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Vorschau H&M-Verwandlung und Abschminken bei Douglas: Die Firmenereignisse der Woche

Prominente Konsumanbieter müssen in dieser Woche Farbe bekennen. Beim Waffenhersteller Heckler & Koch könnte es zu einem Machtkampf kommen.
15.12.2019 - 10:49 Uhr Kommentieren
Ob der krampfhafte Imagewandel im abgelaufenen Geschäftsjahr die Wende brachte, wird am Montag zu besichtigen sein. Quelle: Bloomberg
Filiale von H&M in Wien

Ob der krampfhafte Imagewandel im abgelaufenen Geschäftsjahr die Wende brachte, wird am Montag zu besichtigen sein.

(Foto: Bloomberg)

Düsseldorf Hennes & Mauritz, Media-Saturn, Douglas und Tom Tailor äußern sich in den kommenden Tagen zum Geschäft. Zudem droht beim Waffenhersteller Heckler & Koch ein Shoot-out in der Aktionärsversammlung.

Montag, 8 Uhr: Krampfhafter Imagewechsel bei H&M

Jetzt versuchen es die Schweden sogar mit einem Kleiderverleih. In einem Stockholmer Flagship-Store borgt H&M erstmalig Mäntel und Hosen, damit, so die Eigenwerbung, „Kundinnen in ihren bevorzugten Kleidern nachhaltig glänzen können“.

In Berlin-Mitte lockt der Mode-Billiganbieter seit Ende Oktober mit einem „hyperlokalen Flaggschiff“, in dem Socken und Kosmetik von Kleinanbieter der Hauptstadt über den Ladentisch gehen. Dort gibt es ebenfalls ein Café – selbstredend vegetarisch –, eine Abteilung für Vintage-Designermode oder – wie passend! – Veranstaltungen zum Thema „Mindset Change“.

Die Neuerungen sollen die Kette raus aus der Krise führen. Denn mit einem Sortiment, das an den Wünschen der Modekäufer vorbeiging, fragwürdigen Vernichtungsaktionen von Neuware und Werbeentgleisungen verloren die Schweden das Vertrauen ihrer Kundschaft. Zwischen 2015 und 2018 halbierte sich der Gewinn.

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    Ob der krampfhafte Imagewandel im abgelaufenen Geschäftsjahr die Wende brachte, wird am Montag zu besichtigen sein. An diesem Tag werden die Schweden die Umsatzzahlen für 2019 berichten.

    Dienstag, 7 Uhr: Wette gegen Media-Saturn

    Auf diese Kunden hätte die Media-Saturn-Muttergesellschaft Ceconomy wohl gerne verzichtet: Leerverkäufer. Insbesondere die Hedgefonds Greenvale Capital und Marshall Wace hatten mit Short-Positionen zuletzt darauf gewettet, dass bei dem Düsseldorfer Elektronikhändler die Kurse einbrechen. Tatsächlich fielen sie bis Anfang Dezember auf den tiefsten Stand seit Februar. Nun ist ein erstes Aufatmen aus der Chefetage zu vernehmen: Greenvale hat aufgegeben und seine Position auf unter 0,5 Prozent reduziert. Prompt hat der Aktienkurs in der vergangenen Woche wieder deutlich zugelegt.

    Doch die Baustellen bleiben: Unzureichende Umsätze im Onlinegeschäft, fast doppelt so große Flächen in den Fachmärkten wie benötigt, fehlende Einkaufsatmosphäre – die Liste der Versäumnisse ist lang. Zudem verhinderten Querelen und Abtritte im Management, dass bei der ehemaligen Metro-Tochter hart durchgegriffen wurde.

    Wenn die Media-Saturn-Mutter am Dienstag ihre Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentiert, dürfte die Stimmung getrübt bleiben. Bei einer Umsatzmarge von 1,7 Prozent, wie sie Analysten erwarten, dürfte kaum mehr als ein Gewinn je Aktie von 45 Cent herausspringen. Geiz ist geil – nur eben nicht für Aktionäre.

    Mittwoch, 8 Uhr: Douglas bekennt Farbe

    Die Erwartungen sind hoch, nicht zuletzt wegen des Marktgeschreis, das die seit zwei Jahren amtierende Douglas-Chefin Tina Müller um die Düsseldorfer Parfümeriekette veranstaltet. Jüngere Zielgruppen wolle sie ansprechen, gab die 51-Jährige neulich zu Protokoll, sich gegen Online-Rabattschlacht behaupten – und dabei den wachsenden E-Commerce-Anteil mit dem stationären Handel in mehr als 430 deutschen Filialen verquicken.

    Allerhand Ankündigungen. Nur lassen die zahlreichen Abgänge in der Führungsetage von Douglas Zweifel aufkommen, ob dies alles so reibungslos klappt, wie die ehemalige Opel-Marketingchefin behauptet. Von Managementgeschick zeugt jedenfalls kaum, dass Douglas im Onlinegeschäft die eigenen Filialen vielfach preislich unterbietet.

    Am Mittwoch wird Müller die Chance bekommen, solche Bedenken zu zerstreuen. Dann legt das mehrheitlich im Besitz des Finanzinvestors CVC befindliche Unternehmen seine Jahresergebnisse vor.

    Mittwoch, 11 Uhr: Tom Tailor vor frostiger Hauptversammlung

    Der Umsatzrückgang von 8,5 Prozent, den der Hamburger Modeanbieter Mitte November für das Geschäftsjahr 2018 meldete, war nur der Anfang. Auch 2019 werde es noch einmal ein Erlösminus geben, kündigte das Management an.

    Dabei kennzeichneten schon das Vorjahr schwere Verluste. 180 Millionen Euro fehlten zum Ende 2018 in der Gewinn- und Verlustrechnung – hauptsächlich verursacht durch die 2012 hinzugekaufte Tochter Bonita, die man trotz weitreichender Bemühungen auch 2019 nicht los wurde.

    Entsprechend frostig dürfte am Mittwoch die Hauptversammlung in der Handelskammer Hamburg verlaufen. Zumal Tom Tailor, inzwischen im Mehrheitsbesitz des chinesischen Investors Fosun, keineswegs durch übermäßige Transparenz glänzt. Mitte Oktober verhängte das Bundesamt für Justiz sogar ein Ordnungsgeld gegen die Modefirma, weil sie ihren Jahresbericht für 2018 nicht rechtzeitig im Bundesanzeiger veröffentlichte.

    Donnerstag, 9 Uhr: Aktionärsgefecht bei Heckler & Koch

    Auf der außerordentlichen Hauptversammlung des Waffenherstellers Heckler & Koch droht am Donnerstag ein Machtkampf. Während Mehrheitsaktionär Andreas Heeschen auf einen zusätzlichen Sitz im Aufsichtsrat pocht, lehnt der Luxemburger Investor CDE dieses Ansinnen kategorisch ab.

    Auch bei den Arbeitnehmern dürfte Heeschens Drängen schlecht ankommen. Wegen der angespannten Geschäftslage und des hohen Schuldenbergs des Oberndorfer Unternehmens hatten sie sich im Frühjahr zu unbezahlter Mehrarbeit bereiterklärt. 

    Ein zusätzlicher Aufsichtsratsposten, glaubt Minderheitsaktionär CDE, sei den Mitarbeitern allein schon aus finanziellen Gesichtspunkten nicht zu vermitteln. Lieber wolle man mit Martin Heiner Sorg und dem pensionierten Luftwaffengeneral Harald Kujat zwei weitere Aufsichtsräte aus dem Kontrollgremium abwählen lassen.

    Fraglich nur, was die Luxemburger durch ihre Heckenschützen-Attacke erreichen wollen. Ihre gut fünfprozentige Beteiligung an H&K dürfte kaum ausreichen, Mehrheitsaktionär Heeschen in die Flucht zu schlagen.

    Mehr: Ceconomy-Interims-CEO Düttmann und Media-Saturn-Chef Reverter rechnen mit der alten Führung ab. Im Interview erklären sie, was sich in den Läden ändern muss.

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