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Busch Vakuumpumpen „Wir machen aus Nichts Geld“

Zu einer Zeit als deutsch-türkische Paare eine Seltenheit waren, heiraten Karl und Ayhan Busch. Gemeinsam formen sie einen Weltmarktführer im Maschinenbau – ohne Kredite und ohne „die Fesseln eines Tarifvertrags“.
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Als „Hidden Champion“ von null auf 630 Millionen Euro Umsatz in 50 Jahren: Karl und Ayhan Busch (von links) bauen Vakuumpumpen. Quelle: Markus Kirchgessner / laif für Handelsblatt

Als „Hidden Champion“ von null auf 630 Millionen Euro Umsatz in 50 Jahren: Karl und Ayhan Busch (von links) bauen Vakuumpumpen.

(Foto: Markus Kirchgessner / laif für Handelsblatt)

Maulburg„Bis unsere Konkurrenten gemerkt hatten, dass wir was können – da waren wir schon groß“, sagt Karl Busch. Der Ingenieur hat mit seiner Frau Ayhan in 50 Jahren in aller Verschwiegenheit einen Weltmarktführer des Maschinenbaus geformt. Mit einem Umsatz von 630 Millionen Euro stellt der Betrieb selbst den wesentlich bekannteren Konkurrenten Pfeiffer Vacuum in den Schatten.

Doch auch wenn die Buschs sich schelmisch über die eigene Verschwiegenheit freuen, die sie für Handelsblatt Online jetzt einmal durchbrochen haben: Das Fliegen unter dem Radar hat auch schon Tribut gefordert. Vor etlichen Jahren stand einmal ein Konkurrent zum Verkauf. Aber die Bank, die den Verkauf begleitete, dachte schlichtweg nicht daran, Busch zu informieren.

Die Rolle des „Hidden Champion“, eines versteckten Weltmarktführers, ist bei Busch wörtlich zu nehmen. Selbst die Firmenzentrale in Maulburg im äußersten Südwesten Deutschlands ist zwar teilweise grell orange angepinselt, aber die Größe der Firma wird nicht wirklich deutlich. Konkurrenten zweifeln hinter vorgehaltener Hand sogar an den Umsatzangaben des Konkurrenten.

Das globale Unternehmen hat 2600 Mitarbeiter und Fertigungswerke in acht Ländern. Den Grundstein des Aufstiegs legte eine Entwicklung des Ingenieurs Busch. Er baute 1963 eine Vakuumpumpe, die in Verpackungsmaschinen für die Lebensmittelbranche zum Einsatz kommt (siehe: „Worauf ich stolz bin“). Heute hat Busch in diesem Segment deutlich über 80 Prozent Marktanteil. Eine Kaffeepackung, die beim Öffnen zischt, eine versiegelte Wurstpackung – die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass eine Busch-Pumpe ihren Anteil zur Luftleere im Produkt beigetragen hat. „Wir machen aus Nichts Geld“, sagt Busch.

Auch in Zukunft soll der Betrieb wachsen, sieben Prozent pro Jahr waren es durchschnittlich seit 1992. Dabei können auch Zukäufe eine Rolle spielen. „Wir haben Geld genug, um zu investieren – auch ohne Kredite“, sagt Ayhan Busch, Mitinhaberin und Geschäftsführerin. In etwa 60 Ländern ist Busch mit Tochterfirmen aktiv, doch überall gilt die Anordnung der Zentrale: Kredite verboten! Nicht die Banker schreckten ihn ab, sagt Busch, die Abhängigkeiten von Geldhäusern aber schon.

Keine „Fesseln“ eines Tarifvertrags
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27 Kommentare zu "Busch Vakuumpumpen: „Wir machen aus Nichts Geld“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Kennen sie die Familie und wissen Sie wie es in der Firma Busch abgeht, bevor Sie so ein dummes Zeug in die Zeitung setzen, sollten Sie sich erst einmal erkundigen, wie es zu dem Reichtum des Busch - Clans kam. Wie man reich wird ohne Tarifverträge im Hause zuhaben und sich nicht an den Lohnerhöhungen der IG - METALL beteiligt und so weiter........

  • Ja, JA die Familie Busch die sich immer sooo sozial verkauft, aber die Gewerkschaften hasst, wie der Teufel das Weihwasser und warum ist das so, ja ganz einfach, wenn man die Leute jahrzehntelang um gute Löhne bringt und 40,5 statt 35 Wochenstunden arbeiten lässt und immer samstags arbeiten lässt und Leiharbeiter ausbeutet und Leute mit Werksverträgen arbeiten lässt, dann verdient man viel Geld und wird immer reicher und reicher und verliert den Blick für die realen Dinge im Leben, weil man ja viel Geld hat, das man nicht selber verdient hat sondern die Arbeiter die in der Firma für niedrigeren Lohn arbeiten. So ist es in der Firma Busch und das hat jetzt ein Mitarbeiter der Firma hier niedergeschrieben, damit es alle lesen können.

  • Ich lese seit mindestens 20 Jahren diese Zeitung - habe noch nie ein Kommentar abgegeben - bis HEUTE !!!

    ICH BIN SEHR STOLZ AUF DIESE FAMILIE

    Ferhat C.

  • @miamit

    So wollte ich mit meinem Beitrag nicht verstanden werden!

    Freie Menschen arbeiten sicherlich nicht für "ein Viertel des Lohnes" da dies nur eine Eigenart von Wirtschaftssklaven ist!

    Es sei aber den "W-Sklaven" angeraten nicht zu lamentieren und endlich ihren Arsch nach vorne zu bewegen. Aber solange es Sklavenvertreter, oder auch Gewerkschafter, gibt, die den Sklaven das Fehlen einer Eigenständigkeit als Normalität suggerieren, bleibt deren Arsch am Boden!

  • @frxxl

    Die Gerwerkschaft zieht den eigenen Nutzen ausschließlich aus der Existenz von Wirtschaftssklaven!

    Freie Menschen brauchen definitiv keine Gewerkschaft und auch keine Tarifverträge. Freie Menschen sind unabhängig, erfolgsorientiert, selbstbewußt damit und schwerlich in Reih-und-Glied regierbar.

    Freie Menschen brauchen aufgrund ihres eigenen Selbstverständnisses keine Gewerkschaften, die nichts anderes sind, als Interessensvertretungen der Witschafts-Sklavenvereinigung.

    Freie Menschen sprechen daher immer eine Sprache, die Gewerkschafter per se nicht verstehen können.

  • @frxxl,

    ebenso wie sie die Gewerkschaften beurteilen, kann man auch eine Firma Busch positiv beurteilen.
    ich habe schon miterlebt, wie Gewerkschaften in Deutschland aus schierem Eigeninteresse Unternehmen ruiniert haben, ebenso wie es gute Beispiele gibt.
    Das Problem dabei ist, dass mal auf der einen, mal auf der anderen und mal auf beiden Seiten Spieler sitzen, die mit gezinkten Karten spielen. entgegen der Doktrin sind die Bösewichte genauso häufig auf Arbeitnehmerseite zu finden wie umgekehrt. Allein das Machtgefälle und das Ungleichgewicht bei der Zahl der Betroffenen lässt einen anderen Eindruck entstehen.

    Letztlich dreht es sich um menschliche Schwäche, besonders unter Druck, die ein Regulativ erforderlich machen. Leider unterliegt unser Regulativ allzu häufig genau denselben Schwächen.
    Deshalb begrüße ich jedes Unternehmen, das ohne Tarifvertrag auskommt, das schlicht ohne funktioniert.
    Es macht keinen Sinn die Polizei zu rufen oder vor Ort präsent zu halten, wenn keine Verbrechen passieren.
    Ich denke, so ähnlich sollte sich wegen der eigenen Korrumpierbarkeit letztlich auch die Gewerkschaftsidee weiterentwickeln.

    H.

  • @Freidenker
    Sie sind nicht 'reich' (aber neidisch) weil Sie entweder
    - faul
    - dumm
    - beides sind. Muss mal gesagt werden, Sie Neidhammel. Sie nerven echt (genauso wie die rechten Lamentierer hier). Lernen Sie was Ordentliches, arbeiten Sie, versaufen Sie nicht Ihr Geld (den Verstand haben Sie scheinbar ja schon in der Kneipe gelassen). Koennte helfen...

  • Kann sich jemand vorstellen, dass der arme Kerl einfach nur Probleme mit dem Touchscreen seines iPhones hat? Wenn ich damit tippe, vergq zygywxterya sorry verschreibe ich mich staendig :-)
    @Freidenker: Zum Thema 'Wochtigtuer'. Da haben Sie vollkommen recht, und Sie sind auch ein solches Exemplar. Aber immer sehr amuesant Ihre Beitraege zu lesen. Dafuer: danke.

  • @missionimpossible,

    Letztlich können wir kaum von außen beurteilen, wie gut Busch als Arbeitgeber für Arbeitnehmer ist.
    An der Bindung an einen Tarifvertrag kann man das auf keinen Fall ablesen.
    Denn das sind Krücken zur Kontrolle, die den Spielraum letztlich auch erheblich einschränken. Sie wurden erfunden, weil es eben Arbeitgeber gibt, die weniger nobel unterwegs sind.
    Tarifverträge sind ein zweifelhaftes Instrument, sie sind nötig, wo der Markt versagt und durch schiere einseitige Macht missbraucht wird.
    Ich habe in kleineren Unternehmen ohne Tarifbindung gearbeitet und kann nur sagen, dass dagegen jeder Tarifvertrag ein Graus ist. Leider kommen wir in vielen Bereichen nicht ohne aus, obwohl Tarifverträge sehr viele negative Dinge befördern, weil sie zu häufig dem Missbrauch auf Arbeitgeberseite nur den Missbrauch seitens der Gewerkschaft und mancher Trittbrettfahrer entgegenstellen.

    Ähnlich wie bei den von außen vielgescholtenen Schäfflers lassen sich gute Arbeitgeber an der Treue ihrer Belegschaften erkennen. Und solange diese Kultur besteht ist sie häufig auch Teil des Erfolgsrezepts, das man solange diese Kultur besteht auch besser nicht mit Tarifverträgen und Gewerkschaften belästigt.
    Die Welt ist eben nicht zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber oder reich und arm geteilt, gut und schlecht ist auf beiden Seiten gleich verteilt.

    H.

  • @Freidenker

    Dass Sie nun selbst jemanden, der etwas zur Rechtschreibung zu sgaen hat, in die rechte Ecke drängen wollen, zeigt, dass Sie ein gewaltiges Problem haben. Vielleicht sollten Sie es mal mit einem Therapeuten gegen Verfolgungswahn versuchen....

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