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Vordenker

Vordenker Ammar Alkassar „In Konflikten bin ich im Umgang diplomatisch und in der Sache hartnäckig“

Ammar Alkassar soll das Saarland fit für die Digitalisierung machen. Wie der Vordenker mit Konflikten umgeht und was für ihn ein No-Go im Umgang mit Mitarbeitern ist.
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Alkassar ist Bevollmächtigter des Saarlandes für Strategie und Innovation / Chief Digitalization Officer. Quelle: PR
Ammar Alkassar

Alkassar ist Bevollmächtigter des Saarlandes für Strategie und Innovation / Chief Digitalization Officer.

(Foto: PR)

BonnDer Job von Ammar Alkassar ist es, das Saarland zum „Hotspot für Gründer“ und fit für die Digitalisierung zu machen. Alkassar gilt als ausgewiesener IT-Sicherheitsexperte.

Er wirkte am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI), wo er die Sirrix AG als Start-up gründete. 2015 verkaufte er Sirrix an die Münchner Rohde & Schwarz Cybersecurity GmbH, wurde dort Geschäftsführer und CEO, bevor er das Unternehmen 2017 verließ. 2019 wurde Alkassar als Mitglied in die Vordenker-Community aufgenommen, eine Initiative des Handelsblatts und der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG).

Wissen Sie noch, was Sie werden wollten, als Sie klein waren?
Ich wusste nur, was ich nicht werden wollte. Und so ziemlich alles fand ich interessant. Bisher hatte ich das Glück, schon vieles gewesen zu sein: Forscher, Gründer, Konzernmanager und jetzt Politiker.

Wie fängt Ihr Tag an?
Mit Kaffee. Danach kann alles kommen: Messenger, Pressespiegel, Newsfeed.

Was machen Sie morgens als erstes im Büro?
Alle in meinem Stab einzeln begrüßen.

Was sind Ihre Stärken?
Vielseitigkeit, Hartnäckigkeit, Führungsstärke.

Haben Sie ein persönliches Motto, das Sie antreibt und motiviert?
Aktiv zu gestalten, Impact haben.

Wenn Sie Leiter der Bill Gates Foundation wären, die finanziellen Mittel jedoch nur für ein einziges Anliegen verwenden könnten, welches wäre es?
Nichts ist so nachhaltig wie Investitionen in (junge) Menschen. Und nichts ungerechter, wenn Menschen Bildung verwehrt wird. Mein Anliegen wäre die Bildungschancen von Menschen, vor allem in Entwicklungsländern, signifikant zu verbessern und herausragende Talente zu fördern.

Bitte ergänzen Sie den Satz: Ich unterstütze meine Mitarbeiter (Nachwuchskräfte, KollegenInnen) in schwierigen Situationen, indem…?
… ich ihnen helfe, ihre eigene Analyse- und Entscheidungsfähigkeit zu entwickeln und zu verbessern. In der konkreten Situation als Sparringspartner mit den richtigen Fragen.

Ein No-Go im Umgang mit Mitarbeitern ist für mich…?
… Verantwortung auf Mitarbeiter abzuschieben oder gar die Schuld an eigenen Fehlentscheidungen den eignen Mitarbeitern zuzuschieben.

Wenn Sie ein Buch schreiben müssten: Wovon würde es handeln?
Deutschland ist satt geworden.

Welches Tool ist bei der Arbeit für Sie unverzichtbar?
Kein Werkzeug ist unverzichtbar.

Ihr persönlicher Produktivitätskiller?
News Feeds und Social Media.

Her mit dem Geld: Ihr Ratschlag an KollegenInnen für Gehaltsverhandlungen?
… sie genau dann zu führen, wenn man als unverzichtbar gilt.

Der größte Benefit, den Sie bisher aus einem Ihrer Netzwerke gezogen haben?
Die Netzwerke sind die Grundlage meiner bisherigen Arbeit in fast allen Bereichen.

In Konfliktsituationen bin ich…?
… diplomatisch im Umgang, äußerst hartnäckig in der Sache.

Pannen sind…?
…. ärgerlich, gehören zum Geschäft aber dazu.

Auf welche Fehlentscheidung hätten Sie rückblickend trotzdem gerne verzichtet?
Ich würde keine echte langfristige Entscheidung im Nachhinein anders treffen. Außer vielleicht den Kauf von Deutsche-Bank-Aktien... Und ich glaube, ich würde heute direkt in den USA studieren.

Wenn ich mich bei Ihren Freunden erkundigen würde: Für welche alternativen Karriereoptionen wären Sie geeignet?
Verteidigungsminister.

Wie gehen Sie mit Stress um?
Stress?

Sie merken, dass Sie unglücklich sind in Ihrem Job. Was tun Sie?
Erstens: mit mir selbst klären, wieso. Zweitens: wenn ich daran etwas ändern kann: ändern. Drittens: sonst – neue Herausforderung suchen. Für mich ist entscheidend, ob ich gestalten kann und Impact habe. Merke ich, dass ich mir das absehbar nicht nehmen kann, mache ich etwas anderes.

Ein Satz, den eine gute Führungskraft niemals sagen würde…?
Das ist nicht mein Problem.

Anderen Chefs würde ich gerne sagen, …
… übernehmt Verantwortung und zeigt Führung. Für eure Leute. Für euer Geschäft.

Wie schalten Sie abends ab und wann gehen Sie ins Bett?
Gegen Mitternacht. Oft schaue ich noch Dokus auf öffentlich-rechtlichen Sendern, die vermutlich sonst niemand schaut (lacht).

Herr Alkassar, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.

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