Sergio Marchionne

Der langjährige Fiat-Chrysler-Chef ist im Alter von 66 Jahren gestorben.

(Foto: Reuters)

Zum Tod des Ex-Fiat-Chrysler-Chefs „Ein Riese zwischen Männern“ – Trauer um Sergio Marchionne

Italien trauert um Sergio Marchionne. Als langjähriger Fiat-Chrysler-Chef habe er dem Land in der Welt zu Ruhm verholfen, twittern Politiker und Unternehmer.
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Rom/DüsseldorfEr war Visionär, harter Verhandlungspartner und „ein Künstler der Industrie“, wie der italienische Filmproduzent Massimo Ferrero den langjährigen Chef von Fiat-Chrysler beschreibt. Sergio Marchionne sei „in den Himmel geflogen, ein wahrer Champion, ein genialer Arbeiter, der die italienische Flagge in der Welt glänzen ließ“, schreibt Ferrero auf Twitter zu Marchionnes Tod. Ein Großer sei gegangen, und Ferrero danke ihm von Herzen.

Marchionne war nach Komplikationen bei einer Operation an der Schulter gestorben, wie Fiat am Mittwochvormittag bestätigte. Der 66-Jährige kämpfte seit einigen Tagen in einer Züricher Klinik um sein Leben.

Manager, Politiker und Privatpersonen aus Italien und der ganzen Welt würdigten den Unternehmer. Darunter ist auch der italienische Regisseur Fabio Manuel Mulas, der Marchionne „enorme unternehmerische Fähigkeiten“ attestierte.

Italiens Ex-Premier Matteo Renzi würdigte Marchionne als wichtigsten Akteur im Wirtschaftsleben der vergangenen 15 Jahre. Er habe mit ihm viele Entscheidungen geteilt, immer diskutiert, manchmal gestritten. „Er schaffte es, Fiat eine Zukunft zu geben, wenn es unmöglich schien.“ Insgesamt 14 Jahre hatte Marchionne an der Spitze des Konzerns gestanden, erst bei Fiat, dann bei dem fusionierten Unternehmen Fiat-Chrysler.

„Eine liebevolle Umarmung“, sendete Renzi außerdem über Twitter an Marchionnes Familie. Ex-Premier Paolo Gentolini twitterte: „Danke für die Arbeit, die Mühe, die Ergebnisse.“ Außerdem dankte er ihm für den italienischen Stolz, den Marchionne in die Welt getragen habe.

Auch Italiens Präsident Sergio Mattarella und Italiens Innenminister Matteo Salvini würdigten Marchionne als Mann, der viel erreicht habe. „Marchionne hat eine wichtige Seite in der Geschichte der italienischen Industrie geschrieben“, sagte Mattarella. Salvini twitterte, er denke auch an Marchionnes Familie und alle, die die Ehre und die Last hätten, seinen Platz nun einzunehmen.

General Claudio Graziano, Chefverteidiger der italienischen Armee, sprach zum Tod von Marchionne eine Beileidsbekundung im Namen aller Streitkräfte aus – auch im Namen der Luftwaffe, der Marine und der Carabinieri.

Ein „ultimatives Beispiel italienischer Exzellenz“, nannte der Chief Operating Officer der Thomson-Reuters-Stiftung den ehemaligen Fiat-Chrysler-Chef.

„Ich kannte Sergio Marchionne und schätzte ihn für seinen Mut und seinen Freigeist, auch, wenn ich nicht alles teilte“, teilte Dario Nardella, Bürgermeister von Florenz, mit: Marchionne habe gegen Vorurteile und ideologische Angriffe gekämpft. Er habe vielen beigebracht, was es heißt, konsequent und innovativ zu sein.

„Sergio Marchionne war ein Beispiel dafür, wie man Geschäfte macht, indem man Innovationen erkennt und eine Zukunft sieht, wo andere nur die Gegenwart sehen“, twitterte EU-Parlamentarier Nicola Danti.

Auch international würdigten Unternehmer den langjährigen Fiat-Chrysler-Chef: „Wir von General Motos drücken Sergio Marchionnes Familie und seinen Freunden unser Beileid aus. Sergio hat ein bemerkenswertes Vermächtnis in der Autoindustrie geschaffen. Unsere Gedanken sind bei den Kollegen von Fiat Chrysler, die nun mit diesem großen Verlust umgehen müssen“, twitterte Mary Barra.

Ford-Chairman Bill Ford schrieb: „Sergio Marchionne war einer der angesehensten Führer der Branche, dessen Kreativität und mutige Entschlossenheit dazu beitrugen, Chrysler finanziell zu sanieren und Fiat Chrysler zu einem profitablen globalen Autohersteller zu machen.“

„Sergio war eine einzigartige Mischung aus Visionär und Macher. Er kombinierte eine großartige Vision und die Fähigkeit, Dinge zu erledigen. Das ist eine echte Tragödie“, sagte Domenico Siniscalco, ehemals italienischer Finanzminister, der heute Landeschef von Morgan Stanley in Italien ist.

Er habe der Familie von Sergio Marchionne und allen, die zu Fiat-Chrysler gehören, sein Beileid ausgesprochen, twitterte CEO Anand Mahindra: „Ich habe Sergio nur einmal getroffen, aber mir war sofort klar, dass er ein Riese zwischen Männern war.“

Mit Material von Reuters.

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