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Vorstandswechsel Warum Chefsessel immer öfter zum Schleudersitz werden

Anleger werden immer ungeduldiger mit ihren Vorstandsvorsitzenden. Beleg dafür sind viele ungeplante Abgänge im ersten Halbjahr 2012. Weil es an qualifizierten Nachfolgern mangelt, stecken die Firmen in einem Dilemma.
10.07.2012 - 15:03 Uhr 1 Kommentar
Hielt die Geschäfte länger in der Hand als gedacht: Deutsche-Bank-Chef Ackermann. Quelle: Reuters

Hielt die Geschäfte länger in der Hand als gedacht: Deutsche-Bank-Chef Ackermann.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Wenn Personalberater an den Chefwechsel bei der Deutschen Bank denken, schlagen sie die Hände über dem Kopf zusammen: eine unendliche Geschichte, die zur Posse verkam.

Dabei war der Abgang des heute 64-jährigen Vorstandschefs Josef Ackermann jahrelang absehbar und durchaus gut planbar. Doch alles lief schief: 2009 brachte sich der gleichaltrige Aufsichtsratschef Clemens Börsig als Nachfolger ins Spiel und scheiterte fulminant. Dann willigte Ackermann ein, bis 2013 zu verlängern.

Die Medien spotteten über den „Krieg der Alphatiere“. Nur in einer Doppelspitze fand sich der Kompromiss: Im Juni traten Anshu Jain und Jürgen Fitschen an. Ackermann selbst verzichtete letztlich auf den umstrittenen Wechsel an die Spitze des Aufsichtsrats. Am Schluss litt durch das ganze Machtgezerre vor allem eines: das Ansehen der Bank.

Wenn ein Chef seinen Sessel räumen muss, ist das immer eine heikle Angelegenheit. Das belegen die zum Teil spektakulären Abgänge der vergangenen sechs Monate. Keine Personalie gleicht der anderen. Mal räumen „Dinosaurier“ wie Ackermann oder RWE-Chef Jürgen Großmann das Feld. Mal beherrscht Tragik die Szene, wie beim Rücktritt des schwerkranken Infineon-Chefs Peter Bauer. Mal dominieren Geschacher und politischer Proporz wie beim Rüstungs- und Luftfahrtkonzern EADS. Hier löste der Westerwälder Thomas Enders den Franzosen Louis Gallois ab.

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    Manche CEOs (Chief Executive Officer) schmissen einfach hin. Die langjährigen Co-Chefs von Blackberry-Hersteller RIM gaben auf, weil ihr Unternehmen in Schieflage geraten war. Beim Modekonzern Esprit kündigten der Chef und sein oberster Aufseher innerhalb von zwei Tagen ihren Abgang an. Aus Sicht der meisten Anleger verlassen sie ein sinkendes Schiff. Kein Wunder, der Aktienkurs brach ein - den scheidenden Chefs vermag das eine gewisse Genugtuung verschaffen.

    Der Alptraum: Auf den Rücktritt folgt ein Kursfeuerwerk
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    1 Kommentar zu "Vorstandswechsel: Warum Chefsessel immer öfter zum Schleudersitz werden"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • So ein Schwachsinnsartikel!! Vor 3 Monaten hiess es noch die Ära Ackermann geht nach 10 Jahren zu Ende.

      Wir sind mittlerweile 7 Mrd. Menschen auf der Erde, es gab noch nie so viele Studierte zuvor und alle wollen die gleiche Karriere machen. Wie soll das funktionieren?

      Wenn die selbstfahrenden Elektro-Autos endlich serienreif werden, dann wird die komplett automatisierte Welt langsam Realität. Ergo arbeiten in jetztiger Form überflüssig - ab in Robääärts Hängematte und das Stahlwerk vom Laptop zu Hause überwachen.

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