Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Vorschau Blechschäden und neues Apple TV: Die Firmenereignisse der Woche

Die Automesse IAA setzt in der anstehenden Woche die Themen der Wirtschaft. Konkurrenz kommt allenfalls vom iPhone-Hersteller aus Cupertino.
Kommentieren
Statt annähernd 1000 Aussteller wie vor zwei Jahren reisen diesmal nur noch 800 an. Quelle: dpa
IAA in Frankfurt

Statt annähernd 1000 Aussteller wie vor zwei Jahren reisen diesmal nur noch 800 an.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Ab Montag mühen sich die Autohersteller – trotz Dieselskandal und Absatzkrise – auf der Frankfurter IAA um reichlich Glanz, am Samstag könnte er in einem Protestzug untergehen. Doch auch zwischendurch gibt es Spannendes. 


Montag, 11.30 Uhr: Autoschau IAA poliert sich gegen die Krise

Lust auf kunstvoll geschwungenes Blech? Chromblitzende Karossen? Mächtiges unter der Motorhaube? Schon drei Tage vor der 68. Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA), die am 12. September in Frankfurt beginnt, will der Verband der Automobilindustrie (VDA) für das Hochamt der PS-Schau die Glocken läuten.

Lesen Sie auch:

Gegen Sonnenuntergang lädt Volkswagen zur „Media Night IAA 2019“, um sein Elektroauto ID.3 in einer Weltpremiere vorzuführen. Wer am Morgen danach wieder fit ist, darf sich ab 8.30 Uhr auf diversen Pressekonferenzen über die Erfolge von BMW, Opel, Mercedes, Audi oder Porsche berichten lassen.

Viel Glanz, hinter dem sich buchstäblich ein Blechschaden versteckt. Abgas-Betrügereien haben die Autobauer in Verruf gebracht, Handelsbeschränkungen drücken die Margen, Diskussionen um die Antriebsart der Zukunft verunsichern die Kundschaft.

Die Frankfurter Autoschau bekommt dies hautnah zu spüren. Statt annähernd 1000 Aussteller wie vor zwei Jahren reisen diesmal nur noch 800 an. Toyota, Nissan, Mazda, Mitsubishi, Peugeot, Citroën oder Volvo haben abgesagt. Auch die Zahl der Besucher schwindet. Wer sich über die Zukunft der Mobilität informieren will, ist inzwischen bei den einschlägigen Computermessen besser aufgehoben.


Dienstag, 10.30 Uhr: Shopping für den Wohlstand

Wer den Neuwagenkauf hinauszögert, kann es mit dem Ersparten in der Fußgängerzone anschließend krachen lassen. Diese Haltung teilen in Deutschland derzeit offenbar viele. Was das für den heimischen Einzelhandel bedeutet, wird am Dienstag der Handelsverband Deutschland (HDE) in Düsseldorf auf seiner Herbst-Pressekonferenz erläutern.

In einer Branchenumfrage hat HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth die Stimmung seiner Mitgliedsfirmen ergründen lassen, doch die Ergebnisse dürften kaum überraschen: Die positive Lage auf dem Arbeitsmarkt, der sich bislang von der Konjunktureintrübung abkoppeln konnte, hält die privaten Konsum auf hohem Niveau.

Das HDE-Konsumbarometer, das die Anschaffungsneigung der Verbraucher misst, machte im September sogar noch einmal einen Sprung nach oben. Deutschlands Einzelhandel fällt damit eine Rolle zu, die ihm in den vergangenen Jahren eher fremd war: Zunehmend wird er zu einer Stütze für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung.

 Dienstag, 19 Uhr: Gerüchte um neues Apple TV

Der für den kommenden Dienstag im kalifornischen Cupertino angekündigte Neuheiten-Event von Apple könnte für eine Überraschung sorgen. Nicht, weil Experten ein Nachfolgemodell des iPhone X erwarten (über das iPhone 11 wird bereits reichlich berichtet), sondern weil sich Neues für den Fernsehbereich anzubahnen scheint.

Das jedenfalls postete vor wenigen Tagen der Twitter-Nutzer „@never_released“, dessen Meldungen über neue Apple-Produkte zuletzt eine hohe Verlässlichkeit besaßen. Der Milliardenkonzern aus Cupertino, hieß es nun, wolle eine neue Version des Apple TV präsentieren.

Mit der zigarettenschachtelgroßen Setup-Box, die seit 2017 in vierter Generation vertrieben wird, lassen sich Film-Bibliotheken und Pay-TV-Sender anschauen, digitale Musiksender streamen oder iPhone-Anwendungen auf den Fernseher übertragen. In der Vergangenheit präsentierte Apple dazu alle zwei Jahre ein neues Modell. Vielleicht hat „@never_released“ also nur nachgerechnet.

Donnerstag, 9 Uhr: Gen-Sojabohnen vor Gericht

Ginge es nach der Europäischen Kommission, hätte es diesen Gerichtsprozess erst gar nicht gegeben. Die Auswirkungen gentechnisch veränderter Organismen auf die menschliche Gesundheit seien kein Umweltthema, hatte Brüssel bekundet. Ein solches aber müsse vorliegen, damit Nichtregierungsorganisationen (NGO) einen Anspruch auf interne Überprüfung erhalten.

Dass Test Biotech trotzdem vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH) ziehen konnte, wo am Donnerstag über die Zulassung einer Gen-Sojabohne von Monsanto entschieden werden soll, verdankt die NGO einem weiteren Richterspruch aus Luxemburg. Gentechnisch veränderte Organismen gehörten bei ihrem Anbau „grundsätzlich zur natürlichen Umgebung“, hatte der EuGH die Kommission zuvor belehrt, seien daher „regelmäßig Teil der Umwelt“.
Nun könnte Brüssel eine weitere Niederlage erwarten. 2012 hatte die EU-Kommission Monsantos Gen-Sojabohne eine Zulassung erteilt, was die Kläger seither anfechten. Gesundheitliche Risiken seien vor der Zulassung nicht ausreichend geprüft worden, glauben sie. Fraglich bleibt nur, ob nun ausgerechnet Richtern eine fundierte Lebensmittelprüfung gelingt.


Samstag, 7.30 Uhr: Zehn Euro Bußgeld für den Auto-Protest

Als wäre die IAA durch Dieselskandal und Ausstellerrückgang nicht schon gebeutelt genug, kassiert sie an ihrem erster Publikumstag einen öffentlichen Protest in Frankfurt. Sechs Umweltverbände, darunter BUND, Greenpeace und die Deutsche Umwelthilfe, organisieren an diesem Tag eine Fahrrad-Sternfahrt, um der Forderung nach einer Verkehrswende Nachdruck zu verleihen.

Nicht nur Kundgebungen sind geplant, auch ziviler Ungehorsam. Einen Teil der Strecke, so haben sie angekündigt, wollen die Radler bei ihrer Sternfahrt über Autobahnen zurücklegen. Die Öko-Aktivisten riskieren damit persönliche Opfer. Die Staatsmacht könnte sie dafür mit einem Bußgeld von zehn Euro belegen.

Mehr: Das fahrerlose Auto der Zukunft wird ein zentrales Thema der IAA. Die Google-Schwester hat sich dabei eine Sonderrolle gesichert. Waymos Vorstoß hat eine neue Qualität.

Startseite

0 Kommentare zu "Vorschau: Blechschäden und neues Apple TV: Die Firmenereignisse der Woche"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote