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Aufsteiger im Porträt Wie Spitzenwinzer ihren Wein machen

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Boris Kranz: Auf Anhieb zur Spitze
Boris Kranz. Quelle: VINUM Weinmagazin

Boris Kranz.

(Foto: VINUM Weinmagazin)

Die Kalmit bei Maikammer ist mit 673 Metern die höchste Erhebung im Pfälzerwald. Es gibt aber auch eine kleine Kalmit, eben mal 270 Meter hoch. Sie gehört zur Gemeinde Ilbesheim und gilt als einer der besten Weinberge der Südpfalz. Die Kuppe ist bedeckt mit porösem Landschnecken-Kalk, der sich rasch erhitzt.

Dort fühlen sich auch spät reifende Rebsorten wohl. Bis vor drei Jahren hatte diese grandiose Lage amtlich keinen Namen. Die Winzer durften die Weine von dort nur unter der alles umfassenden Ortslage Rittersberg anbieten.

Boris Kranz ärgerte sich jahrelang darüber. Mit Gleichgesinnten begann der junge Winzer den Kampf gegen den rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsminister. Der 37-Jährige setzte sich am Ende durch. Seit drei Jahren dürfen die Weine von dieser malerischen Anhöhe den Namen Kalmit tragen.

Kranz wusste als Schüler schon, dass er Winzer werden wollte. Mit 22 Jahren legte er in Bad Kreuznach die Prüfung zum Weinbautechniker ab. An die erste Zeit der Zusammenarbeit mit Vater Robert denkt er amüsiert zurück: „Ich spuckte große Töne, und er musste mich ständig bremsen.“ Die beiden einigten sich aber bald. Der Sohn übernahm den Keller. Der schnauzbärtige, kantige Papa kümmert sich um die Weingärten

Seit zwei Jahren ist der Junior alleiniger Inhaber des Guts. „Wir sind aber ein richtiger Familienbetrieb“, sagt er. Die Eltern schaffen noch brav mit, der Vater draußen, die Mutter im Büro. Ehefrau Kerstin betreut die Kunden. Der schicke, moderne Anbau mit den Probier- und Verkaufsräumen, der 2009 entstand, ist ihr Reich.

Vor sieben Jahren fiel Boris Kranz zum ersten Mal in der Öffentlichkeit auf. Bei einer großen Südpfalz-Probe, bei der alle Spitzenwinzer mitwirkten, erzielte ein Grauburgunder von ihm die höchste Punktzahl. Das war der Anstoß für die Aufnahme in den feinen Verband Deutscher Prädikatsweingüter zwei Jahre später. Bei der großen Probe für die Liste der 100 Besten, wurde er von allen Jury-Mitgliedern vorgeschlagen, und er schaffte auf Anhieb den Aufstieg zur Spitze.

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1 Kommentar zu "Aufsteiger im Porträt: Wie Spitzenwinzer ihren Wein machen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Hallo Herr Falkenstein;
    gibt's Ihre schönen Weinkommentare mal wieder mit den berühmten Essens-Empfehlungen in 2 Sätzen. Das war immer geníal zum Nachkochen ;-)
    Gruß aus Ludenhausen
    Benedikt Happach