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Vorschau Flixbus-Duell und Bauernaufstand: Die Firmen-Ereignisse der Woche

BMW und Blablacar wollen die Mobilität revolutionieren – und Fedex fährt in die Bredouille. Diese Ereignisse bewegen kommende Woche die Unternehmen.
23.06.2019 - 13:01 Uhr Kommentieren
Die Franzosen wollen es mit dem deutschen Marktführer aufnehmen. Quelle: Montage: Getty Images/View Stock RM, Blabla Bus, Denis ALLARD/REA/laif
Flixbus gegen Blablabus

Die Franzosen wollen es mit dem deutschen Marktführer aufnehmen.

(Foto: Montage: Getty Images/View Stock RM, Blabla Bus, Denis ALLARD/REA/laif)

Düsseldorf Deutsche Kleinbauern eint in der kommenden Woche eine Gemeinsamkeit mit dem amerikanischen Paketriesen Fedex und dem Münchener Autobauer BMW: Jeder von ihnen sucht in den nächsten Tagen einen verzweifelten Ausbruch aus der Defensive. Doch es gibt auch mutige Angreifer.

Montag: 99 Cent gegen das Fernbus-Monopol

Postbus, Meinfernbus, Megabus, Eurolines – sie alle versuchten sich im Wettbewerb gegen Marktführer Flixbus, um am Ende genau von diesem geschluckt zu werden. Dem Quasimonopolisten mit seinen grünen Bussen, der in Deutschland mehr als 90 Prozent Marktanteil im Fernreiseverkehr besitzt, soll es nun von Frankreich aus an den Kragen gehen.

Diesen Montag startet die Mitfahrzentrale Blablacar in der Bundesrepublik ein Konkurrenzangebot – und lockt mit Kampfpreisen von 99 Cent. 17 deutsche Städte nehmen die roten Buslinien zunächst ins Angebot, darunter Hamburg, Düsseldorf, Berlin und Frankfurt. Bis Jahresende, so eine Sprecherin, soll das Angebot weiter ausgebaut werden.

Wie Flixbus schließt Blablacar Verträge mit regionalen Busgesellschaften, die anschließend in seinem Auftrag fahren. In Frankreich hat die Gesellschaft zudem Ende 2018 den Fernbusbetreiber Ouibus von der Staatsbahn SNCF übernommen.

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    Dem drolligen Markennamen zum Trotz sind die Expansionspläne des Pariser Unternehmens keineswegs nur Blabla. Mit einem Firmenwert von geschätzt 1,6 Milliarden Euro gilt die Muttergesellschaft Comuto als Europas teuerstes Start-up der Sharing-Economy.

    Dienstag, 9.30 Uhr: BMW-Chef buhlt mit Hashtag um Vertragsverlängerung

    Schmieröl? Diesel? Feinstaub? Doch nicht bei BMW! Wenn Dienstag am Münchener Firmensitz erstmals die „Nextgen“ startet, die selbstredend nicht ohne einen hippen Hashtag vorm Veranstaltungsnamen auskommt, soll daraus eine „Plattform für Künstler, Designer und Tech-Interessierte aus der ganzen Welt“ werden. So erzählt es die Eigenwerbung. Auf der „#NEXTgen“, kündigen die Bayern an, gehe es um „mutige Visionen für die Zukunft der Mobilität“.

    Übertragen via öffentlichem Livestream, will der Autobauer präsentieren, was ihm Neues zu Themen wie autonomem Fahren oder Elektrifizierung eingefallen ist. Staunen sollen darüber Journalisten, Analysten und Influencer.

    Werbung macht Vorstandschef Harald Krüger dabei nicht zuletzt für sich selbst. Der 53-Jährige gilt wegen enttäuschender Renditen und eines eingebrochenen Aktienkurses im Kreis der Großaktionäre als angezählt. Noch immer ist nicht entschieden, ob sein Vertrag über den Mai 2020 hinaus verlängert wird.

    Dienstag, 22 Uhr: Fedex in den Mühlen der Weltpolitik

    Der Jahresbericht des US-Expressriesen Fedex, so ist zu befürchten, könnte am Dienstag zum Schadensbericht werden. Denn wie es scheint, läuft derzeit beinahe alles gegen den DHL-Konkurrenten aus Memphis, Tennessee. 

    Selbst in den Mühlen der internationalen Politik hat sich der Logistiker verfangen. Nachdem er Pakete für den Mobilfunker Huawei nicht in Asien, sondern in den USA abgeliefert hat, ermitteln die Behörden in Peking gegen den US-Konzern – wohl auch als Retourkutsche auf Donald Trumps Anweisung, den chinesischen Telekomriesen Huawei auf eine „schwarze Liste“ zu setzen.

    Erschwerend kommt hinzu, dass Fedex die Luftfrachtverträge mit Amazon verlieren wird. Der weltgrößte Onlineversender will die Beförderung demnächst bevorzugt selbst übernehmen und baut im Bundesstaat Kentucky einen eigenen Frachtflughafen auf.

    Das angekündigte Zahlenwerk wirft bereits dunkle Schatten voraus: Die Analysten von Credit Suisse schraubten ihre Kurserwartung vor Bekanntgabe der Jahreszahlen vorsichtshalber um ein Viertel nach unten.

    Mittwoch, 13 Uhr: Bauernaufstand in Schkeuditz

    Dass Deutschlands Junglandwirten angesichts öffentlicher Proteste gegen ihre Zunft der Kragen platzt, soll am Mittwoch die Öffentlichkeit erfahren, und zwar auf dem Deutschen Bauerntag in Schkeuditz.

    „Raus aus der Defensive“: Das haben sie sich auf ihre Fahnen geschrieben. Schließlich leiste man mit der täglichen Arbeit einen Mehrwert für die Gesellschaft – etwa durch den Erhalt von Kulturlandschaften, Landschaftspflege sowie die „Förderung der Biodiversität“.

    Man würde es gern glauben, wären da nicht der fragwürdige Einsatz des Pflanzenschutzmittels Glyphosat, das Bienensterben durch Pestizide, millionenfaches Kükenschreddern und übermäßige Nitratbelastungen des Grundwassers durch die Gülledüngung.

    Schon im Vorfeld des Bauerntags zeigt sich der stellvertretende Bundesvorsitzende beim Bund der Deutschen Landjugend (BDL) kampfbereit. „Um das Vertrauen der Gesellschaft zurückzugewinnen“, sagte Stefan Schmidt, „müssen wir agieren und nicht reagieren.“ Verbraucher und Tierschützer würden es begrüßen.

    Freitag, 9 Uhr: VW-Brummis rollen aufs Börsenparkett

    Läuft alles wie geplant, läutet am Freitag erstmals die Börsenglocke für Volkswagens Lkw-Ableger Traton. Die Konzerntochter, hinter der sich Marken wie Scania, MAN und eine brasilianische VW-Lastwagenproduktion verbergen, könnte durch die Fahrt aufs Parkett bis zu 1,9 Milliarden Euro für den Wolfsburger Konzern erlösen.

    Noch aber läuft neben dem Bookbuilding eine Roadshow, mit der Volkswagen Investoren für seine Lkw-Sparte begeistern will. Schließlich möchte man bei der genannten Spanne von 27 bis 33 Euro gerne am oberen Ende landen, wenn es dann losgeht.

    Der Schritt, mit dem der Autokonzern den von Ferdinand Piëch hinterlassenen Markendschungel lichten will, bleibt allerdings halbherzig. Maximal 11,5 Prozent der Aktien sollen zunächst in den Streubesitz wechseln, und auch mittelfristig werden es nicht mehr als 24,9 Prozent. Kurzum: Die Fremdinvestoren sollen zwar zahlen, aber bitte schön nicht mitreden.

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