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Aufsteiger im Porträt Wie Spitzenwinzer ihren Wein machen

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Klaus Zimmerling: Im Königlichen Weinberg
Winzer Klaus Zimmerling. Quelle: VINUM Weinmagazin

Winzer Klaus Zimmerling.

(Foto: VINUM Weinmagazin)

Klaus Zimmerling, 52 Jahre alt, ist Autodidakt. Sein Wissen vom Wein hat er sich weitgehend selbst aus Büchern beigebracht. Der gebürtige Leipziger arbeitete viele Jahre als Maschinenbauer in einer Fabrik für Küchengeräte. Das fand er auf Dauer öde. So freundete er sich mit dem Gedanken an, es mit Wein zu versuchen.

In Pillnitz oberhalb von Dresden standen 1992 alte Weinberge zum Verkauf. Sie gehörten früher einer Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft. Zimmerling meldete sich an. Es gab zahlreiche Mitbewerber.

Die warteten ab, er aber schritt zur Tat. Er sah, dass die Reben geschnitten werden müssten, wollte er noch im selben Jahr vernünftige Trauben ernten. Als die anderen Interessenten ihn so munter bei der Arbeit sahen, gingen sie davon aus, dass alles längst verkauft war.

Königlicher Weinberg heißt der steile Hang oberhalb von Pillnitz. Tatsächlich gehörten die Reben einst zum sächsischen Hof. Und August der Starke wusste zu genießen. Zimmerling erstand vier Hektar, bestockt mit minderen Sorten wie Müller-Thurgau und Bacchus. Das meiste hieb er aus und pflanzte stattdessen Riesling und Burgunder.

Die Erträge hält er bewusst klein. So erntet er volle, üppige Tropfen, die er, da immer zu wenig Wein da ist, in Halbliterflaschen mit Schraubverschluss füllt. Die üblichen Prädikate verwendet er nicht. Aber es ist davon auszugehen, dass zum Beispiel sein saftiger Gewürztraminer eigentlich eine Auslese ist.

Zimmerling arbeitete lange Zeit in einem alten Keller an der Elbe. Zweimal erlebte er Hochwasser. Für knapp eine halbe Million Euro ließ er weiter oben einen Stollen in den Granit graben. Ein anmutiger Eingang entstand, geschmückt von eindrucksvollen weiblichen Figuren, Werke seiner polnischen Frau Malgorzata Chodakowska.

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1 Kommentar zu "Aufsteiger im Porträt: Wie Spitzenwinzer ihren Wein machen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Hallo Herr Falkenstein;
    gibt's Ihre schönen Weinkommentare mal wieder mit den berühmten Essens-Empfehlungen in 2 Sätzen. Das war immer geníal zum Nachkochen ;-)
    Gruß aus Ludenhausen
    Benedikt Happach