Vorsteuergewinn Ackermanns Kampf um das Zehn-Milliarden-Ziel

Noch in diesem Jahr will Deutsche-Bank-Chef Ackermann zehn Milliarden Euro an Vorsteuergewinn einfahren. Es soll die Krönung seiner Zeit an der Spitze des Geldhauses werden. Noch ist unklar, ob sein Ziel erreichbar ist.
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Hat die Zehn-Milliarden-Marke fest im Blick: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann Quelle: dapd

Hat die Zehn-Milliarden-Marke fest im Blick: Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann

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FrankfurtDie Zahl ist so schön rund, dass sie sich gut einprägt: Zehn Milliarden Euro will Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann in diesem Jahr an Vorsteuergewinn erreichen. Ein ehrgeiziges Ziel, sagen Analysten, obwohl die deutsche Nummer eins in den ersten sechs Monaten bereits 5,5 Milliarden Euro erwirtschaftet hat. Am Ende entscheidet das Investment-Banking von Anshu Jain, neben Jürgen Fitschen einer der beiden Ackermann-Nachfolger an der Vorstandsspitze darüber, ob Ackermanns ehrgeiziges Gewinnziel erreichbar ist oder nicht.

Noch ist die Lage im Investment-Banking aber unklar. Deshalb kleben die Märkte an Ackermanns Lippen - wie gestern, als der Schweizer in Zürich vor Investoren sprach. Die angepeilten zehn Milliarden Euro vor Steuern seien zwar noch erreichbar, sagte er. Dafür bedürfe es aber "einer Erholung der europäischen Kapitalmärkte und eines Fortschritts bei einer Lösung für die europäische Schuldenkrise". Entscheidende Sätze in seiner Züricher Präsentation. Wortwörtlich die gleichen wie sie Ackermanns Finanzvorstand Stefan Krause bereits am 26. Juli bei der Präsentation der Zahlen zum zweiten Quartal sagte.

Die Interpretation: "Das kann man auch positiv auslegen, weil die Deutsche Bank noch Chancen sieht, das ehrgeizige Gewinnziel zu erreichen", sagt Analyst Georg Kanders von der WestLB. "Zentral ist jetzt, ob die Aktivität am Anleihemarkt wieder anzieht." In den ersten Septembertagen hat es dafür einige Anzeichen gegeben. Doch noch ist es für die Experten zu früh, um optimistischer zu sein. Die Anleger jedenfalls werteten Ackermanns Worte erst einmal positiv. Die Aktie schloss mit 1,30 Prozent im Plus bei 24,89 Euro.

Gerade im Investment-Banking gilt das Ziel von 6,4 Milliarden Euro Vorsteuergewinn als schwer erreichbar. Ackermann sprach gestern wie Krause vor wenigen Wochen wieder davon, dass sich die Bedingungen im Investment-Banking "materiell" verschlechtert hätten gegenüber der ursprünglichen Planung. Erste Analysten sehen die Gefahr, dass sich die Bank durch die hohen Schwankungen an den Märkten bei Absicherungsgeschäften verrechnet und Verluste erwirtschaftet haben könnte. Noch sind das alles Fragen. Noch gibt es nur Vermutungen.

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6 Kommentare zu "Vorsteuergewinn: Ackermanns Kampf um das Zehn-Milliarden-Ziel"

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  • Na die Krönung ist sicherlich sein Aktienkurs.Ein Fest für jeden Puter und Shorter,aber sonst?

  • Hat der gute Mann den Schuss nicht gehört oder will er ihn nicht hören ?

  • Die orthographischen "Meisterleistungen" (incl. Interpunktion und Syntax) der Kommentare hier, korrespondieren mit dem dümmlichen Inhalt !!!

  • Wieso darf man in heutigen Zeiten noch so unverschämt sein und offen zugeben, dass mit Zockerei auf aller höchsten Niveau Geld gemacht wird ohne dafür von der Gesellschaft mit aller Härte bestraft zu werden? Schau mer doch a mal wie lange sich die Mentalität noch halten kann. Danach wird es heißen: Banker ich? Niemals!
    Meine Hoffnung bleibt nachdem die Herrschaften ihre Zockerei beendet haben nicht in der Steinzeit angekommen zu sein.

  • Die Deutsche Bank strebt einen Rekordgewinn an, gleichzeitig werden die günstigen Bewertungsregeln der Lehmann Krise weiter genutzt, und dazu noch die Risikovorsorge drastisch zurückgefahren. Da werden weiterhin nur Buchgewinne produziert, mit der Hoffnung, dass die Staaten alle Privaten Risikokunden der Banken retten werden. Das könnte für Ackermann noch ein böses erwachen geben.

  • Diese ganze Finanzbranche braucht einmal eine ordentliche rezession mit allem drum und dran. Und so wie es aussieht, wird diese auch kommen. Dann wird ackermann anders reden. Ganz bestimmt.

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