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Vordenker

Vordenker Stefan Imme: „Die Unzufriedenheit von heute ist der Antrieb von morgen“

Stefan Imme spricht darüber, wie er bei VW Financial Services die Digitalisierung antreibt – und dass er auch ganz gerne mal unzufrieden ist.
03.09.2020 - 11:15 Uhr Kommentieren
Chief Digital Officer bei der VW-Finanztocher Volkswagen Financial Services. Quelle: Volkswagen
Stefan Imme

Chief Digital Officer bei der VW-Finanztocher Volkswagen Financial Services.

(Foto: Volkswagen)

Bonn Konditioniert von Amazon und Co. erwarten Kunden aller Altersklassen auch beim Autokauf und der Nutzung ihres fahrbaren Untersatzes reibungslose Prozesse über diverse digitale Kanäle hinweg.

Einer, der an dieser Schnittstelle arbeitet, ist Stefan Imme. Er ist bei Volkswagen Financial Services (VWFS) Chief Digital Officer und beschreibt seine Arbeit so: „Der Job meines Teams und von mir ist es, unsere Produkt- und Servicepalette auch digital verfügbar zu machen und sie mit weiteren digitalen Mobilitätsprodukten wie zum Beispiel Payment, Mobile Parking, Charging & Fueling zu kombinieren.“

VWFS ist die Leasing- und Finanzierungstochter des Wolfsburger Autokonzerns, die sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen zusätzlichen Ertragsbringer neben den klassischen Automarken entwickelt hat.

Gemeinsam mit seinem Team hat Imme sich vorgenommen, dass bis 2025 unter anderem 2,5 Millionen Neuverträge pro Jahr online abgeschlossen werden. Dazu gehören Dienstleistungsverträge wie für Wartung und Inspektion, Versicherungen sowie der komplette Prozess von Fahrzeugfinanzierung bis Leasingvertrag – für Privat-, Flotten- und Gewerbekunden.

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    Immes langfristige Vision: „Ganz eindeutig: Wir müssen ‚digitaler‘ und ‚datengetriebener‘ werden – als Unternehmen, als Konzern und als Land. Dazu möchte ich einen Beitrag leisten.“ Der Topmanager spricht oft von „wir“ und ist offensichtlich ein leidenschaftlicher Teamplayer. „Wichtige Ergebnisse werden immer in Teams erarbeitet, insofern spreche ich lieber von ‚unseren‘ statt von ‚meinen‘ Ergebnissen“, so Imme im Gespräch.

    Seine Arbeit als CDO macht er in den Augen der Vordenker-Jury so gut, dass sie Imme gerade aufgenommen hat als neues Mitglied in die Vordenker-Community, eine Initiative des Handelsblatts und der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG). „In seiner Funktion treibt Stefan Imme die Digitalisierung stark voran und hat in diesem Kontext Vordenkertum bewiesen“, so das Urteil der Jurymitglieder.

    Im Interview spricht der Manager über Kinderträume, über Charaktereigenschaften, die eine Führungskraft braucht – und seine Vorstellung von gelungenem Leadership.

    Herr Imme, wissen Sie noch, was Sie werden wollten, als Sie klein waren?
    Meiner Erinnerung nach hat sich das sehr oft geändert. Von Kranführer bis Astronaut war so ziemlich alles dabei.

    Ihr Titel bei Volkswagen Financial Services lautet „Chief Digital Officer“ können Sie uns Ihren Job beschreiben, ohne die Marketingsprache Ihres Unternehmens zu nutzen?
    Mit unseren Dienstleistungen können Kunden Fahrzeuge von Volkswagen, Audi, Seat und Skoda mieten, leasen, finanzieren und versichern. Bislang waren diese Dienstleistungen überwiegend „offline“ im Autohandel abschließbar. Der Job meines Teams und von mir ist es nun, unsere Produkt- und Servicepalette auch digital verfügbar zu machen und sie mit weiteren digitalen Mobilitätsprodukten wie zum Beispiel Payment, Mobile Parking, Charging & Fueling zu kombinieren.

    Wie definieren Sie ein erfolgreiches Unternehmen? Ist es nur finanzieller Erfolg, oder gibt es auch andere Faktoren, die eine Rolle spielen?
    Es mag unromantisch klingen, aber ich sehe nachhaltigen finanziellen Erfolg schon als wesentlichen Erfolgsfaktor.

    „Wichtige Ergebnisse werden immer in Teams erarbeitet“

    Gibt es Charakterzüge, die für eine Führungsposition unabdingbar sind?
    Sicherlich einige. Für mich persönlich gehören Unternehmertum, Gestaltungswille und ein hohes Maß an Veränderungsbereitschaft dazu.

    Ein Satz, den eine gute Führungskraft niemals sagen würde ...?
    „Das geht nicht“ – das gilt aber nicht nur für Führungskräfte (lacht).

    Bitte ergänzen Sie den Satz: In Konfliktsituationen bin ich …
    Anders: … habe ich den Anspruch an mich, alle Perspektiven einzunehmen, zu verstehen und dann dennoch eine objektiv richtige Entscheidung zu treffen – auch wenn diese gelegentlich schmerzt.

    Was waren Ihre wichtigsten drei (Arbeits-)Ergebnisse der letzten drei Jahre?
    Wichtige Ergebnisse werden immer in Teams erarbeitet, insofern spreche ich lieber von „unseren“ statt von „meinen“ Ergebnissen. Und zwar erstens, ein Spitzenteam aus IT und Business aufzubauen. Zweitens, die Relevanz für Kunden zu erhöhen, das heißt den Onlinevertrieb unserer Produkte herzustellen. Und drittens, die gefundenen Lösungen nachhaltig und international skalierbar zu machen.

    In den nächsten drei Jahren: Was wollen Sie lernen, was Sie heute noch nicht können?
    Die Unzufriedenheit von heute ist ja bekanntlich der Antrieb von morgen, das gilt auch für mich – folglich gibt es da natürlich ein großes Lernpotenzial. Die drängendste Aufgabe ist sicher die, als Team und als Unternehmen relevante Veränderungen noch schneller und vor allem noch wirkungsvoller implementieren zu können.

    Was ist Ihr langfristiges Ziel beziehungsweise Ihre Vision?
    Ganz eindeutig: Wir müssen „digitaler“ und „datengetriebener“ werden – als Unternehmen, als Konzern und als Land. Dazu möchte ich einen Beitrag leisten.

    Wenn Sie ein Buch schreiben müssten: Wovon würde es handeln?
    Das wäre ein Sachbuch über die Frage, warum Länder wie Estland, Dänemark oder Schweden digital so viel weiter sind als Deutschland und was zu tun ist, um in den nächsten 24 Monaten in die digitale Weltspitze aufzurücken.

    Wenn ich mich bei Ihren Freunden erkundigen würde: Für welche alternativen Karriereoptionen wären Sie geeignet?
    Ich denke, dass der eine oder andere „Unternehmer“ antworten würde.

    Herr Imme, vielen Dank für das Interview.

    Mehr: Vordenker*innen des Jahres 2020. Das sind die Macherinnen und Macher der nächsten Generation.

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