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Vordenker

Vordenker*innen des Jahres 2020 Das sind die Macherinnen und Macher der nächsten Generation

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Vordenker*Innen 21-30

Verena Pausder

Gründerin Verena Pausder verlässt die Haba Digitalwerkstätten

(Credit: privat)

Die Jury ist überzeugt: „Als Vorständin der Digitale Bildung für alle e. V. ist Verena Pausder maßgeblich für den schulischen Erfolg vieler Schülerinnen und Schüler verantwortlich, denn sie stellt die Weichen, damit diese Kinder auch in schwierigen Zeiten den Zugang zu Bildung nicht verlieren.“

Gleichzeitig setzt sich die 41-jährige Unternehmerin und Mehrfachgründerin (Fox & Sheep, Haba Digitalwerkstätten) mit der Initiative „Stayonboard“ für die rechtliche Möglichkeit ein, dass Vorstände und Vorständinnen auch Elternzeit und weitere Auszeiten nehmen können. Pausder gilt als eine der einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft.

Johannes Reck

(Credit: GetYourGuide)

(Credit: GetYourGuide)

In seiner Funktion als Co-Founder und CEO von Getyourguide hat Johannes Reck ein erfolgreiches Krisenmanagement unter Beweis gestellt, indem er sichergestellt hat, dass sein Unternehmen agil bleibt und schnell auf Krisensituationen reagieren kann. Das Berliner Start-up wurde 2009 gegründet und vermittelt Reiseerlebnisse – ein Geschäft, das mit den weltweiten Grenzschließungen fast gänzlich zum Erliegen gekommen ist.

Doch die Kasse von Getyourguide ist gut gefüllt. Denn anders als traditionsreiche Reiseunternehmen wie Tui und Condor, die schnell ins Taumeln gerieten, finanziert die Firma ihr Tagesgeschäft zu einem großen Teil nicht aus den täglichen Umsätzen, sondern aus der eigenen Geldreserve. Stolze 484 Millionen Dollar hat Gründer Reck erst vor einem Jahr von Investoren wie Softbank bekommen.

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    Reck studierte Biochemie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich sowie an der Universität Heidelberg und an der Harvard University (USA). Nach dem Studium und vor seiner Zeit bei GetYourGuide machte der Gründer einen kurzen Zwischenstopp als Visiting Associate bei der Boston Consulting Group.

    Dominik Richter

    (Credit: Hello Fresh)

    (Credit: Hello Fresh)

    „In seiner Funktion als Founder und CEO von Hello Fresh hat Dominik Richter die Corona-Krise genutzt und das Konzept gemäß dem Leitgedanken „Social Distancing“ erfolgreich angepasst. Durch die Lieferung von Kochboxen direkt an die Haustür hat der Jungunternehmer Vordenkertum bewiesen“, ist die Jury überzeugt. Damit werden Kontakte und die Ausbreitung der Pandemie reduziert.

    Das 2011 gegründete Start-up ist inzwischen an der Börse mehr Wert als die Lufthansa. Im Mai hat der 32-jährige Richter sogar 1000 neue Mitarbeiter eingestellt – und expandiert weiter.

    Steffen Roser

    (Credit: Fresenius Kabi Deutschland)

    (Credit: Fresenius Kabi Deutschland)

    „In seiner Funktion als CFO von Fresenius Kabi Deutschland hat Steffen Roser früh verstanden, dass die Corona-Pandemie einen deutlichen Einfluss auf das Produktportfolio des Gesundheitskonzerns haben wird. Innerhalb kürzester Zeit wurde die Produktion so eingestellt, dass sie der Nachfrage gerecht werden kann“, so das Urteil der Vordenker-Jury.

    Der Dax-Konzern Fresenius ist im Gesundheitsmarkt breit aufgestellt: Neben der ebenfalls im Dax notierten Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) ist das Unternehmen mit Fresenius Kabi im Bereich Infusionen und Flüssigmedikamente tätig. Zum Konzern gehört auch der Klinikkonzern Fresenius Helios mit Geschäft in Deutschland und Spanien. Außerdem ist Fresenius mit Vamed im Bereich Krankenhausdienstleistungen aktiv.

    Veronika Schweighart

    (Credit: privat)

    (Credit: privat)

    In ihrer Funktion als Co-Founder und COO des Münchner Softwareunternehmens Climedo hat Veronika Schweighart bereits zu Beginn der Corona-Pandemie eine webbasierte Plattform für klinische Datenerhebung in Verbindung mit Patiententagebüchern kostenlos Praxen, Kliniken, Forschungsinstituten und gemeinnützigen Organisationen, die zu Covid-19 forschen, zur Verfügung gestellt. Das überzeugte die Vordenker-Jury.

    Schweighart gründete die Medizin-IT-Firma Climedo 2017 gemeinsam mit ihren zwei ehemaligen Kommilitonen Sascha Ritz und Dragan Mileski. Ihr Ziel: Mit Hilfe digitaler Technologien einen gesellschaftlichen Mehrwert schaffen. Konkret entwickeln die Jungunternehmer eine intelligente Forschungsplattform für die schnellere Einführung moderner Krebstherapien, die bereits in großen deutschen Unikliniken wie der Charité in Berlin zum Einsatz kommt.

    Björn Seibert

    (Credit: European Comission)

    (Credit: European Comission)

    Auch Ursula von der Leyens Kabinettschef Björn Seibert gehört nun zum neuen Vordenker-Jahrgang 2020. In der Begründung der Jury heißt es: „In seiner Funktion als Transition-Manager und Stabschef der Präsidentin der Europäischen Kommission hat Seibert im Zuge der Corona-Pandemie Vordenkertum bewiesen.“

    Seibert gilt als strategischer Kopf und Koordinator der Interventionen von EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen – der ersten Frau, die es an die Spitze der EU-Kommission geschafft hat.

    Philippa Sigl-Glöckner

    (Credit: privat)

    (Credit: privat)

    „In ihrer Funktion als persönliche Referentin von Staatssekretär Wolfgang Schmidt im Bundesfinanzministerium hat Philippa Sigl-Glöckner im Zuge der Fragestellung, wie der Staat monetär in einer Pandemie-Situation helfen kann, Vordenkertum bewiesen“, ist die Jury überzeugt.

    Sigl-Glöckner –ehemals Beraterin des liberianischen Finanzministers – begann ihre Karriere nach ihrem Studium in Oxford (Philosophie, Politik und Wirtschaft) bei der Weltbank. Das führte sie in die Tony Blair Africa Governance Initiative und von dort in die Deutsche Bundesbank sowie später ins Finanzministerium. 2018 gründete sie den Thinktank Dezernat Zukunft und wird in der Forbes „30 under 30 Europe“ Liste geführt.

    Léa Steinacker

    Quelle: Frank Beer
    (Foto: Frank Beer)

    Überzeugt hat die Jury auch die 31-jährige Léa Steinacker. In der Begründung heißt es: „In ihrer Funktion als Chief Strategy Officer der Digital-Plattform ada (Handelsblatt Media Group) hat sie mit einem klaren Fokus auf die digitale Transformation sowohl vor als auch während der Pandemie berichtet und Vordenkertum bewiesen.“

    Bis Dezember 2018 war Steinacker als Chief Innovation Officer der „Wirtschaftswoche“ tätig und schrieb zuvor als Digital Scout eine Kolumne über die Wechselwirkung zwischen Mensch, Technologie und Ökonomie. Das US-Magazin „Forbes“ ehrte sie 2018 als „30 Under 30“ in Europa und das „Medium Magazin“ als „Top 30 bis 30 Nachwuchstalent“ des Jahres 2018.

    Vor ihrer Zeit bei der Handelsblatt Media Group war Steinacker unter anderem mit Menschenrechtsorganisationen in Bosnien-Herzegowina, Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo. Aufgewachsen in Deutschland, Australien und Wales studierte sie Internationale Beziehungen an der Universität Princeton sowie Public Policy und Digitale Medien an der Harvard Kennedy School of Government in den USA.

    Daniel Terzenbach

    (Foto: dpa)

    (Foto: dpa)

    Zum neuen Vordenker-Jahrgang 2020 zählt nun auch Daniel Terzenbach. Die Jury ist überzeugt: „In seiner Funktion als Mitglied des Vorstands der Bundesagentur für Arbeit war er operativ für 250 Arbeitsagenturen verantwortlich, die in der Coronakrise mit der Bearbeitung der Anträge auf Kurzarbeitergeld beschäftigt waren.“ Der 39-Jährige ist seit 2019 im Vorstand der Bundesagentur und gilt als der Manager des Lockdowns.

    Terzenbach studierte in Dortmund Social Management und startete seine Karriere im Jobcenter im Märkischen Kreis – er ist damit das einzige Eigengewächs der Bundesagentur für Arbeit.

    Unsere Leerstelle

    Den 30. Platz möchten wir symbolisch allen Personen widmen, die während der Corona-Pandemie einen großen gesellschaftlichen Beitrag geleistet haben, aber aus unterschiedlichsten Gründen nicht im Rampenlicht stehen.

    So soll an dieser Stelle eine Leerstelle bleiben für Vordenker und Vordenkerinnen aus marginalisierten und weniger privilegierten Gruppen, die nicht gefüllt wird. Nicht, weil kein weiterer Vordenker eine Bühne erhalten soll, sondern weil wir damit kennzeichnen wollen, dass noch viel mehr Menschen Repräsentation und Sichtbarkeit verdienen.

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