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Wenn stete Überlastung das Arbeitsklima vergiftet und Friedfertige zu Fieslingen mutieren Die Kollegen als Blitzableiter

Fast jeder hat mit ihnen schon Bekanntschaft gemacht: Fieslinge in der Firma. Die einen, die einfach so sind wie sie sind, unangenehm auf die eine oder andere Weise. Sie waren schon in der Schule die Unbeliebten, neben denen niemand sitzen wollte.
  • Chris Löwer (Claudia Tödtmann)

Inzwischen mehrt sich jedoch die Zahl der Fieslinge, die mal anders waren. Die erst jetzt, in der heutigen Wirtschaftslage dazu mutieren. Eigentlich Friedfertige und Sympathen legen mittlerweile ungehobelte Umgangsformen an den Tag und schrecken auch vor Boshaftigkeiten nicht zurück.

Der Grund: „Nicht die Menschen verrohen, sondern die Umstände werden rauer. Härtere Arbeitsbedingungen und der Kampf um den Job kitzeln bei vielen die unangenehme Seite heraus – und das völlig branchenunabhängig“, beobachtet Burnout-Experte Eckhart Müller-Timmermann vom Institut für angewandte Psychologie und Pädagogik in Kiel.

Eine zunehmende Vergiftung des Arbeitsklimas sieht auch Management-Autor Stanley Foster Reed. „Ich treffe immer mehr auf Menschen, die ihr Arbeitsleben in einer humorlosen Atmosphäre voller Misstrauen und Konflikte verbringen“, schreibt er in seinem Buch „Kollege Querulant“.

Permanente Überlastung ist Alltag in vielen Unternehmen. „Die Arbeit wird immer mehr verdichtet, es bleibt keinem mehr Zeit zum Verschnaufen und um neue Ideen zu sammeln“, beobachtet Ulrich Schumann, Partner der Personalberatung Boyden in Düsseldorf. Kurz: Der Job als eine riesige Hetze.

Ein erstes Indiz: Die Belastungsgrenze des Einzelnen ist überschritten, wenn selbst die zuverlässigsten Menschen ihre Termine nicht mehr einhalten, Rückrufe nicht mehr schaffen und E-Mails bei ihnen untergehen. „Erreichbarkeit ist ein Indikator, wie beansprucht jemand ist“, weiß Ernst Heilgenthal von der Personalberatung Gemini in Köln.

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