erstmals in die roten Zahlen geraten. Dank eines drastischen Sparkurses konnte der Nachrichtenkonzern im vorigen Jahr wieder die Gewinnzone erreichen. Dabei fiel jeder fünfte Job weg.

Fitzgerald gehört nicht zu der Sorte Manager, die nur die Produkte ihre Konzerns im Kopf haben. Er spricht lieber über Kunst als über Knorr-Suppen oder Flora-Margarine. Doch Fitzgerald interessiert sich auch für Themen wie globale Erwärmung, Armut in der Dritten Welt oder den „alternativen“ Börsenindex FTSE 4 Good. Er sei stolz, dass Unilever diesem nach moralischen Werten ausgerichteten Index angehöre, sagt er. „Wenn man nicht verantwortungsvoll seinen Job macht, egal wo, verliert man die Chance, dort Geschäfte zu machen.“

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