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Vordenker

Vordenker Florian Hauer: „Negativer Stress ist eine Entscheidung“

Der Molekularbiologe bietet mit seinem Start-up Labfolder eine Software an, mit der Labore produktiver arbeiten. Sie überzeugt sogar die Charité und die Max-Planck-Gesellschaft.
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„Positiver Stress ist eine Stimulation. Negativer Stress ist eine Entscheidung.“ Quelle: Labfolder
Florian Hauer

„Positiver Stress ist eine Stimulation. Negativer Stress ist eine Entscheidung.“

(Foto: Labfolder)

Düsseldorf Das Start-up Labfolder von Florian Hauer hat eine digitale Laborbuch-Software entwickelt, um das Management großer Datenmengen innerhalb von Forschungsteams zu ermöglichen und dadurch die Produktivität im Labor zu steigern.

Seit der Gründung hat das Berliner Unternehmen führende Forschungseinrichtungen wie die Max-Planck-Gesellschaft oder auch die Charité in Berlin als Kunden gewinnen können. Was treibt den Unternehmer an? „Durch Forschung, Innovation und Unternehmergeist die Welt besser zu machen“, sagt Hauer.

2019 wurde Hauer als Mitglied in die Vordenker-Community aufgenommen, eine Initiative des Handelsblatts und der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG). Im Interview spricht er über Kinderträume, Produktivitätskiller und Leadership.

Lieber Herr Hauer, wissen Sie noch, was Sie werden wollten, als Sie klein waren?
Mein großes Vorbild war Daniel Düsentrieb: kein Problem zu schwer, immer zu Innovationen bereit.

Wie fängt Ihr Tag an?
Aufstehen, Frühsport, Meditation.

Was machen Sie morgens als erstes im Büro?
Eine Prioritätenliste für den Tag.

Was sind Ihre Stärken?
Ich arbeite an meinen Schwächen.

Haben Sie ein persönliches Motto, das Sie antreibt und motiviert?
Immer besser.

Wenn Sie Leiter der Bill und Melinda Gates Foundation wären, die finanziellen Mittel jedoch nur für ein einziges Anliegen verwenden könnten, welches wäre es?
Die Ausbildung von jungen Menschen, insbesondere an Orten und in Situationen, wo es keinen einfachen Zugang dazu gibt – inklusive einer Incentivierung der Umgebung, Zugang zur Bildung ermöglichen.

Bitte ergänzen Sie den Satz: Ich unterstütze meine Mitarbeiter (Nachwuchskräfte, KollegenInnen) in schwierigen Situationen, indem…?
... ich ihnen helfe, ihr Potential zu nutzen – nicht nur in schwierigen Situationen.

Ein No Go im Umgang mit Mitarbeitern ist für mich…?
... wenn Respekt verwehrt, Leistung nicht anerkannt und Verantwortung abgeschoben wird.

Wenn Sie ein Buch schreiben müssten: Wovon würde es handeln?
Von der Innovationsträgheit von Systemen.

Welches Tool ist bei der Arbeit für Sie unverzichtbar?
Kein Tool ist unersetzlich!

Ihr persönlicher Produktivitätskiller?
Ablenkungen jeglicher Art – auch wenn sie sein müssen.

Her mit dem Geld: Ihr Ratschlag an Kollegen/Innen für Gehaltsverhandlungen?
Verweisen Sie nicht auf Geleistetes, sondern stellen Sie gemeinsame Wachstumsperspektiven dar – für in der Vergangenheit Geleistetes wurden Sie ja bereits entlohnt.

Der größte Benefit, den Sie bisher aus einem Ihrer Netzwerke gezogen haben?
Die Gründung unserer Firma.

In Konfliktsituationen bin ich…?
... hart in der Sache, weich zur Person.

Pannen sind…?
... der Weg zur optimalen Lösung.

Auf welche Fehlentscheidung hätten Sie rückblickend trotzdem gerne verzichtet?
Auf keine – ohne Fehlentscheidungen wäre ich nicht schlauer geworden.

Wenn ich mich bei Ihren Freunden erkundigen würde: Für welche alternativen Karriereoptionen wären Sie geeignet?
Da müssen Sie direkt nachfragen – für mich sind Alternativen aktuell kein Thema.

Wie gehen Sie mit Stress um?
Positiver Stress ist eine Stimulation. Negativer Stress ist eine Entscheidung.

Sie merken, dass Sie unglücklich sind in Ihrem Job. Was tun Sie?
Eine unvorstellbare Situation, in der ich mich fragen muss, wie meine Gestaltungsspielräume abhanden gekommen sind.

Ein Satz, den eine gute Führungskraft niemals sagen würde…?
„Das ist nicht mein Problem!“

Anderen Chefs würde ich gerne sagen, …
... Nehmt Eure Kollegen ernst – sonst hören Sie irgendwann auf mitzudenken und mitzugehen.

Wie schalten Sie abends ab und wann gehen Sie ins Bett?
Um Mitternacht.

Herr Hauer, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.

Mehr: Vordenker*innen des Jahres 2019 – das sind die Macherinnen und Macher der nächsten Generation. Wir zeigen Ihnen die Top-Nachwuchsführungskräfte der deutschen Wirtschaft in Großunternehmen, Mittelstandsbetrieben und Start-ups.

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