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Wolfgang Eder Voestalpine-Chef soll schon im Sommer Chefaufseher bei Infineon werden

Eckart Sünner gibt sein Amt bei dem Chipkonzern im August ab. Damit ist der Weg für Wolfgang Eder bei Infineon frei. Die Personalie sorgte auch für Kritik.
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Der Stahl-Manager soll den Aufsichtsrats-Chefposten bei Voestalpine übernehmen. Quelle: Reuters
Wolfgang Eder

Der Stahl-Manager soll den Aufsichtsrats-Chefposten bei Voestalpine übernehmen.

(Foto: Reuters)

München Der österreichische Stahl-Manager Wolfgang Eder soll schon im Sommer an die Spitze des Aufsichtsrats von Infineon rücken. Der Rechtsanwalt Eckart Sünner kündigte am Donnerstag auf der Hauptversammlung seinen Rücktritt als Aufsichtsratschef für August an.

Der 66-jährige Eder, der noch bis Anfang Juli an der Spitze des Linzer Stahlkonzerns Voestalpine steht, werde sich dann als sein Nachfolger zur Wahl stellen. Sünner hatte das Amt bei dem Chipkonzern Anfang vergangenen Jahres von Ex-Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber übernommen. Der 74-Jährige erreicht im kommenden Jahr die Altersgrenze.

Eder war im vergangenen Jahr in das Gremium gewählt worden, schon damals mit der Perspektive, „mittelfristig“ an die Spitze des Aufsichtsrats zu rücken. Das hatte Kritik ausgelöst, weil der Österreicher nach rund 15 Jahren als Vorstandschef von Voestalpine auch dort in den Aufsichtsrat rückt und in zwei Jahren dessen Vorsitz übernehmen soll.

Zwei Unternehmen dieser Größe verantwortlich zu beaufsichtigen, sei Ämterhäufung, hatten Aktionärsberater und Fondsmanager kritisiert. Union-Investment-Fondsmanager Markus Golinski sagte auf der Hauptversammlung, er halte Eder als Infineon-Aufsichtsratschef für nicht geeignet. Er hätte sich in dieser Funktion einen Branchenexperten gewünscht.

Noch vor seinem Abschied muss Sünner einen Nachfolger für Infineon-Finanzvorstand Dominik Asam finden, der im April zum Flugzeugbauer Airbus wechselt. Die Suche solle „zügig beendet“ werden, sagte der Aufsichtsratschef am Donnerstag.

Das Gremium habe beschlossen, den Fokus auf weibliche Kandidaten zu legen und auch interne Anwärter zu berücksichtigen. „Infineon braucht jetzt dringend einen neuen Finanzvorstand, damit das hohe Vertrauen, das man sich am Kapitalmarkt erarbeitet hat, auch in wirtschaftlich schwierigeren Zeiten erhalten bleibt“, forderte Fondsmanager Golinski.

  • rtr
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