Viktor Bout 25 Jahre Haft für „Händler des Todes“

Er war einer der meistgesuchte Waffenhändler der Welt, soll Rebellen und Terroristen rund um den Globus mit Waffen versorgt haben. Seine Karriere wurde verfilmt, und endet nun im Gefängnis.
Update: 06.04.2012 - 04:30 Uhr 12 Kommentare
„Sie waren ein weltbekannter Waffenhändler, der die schlimmsten Regime der Welt versorgt hat“, sagte Richterin Shira Scheindlin bei der Urteilsbegründung. Quelle: AFP

„Sie waren ein weltbekannter Waffenhändler, der die schlimmsten Regime der Welt versorgt hat“, sagte Richterin Shira Scheindlin bei der Urteilsbegründung.

(Foto: AFP)

New YorkFür schuldig erklärt hat ihn ein US-Bundesgericht in New York bereits im Herbst. Nun wurde das Strafmaß bekannt: Der russische Waffenhändler Viktor Bout muss 25 Jahre in Haft, die Mindeststrafe. Zudem muss Bout 15 Millionen Dollar Strafe zahlen.

Zudem erhielt er in drei weiteren Anklagepunkten, in denen er im November für schuldig befunden worden war, jeweils 15 Jahre Haft. Die Haftstrafen werden gleichzeitig verbüßt. „25 Jahre sind genug“, sagte Richterin Shira Scheindlin bei der Verkündung des Strafmaßes.

Bout wurde im November unter anderem für schuldig befunden, den Verkauf von Waffen zur Tötung von US-Bürgern geplant zu haben. Konkret ging es um eine verdeckte Operation der US-Behörden im Jahr 2008, bei der Bout festgenommen wurde. Die US-Agenten hatten sich als kolumbianische Rebellen ausgegeben, die „ein paar Amerikaner umbringen“ wollten. Bout fiel auf die falschen Kunden herein.

Die Staatsanwaltschaft hat dafür lebenslänglich gefordert. Die Richterin sagte, es gebe keinen Beweis dafür, dass Bout diese Straftaten ohne die verdeckte Operation jemals geplant hätte. Deshalb sei nach dem Schuldspruch einer Geschworenen-Jury wegen terroristischer Aktivitäten die Mindeststrafe von 25 Jahren angemessen.

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12 Kommentare zu "Viktor Bout: 25 Jahre Haft für „Händler des Todes“"

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  • Wolfgang Press hat absolut Recht. Wer hat jemals Khashoggi belangt ? Wer belangt die kriminellen Landminen-Produzenten und ihre Vertriebsstrolche ? Der Kriminelle V. Bout hatte das Pech, als Russe Waffen zur Beseitigung von US-Bürgern verkaufen zu wollen; hätte er als Amerikaner oder Europäer die Mithilfe bei der Ermordung unliebsamer Regimekritiker in "befreundeten" südamerik. Staaten angeboten, hätte er jetzt Provisionen, Huren und Orden. Wer geht gegen Goldman Sachs wg. Beihilfe zur Fälschung der Staatsbilanzen Griechenlands vor ?? Ihr Heuchler mit Euerem verlogenen "Gerechtigkeitstheater" !!

  • Die Waffenhändler des Schurkenstaates USA haben alle einen Diplomatenpass.

  • "Nachtrag. @ Stubi<br/><br/>Ja , Sie haben Recht , Rechtschreibfehler muss Es natürlich heissen , nett , dass Sie mich darauf hingewiesen haben . Und das Etwas und Korrektur müssen natürlich gross , nicht wahr :) .<br/>Aber viele Verfasser von Texten , die in &#34;Zeitungen&#34; veröffentlicht werden , machen eben solche Fehler sehr oft und dies ist bedauerlich , wenngleich nicht jeder Mensch perfekt sein kann , oder Stubi ."

  • Nachtrag. Bevor jemand angestrengt nach Grammatikfehlern sucht - es sind Rechtschreibfehler in seinem Satz. Ich habe mich nur auf seinen Ausdruck "grammatische Fehler" bezogen.

  • @Anonymer Benutzer: Dan

    "Um nochmal etwas objektives zu sagen : der Text sollte vielleicht korrektur gelesen werden"

    Da sehe ich gleich mehrere grammitsche Fehler ;-)

    "Jetzt kann man nur noch hoffen , dass die Kommentare auch etwas objektiver bzw. qualitativer werden ."

    Ob ein Kommentar objektiv bzw. qualitativ ist, haengt nicht selten von der subjektiven Beurteilung ab. Ein Forum lebt von der dargestellten Meinungsvielfalt, aber nicht durch die pauschale Aburteilung der Kommentare. Solche Beitraege sind destruktiv, mehr aber auch nicht.

  • Um nochmal etwas objektives zu sagen : der Text sollte vielleicht korrektur gelesen werden , bevor er veröffentlicht wird , da er , zwar z.T. kleine , jedoch nicht wenige , grammatische Fehler aufweist . Jetzt kann man nur noch hoffen , dass die Kommentare auch etwas objektiver bzw. qualitativer werden .

  • "If we see that Germany is winning we ought to help Russia and if Russia is winning we ought to help Germany, and that way let them kill as many as possible"

    Das Zitat stammt von keinem anderen als Präsident Harry Truman, vom 24.06.1941 in der New York Times.

    Dieser Staat ist unser Verbündeter nach offizieller Lesart, ein schlechter Scherz. Die USA werden für Deutschland genauso wenig in die Bresche springen wie für Russland.

  • Ein Staat der seine eigenen Bürger im Ausland auf offener Strasse tötet ohne das diese je ein Gerichtsverfahren gesehen haben hat mit Europa nichts gemeinsam.

    Deswegen und aus vielen anderen Gründen müssen die US Besatzungstruppen raus aus Europa, sie schützen uns nicht sondern verhindern vielmehr den Aufbau einer eigenen Sicherheitsarchitektur.

    Wer sich auf andere verlässt, ist verlassen.

    Europas Zukunft liegt auf dem Kontinent, nicht jenseits des grossen Teiches. Im Osten sind noch einige Beitrittskandidaten die die Sache rund machen. Finis coronat opus.

  • Ein Staat, der einfach ohne Verfahren laufend Menschen hinrichtet, weil er sich auf einen (sehr einseitigen) Krieg beruft, hat schon lange jedes normale Rechtsempfinden verlassen. Den interessiert es nicht mal, dass neben die Zielpersonen auch gleichzeitig andere Menschen dabei umkommen - Sippenhaft halt oder Kollateralschaeden.

    Um Viktor Bout ist es jedoch auch nicht wirklich schade. Andere werden seinen Platz mit Freude auffuellen. Somit hat man nur 1 Person mehr in den US-Gefaengnissen. Vielleicht kommt noch Kim Schmitz von Megaupload hinzu. Die anderen Anbieter wuerde es vermutlich freuen. Zielerreichung durch die USA gleich Null.

  • Er hat eben die guten Waffengeschäfte der USA gestört! Nun haben die US Firmen einen Konkurrenten weniger. Russland könnte ja mal im Gegenzug einen US Waffenhändler einsperren!

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