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Vordenker

Vordenker Nathanael Liminski „Ich will die Welt für meine Kinder mit vorbereiten – und meine Kinder auf diese Welt“

Nathanael Liminski ist Teil des Vordenker-Jahrgangs 2020 und Chef der Staatskanzlei in NRW. Ein Gespräch über Ziele, Visionen und Entscheidungen in der Politik.
17.09.2020 - 14:49 Uhr Kommentieren
Der 34-Jährige ist Chef der Staatskanzlei in Nordrhein-Westfalen. Quelle: R. Sondermann
Nathanael Liminski

Der 34-Jährige ist Chef der Staatskanzlei in Nordrhein-Westfalen.

Bonn Nathanael Liminski ist seit 2017 der jüngste Staatskanzleichef Deutschlands. Dabei könnte er sich auch gut vorstellen, als Journalist zu arbeiten – ein Kindheitstraum. Stattdessen studierte er aber Geschichte, Staatsrecht und Politikwissenschaft in Bonn und Paris.

Und dann verlief seine berufliche Laufbahn ziemlich steil: Nach dem Berufseinstieg als Assistent im Europäischen Parlament und einer Station als Redenschreiber in der Hessischen Staatskanzlei wechselte Liminski ins Bundesverteidigungsministerium und später von dort ins Bundesinnenministerium. Im August 2014 machte ihn der damalige Oppositionsführer Armin Laschet zum Geschäftsführer der CDU-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen.

Gerade wurde der 34-Jährige als Mitglied in die Vordenker-Community aufgenommen, eine Initiative des Handelsblatts und der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG). Das Urteil der Jury: „In seiner Funktion als Chef der Staatskanzlei in Nordrhein-Westfalen gehörte Liminski während der Corona-Zeit zu den wichtigen Krisenmanagern für das Land NRW und hat Vordenkertum bewiesen.“

Liminski gilt als wertkonservativ und ist gläubiger Katholik. So gründete er auf dem Weltjugendtag in Köln 2005 die Gruppe „Generation Benedikt“, die sich später in „Initiative Pontifex“ umbenannte, mit.

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    Im Interview spricht der Politiker darüber, wie er die Welt für seine Kinder hinterlassen möchte, welches Buch er gern schreiben würde – und seine Vorstellung von gelungenem Leadership.

    Lieber Herr Liminski, wissen Sie noch, was Sie werden wollten, als Sie klein waren?
    Ich glaube Journalist, wie mein Vater.

    Ihr Titel lautet: „Chef der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen“ – können Sie uns Ihren Job konkret in einer WhatsApp-Länge beschreiben?
    Den Ministerpräsidenten in allen seinen Aktivitäten unterstützen, allseitige Abstimmung der Regierungsarbeit und Koordination der Ministerien auf unser gemeinsames Ziel hin – das Beste für NRW.

    Wie definieren Sie als Politiker Erfolg?
    Erfolg in der Politik ist für mich, die richtigen Entscheidungen für die Menschen in unserem Land zu treffen – und eine Mehrheit dafür zu gewinnen.

    Gibt es Charakterzüge, die für eine Führungsposition unabdingbar sind?
    Sofern ich das schon sagen kann: Für gute Führung braucht es Leidenschaft und Augenmaß, Offenheit und Diskretion, Anspruch und Fairness.

    Ein Satz, den eine gute Führungskraft niemals sagen würde…?
    „Sie schaffen das nicht.“

    … und ein guter Politiker?
    „Wir schaffen das nicht.“

    „Ich lasse mich von den nächsten drei Jahren überraschen“

    Bitte ergänzen Sie den Satz: In Konfliktsituationen bin ich…?
    … ruhig.

    Was waren Ihre wichtigsten drei (Arbeits-)Ergebnisse der letzten drei Jahre?
    Mein jeweiliger Beitrag zur gewonnenen Landtagswahl 2017, zum gelungenen Start der NRW-Koalition und zu gemeinsamen Großprojekten wie dem Kohlekompromiss.

    In den nächsten drei Jahren: Was wollen Sie lernen, was Sie heute noch nicht können?
    Ich hätte nie im Leben vorhersagen können, was ich in den letzten drei Jahren gelernt habe. Daher lasse ich mich auch von den nächsten drei Jahren überraschen.

    Was ist Ihr langfristiges Ziel bzw. Vision?
    Es klingt etwas pathetisch und wird wohl aufs Korn genommen werden. Ich sage es dennoch: Wenn ich einmal gehe, will ich sagen können, dass ich diese Welt für meine Kinder mit vorbereitet habe und meine Kinder auf diese Welt.

    Wenn Sie ein Buch schreiben müssten: Wovon würde es handeln?
    Entscheidungen in der Politik – Legenden, Gerede und die Wahrheit.

    Wenn ich mich bei Ihren Freunden erkundigen würde: Für welche alternativen Karriereoptionen wären Sie geeignet?
    Wahrscheinlich Journalist.

    Möchten Sie sonst noch etwas teilen?
    Das Leben ist schön.
    Lieber Herr Liminski, ich danke Ihnen für das Interview.

    Mehr: Vordenker*innen des Jahres 2020. Das sind die Macherinnen und Macher der nächsten Generation.

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