Vertragsverlängerung Deutsche Bank-Vizechef Garth Ritchie in der Warteschleife

Der Vizechef der Deutschen Bank wurde kürzlich befördert. Doch über seine Vertragsverlängerung wird erst im Oktober entschieden.
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Im Frühjahr galt der Vizechef der Deutschen Bank noch als abwanderungswillig. Quelle: Dominik Pietsch für Handelsblatt
Garth Ritchie

Im Frühjahr galt der Vizechef der Deutschen Bank noch als abwanderungswillig.

(Foto: Dominik Pietsch für Handelsblatt)

Es ist die Verweildauer des obersten Investmentbankers der Deutschen Bank, über die in diesem Jahr schon munter spekuliert worden ist. Im Frühjahr noch galt der langjährige Aktienhändler Garth Ritchie, Jahrgang 1968, als abwanderungswillig. Dann wurde er nach dem Abgang von Marcus Schenck, dem Co-Chef des Investmentbankings, nicht nur alleiniger Chef der Sparte, sondern im April sogar mit Rechtsvorstand Karl von Rohr zum Vizechef des neuen Vorstandsvorsitzenden Christian Sewing befördert.

Und jetzt? Nur vier Monate später gibt es erneut Spekulationen um Ritchies Zukunft bei der Deutschen Bank. Sein Vertrag, der zum 1. Januar 2019 ausläuft, sei noch nicht verlängert worden, berichtete die „Börsen-Zeitung“. Da der Aktienhandel, in dem Ritchie Karriere machte, gerade saniert werden musste, steht der Südafrikaner immer wieder in der Kritik. Es gibt in der Bank aber auch Stimmen, die bestreiten, Ritchie sei amtsmüde oder solle gar verabschiedet werden.

Die Bank hat nun zumindest klargestellt, wann die Frage offiziell geklärt werden soll. „Die Verträge mit unseren Vorstandsmitgliedern sind grundsätzlich befristet, und einige davon laufen im kommenden Jahr aus“, teilte eine Sprecherin mit. „Diese Verträge stehen zur Verlängerung an und sind auf der Tagesordnung für das nächste ordentliche Treffen des Aufsichtsrats im Oktober.“

Ritchie, der seit 1996 für die Deutsche Bank tätig ist, wird also nicht der einzige Vorstand sein, über dessen Zukunft der Aufsichtsrat im Oktober beraten wird. Schließlich laufen 2019 auch die Verträge von Nicolas Moreau, dem Chef der Fondstochter DWS, und Werner Steinmüller aus. In der Regel verlängert die Bank Vorstandsverträge nach der ersten Amtszeit um fünf Jahre.

Ob das auch für Asienchef Steinmüller, Jahrgang 1954, gilt, der sich allmählich dem Rentenalter nähert, ist aber fraglich. Der Kontrakt von Karl von Rohr sowie der von Regulierungschefin Sylvie Matherat, die wenige Monate vor Ritchies Vertrag ausgelaufen wären, hat die Bank bereits 2017 um fünf Jahre verlängert.

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