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Augmented Reality Von 1,5 Milliarden Pfund auf null – Vorzeige Start-up Blippar meldet Insolvenz an

Die Realität mit virtueller Realität zu vermischen, war das Spezialgebiet des Unternehmens Blippar. Doch der technologische Vorreiter ist gescheitert.
18.12.2018 Update: 18.12.2018 - 07:44 Uhr Kommentieren
Blippar meldet Insolvenz an Quelle: Reuters
Augmented-Reality-Brille

Bei Augmented Reality (AR9 werden reale Bilder von Kameras etwa mit digitalen Inhalten ergänzt oder überlagert.

(Foto: Reuters)

San Francisco Als Mitte 2017 das Büro in San Francisco geschlossen wurde, gab sich das Management des Londoner Start-ups noch optimistisch. Das Unternehmen sei „finanziell gesund“, hieß es von Blippar, einem 2011 gegründeten Unternehmen für Augmented Reality, kurz AR genannt. Bei AR werden reale Bilder von Kameras etwa mit digitalen Inhalten ergänzt oder überlagert.

Noch im Juni 2018 sollen 20 Millionen britische Pfund an Risikokapital in die Firma geflossen sein, berichtete das Fachmagazin „The Drum“. Doch die Finanzspritze führten nicht zum erhofften Erfolg: Allein 2017 machte Blippar der britischen Zeitung „The Telegraph“ zufolge einen Verlust in Höhe von 35 Millionen Pfund. Der Hauptgrund laut Insidern: Zu hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI).

Einst mit 1,5 Milliarden Pfund bewertet

Ende 2018 markiert jetzt das Ende des einstigen Vorzeige-Start-ups. Es war in guten Zeiten mit bis zu 1,5 Milliarden britischen Pfund bewertet worden und somit ein sogenanntes Einhorn. Blippar hat Insolvenz angemeldet.

Das Start-up hatte einen Werkzeugkasten entwickelt, der es erleichterte, Inhalte für Augmented Reality zu produzieren. Außerdem stammte von Blippar ein Browser, der AR-Inhalte darstellen konnte. Geld verdiente das Unternehmen mit AR-Werbung.

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    Die Idee: Blippar überführt für Unternehmen deren Anzeigen in ein AR-Format. So konnte Blippar Autos auf dem Smartphone-Bildschirm im Wohnzimmer der Nutzer erscheinen lassen. Doch nach der ersten Euphorie lief das Geschäft mit diesen Werbeanzeigen immer schleppender.

    Das Londoner Unternehmen hatte nicht nur Büros in Großbritanniens Hauptstadt, sondern auch in New York, Los Angeles, San Francisco, Chicago, Neu Delhi, Bangalore und Singapur. Die Bezahlung aller Mitarbeiter ist noch ungewiss.

    Staatsfonds blockiert rettende Zahlung

    Zu dem jähen Aus führte offenbar ein Streit unter Investoren. Einer von ihnen wollte laut Insidern Notfall-Geld nachschießen – aber zu Bedingungen, die offenbar die Stimmrechtspositionen eines anderen Investors spürbar verschlechtert hätten. Der malaysische Staatsfonds Khazanah Nasional blockierte am Ende einen Überlebenszufluss von vier Millionen Pfund. Weitere Investoren sind unter anderem Candy Ventures und Qualcomm Ventures.

    Insolvenzverwalter von Blippar ist David Rubin & Partners. In einer Mitteilung heißt es: „Unsere Ernennung zum Insolvenzverwalter ist ab sofort gültig und Resultat einer Auseinandersetzung über die weitere Finanzierung.“ Man werde jetzt „alle möglichen Optionen für das Unternehmen“ ausloten. Sicher ist nichts, ein Konkurs denkbar.

    Der Absturz kam schnell und gnadenlos. Noch 2015 erklärte Mitgründer Ambarish Mitra gegenüber der „Financial Times“ (FT) selbstbewusst, man werde mit 1,5 Milliarden Pfund bewertet und habe eine Kaufangebot abgelehnt. Nur wenige britische Start-ups haben bisher solch eine hohe Bewertung erzielt.

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