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Vorschau Streaming-Traum und schärfere Mattscheiben: Die Firmenereignisse der Woche

Mitte kommender Woche offenbart sich, womit die Wirtschaft das Fernsehpublikum umgarnen will. Zudem gibt es Neues von Douglas und der Bahn.
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Im vergangenen Jahr lockte die Messe für Consumer Electronics und Haushaltsgeräte rund 245.000 Besucher, davon mehr als die Hälfte aus dem Ausland, nach Berlin. Quelle: dpa
IFA in Berlin

Im vergangenen Jahr lockte die Messe für Consumer Electronics und Haushaltsgeräte rund 245.000 Besucher, davon mehr als die Hälfte aus dem Ausland, nach Berlin.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Hochgestochene Ziele warten in dieser Woche auf ihre Bestätigung – und das nicht nur in der Medienindustrie. Bei einigen von ihnen überwiegt schon jetzt die Skepsis.

Dienstag, 10 Uhr: Deutsche Bahn mit steilen Zielen und leeren Taschen

Was die Deutsche Bahn im Februar 2018 ankündigte, klang nach einem großen Wurf für die Umwelt. Die komplette Güterwagenflotte von rund 70.000 Waggons werde man in Deutschland bis 2020 mit modernster Telematik und Sensorik ausrüsten, versprach der Staatskonzern. Mit neuester Technik werde man das Transportvolumen von der Straße auf die Schiene zurückholen.

Schon bis Ende 2018 sollte fast ein Drittel davon erledigt sein. Am Dienstag will die Bahntochter DB Cargo über die tatsächlichen Fortschritte berichten. 

Bislang allerdings sieht alles, was dem Lkw-Verkehr Paroli bieten soll, eher nach den bahntypischen Verzögerungen im Betriebsablauf aus. Während sich die Lastwagen-Staus auf der Autobahn unnachgiebig verlängern, stagnierte der Schienenanteil beim deutschen Güterverkehr auch 2018 weiter bei 18 Prozent.

Notwendige Investitionen etwa in eine digital gesteuerte, automatische Kupplung zwischen den Waggons, die das Rangieren erheblich vereinfachen und den Einzelwaggonverkehr wettbewerbsfähiger machen würde, blieben bis heute ein teurer Wunschtraum.

Angesichts der überbordenden Nettofinanzverschuldung von über 25 Milliarden Euro scheinen die Visionen der Bahnmanager weiterhin ambitioniert: Bis 2030, hat der Verkehrsminister dem Staatskonzern zum Ziel gesetzt, soll die Schiene ihren Transportanteil auf 25 bis 30 Prozent ausbauen. Auf die entsprechende DB-Pressekonferenz in elf Jahren darf man gespannt sein.

Donnerstag, 8 Uhr: Douglas sucht nach den richtigen Preisen

Die Präsentation der Quartalszahlen der Parfümeriekette Douglas steht am Donnerstag unter keinem guten Stern. Vor wenigen Tagen quittierte Malika Mansouri ihren Job in Hagen und sorgte damit für Spekulationen. Die ehemalige Rewe- und Metro-Managerin war von Vorstandschefin Tina Müller Anfang 2018 ins Haus geholt worden, um die von Ex-Douglas-Chefin Isabelle Parize angezettelten Preisschlachten zu beenden.

Mansouris Job in Deutschland hat laut „Manager Magazin“ nun der Ex-Obi-Manager Ulf Petersen übernommen, was die Rabattpolitik vermutlich beendet. Aus der Baumarktbranche dürfte er wissen, wie verheerend sich Versprechen wie „20 Prozent auf Alles“ auf den Unternehmenserfolg auswirken können. Zumal Douglas nicht einmal Tiernahrung führt.

Donnerstag, 9 Uhr: Bertelsmann im Rausch der Digitalisierung

Als „sehr vielversprechend“ bezeichnete Bertelsmann-Chef Thomas Rabe vor drei Monaten den Jahresauftakt für den Gütersloher Medienkonzern – auch dank eines üppigen Beitrags der börsennotierten Konzerntochter RTL Group. Am Donnerstag wird er berichten, ob der Markt sein Versprechen eingehalten hat.

Die Erwartungen jedenfalls sind hoch. In den ersten drei Monaten ging es mit dem Konzernumsatz immerhin um 5,4 Prozent nach oben auf 4,2 Milliarden Euro. Zuwachsraten wie diese hatten die Ostwestfalen seit 2008 nicht mehr gesehen.

Die Luxemburger Tochter RTL schafft es offensichtlich, trotz des rückläufigen Werbegeschäfts kräftig zu wachsen. Treiber sind das Digitalgeschäft, vor allem aber die Streaming-Plattform „TV Now“.

Doch ausgerechnet die kommt seit Neuestem unter Beschuss des Erzrivalen Pro Sieben Sat 1. Mit der Plattform „Joyn“ planen die Münchener nichts Geringeres, als Netflix und Amazon Prime die Stirn zu bieten. An den Ergebnissen von „TV Now“, über die RTL in dieser Woche berichten wird, wird man indirekt den Erfolg des wagemutigen Vorstoßes ablesen können.

Donnerstag, 11 Uhr: Schärferes Fernsehen für Messe-Nomaden

Sie startet zwar erst am 6. September, doch schon vorab will die Internationale Funkausstellung, besser bekannt als IFA, am Donnerstag über Marktzahlen und Neuheiten berichten. Im vergangenen Jahr lockte die Messe für Consumer Electronics und Haushaltsgeräte rund 245.000 Besucher, davon mehr als die Hälfte aus dem Ausland, nach Berlin. 1810 Aussteller zeigten ihre Highlights.

In diesem Jahr werden sie voraussichtlich mit noch schärferen TV-Bildschirmen („8K“), Künstlicher Intelligenz, faltbaren Displays, Sprachsteuerung und Anwendungen für den Mobilfunkstandard 5G aufwarten. Was fehlt, ist allein die Technik, die den anstrengenden Marsch durch die weitläufigen Messehallen überflüssig macht.

Freitag: Metro-Last belastet Haniel-Halbjahresbericht

Für Haniel hätte es am Freitag der erste Halbjahresbericht der lang herbeigesehnten Nach-Metro-Ära sein können, nachdem der Duisburger Familienkonzern 55 Jahre mit dem Wohl und Wehe des Düsseldorfer Handelskonzerns aufs Engste verbunden war – und gemeinsam mit ihm in die Krise rutschte.

Doch die rund 680 Familiengesellschafter haben sich offenbar zu früh gefreut. Am 1. August hatten sie zwar schon stolz verkündet, ihr Aktienpaket dem tschechischen Investor Daniel Kretinsky so gut wie übereignet zu haben. Nur im Kleingedruckten verwiesen sie darauf, dass „der Vollzug des Übernahmeangebots (...) verschiedenen Bedingungen“ unterliege.

Dumm nur: Die wichtigste von ihnen, nämlich das Erreichen einer Mindestannahmeschwelle der Metro-Aktien, verfehlte Kretinskys freiwillige Offerte.

Somit bleibt Haniel auf seinen restlichen Metro-Aktien sitzen, die der Clan dem Tschechen eigentlich komplett für 16 Euro das Stück andienen wollte. Aktuell liegt der Kurs der Papiere, die an Haniel kleben bleiben wie Pech, bei enttäuschenden 14,35 Euro.

Mehr: Eine Auswertung des Handelsblatts zeigt, wie stark die Gewinne der Dax-Industrieunternehmen eingebrochen sind. Dabei gingen nur bei einem Konzern die Umsätze zurück.

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