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Premium VW-Patriarch Ferdinand Piëch zum 80. Aus dem Leben eines Kriegers

Ferdinand Piëch hat die moderne Autoindustrie verändert wie kein anderer. Seinen 80. Geburtstag jedoch feiert er nach seinem unrühmlichen Abgang bei Volkswagen jenseits der Öffentlichkeit. Eine kritische Würdigung.
16.04.2017 - 12:57 Uhr
Der Wolfsburger VW-Konzern brauche die „Scharfschützen vorn“. Quelle: dpa
Ferdinand Piëch im Jahr 2014

Der Wolfsburger VW-Konzern brauche die „Scharfschützen vorn“.

(Foto: dpa)

Abgetaucht ist er. Nein, es gibt keine Feier, keine Ehrung, nichts von der üblichen Schönrednerei zum Achtzigsten. Am Ostermontag hält es Ferdinand Karl Piëch – der Mann, der die moderne deutsche Autoindustrie verändert hat wie kein anderer – intim und familiär. Kein Vergleich zum Siebzigsten, als in der Autostadt Wolfsburg, seiner Schöpfung, der Pianist und Musik-Impresario Justus Frantz auftrat. Kein Vergleich zum 75., als der Kabarettist Django Asül im Dresdener Taschenbergpalais über Volkswagen und ihn kalauerte.

Wer die Macht verliert, hat nun mal nichts zu zelebrieren. Und Piëch ist nicht mehr Großaktionär und wahrscheinlich nur noch einige Monate Aufsichtsrat der Porsche SE, der Holding über VW. Manch einer aber sagt am VW-Sitz Wolfsburg, seiner letzten Wirkungsstätte, den einen sentimentalen Satz: „Wir vermissen ihn.“ Bei ihm habe man wenigstens immer eine Entscheidung gehabt, und zwar in 30 Sekunden. Wer also ist der letzte Patron des Mobilitätsgewerbes?

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