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Charlotte Kufus, Lilian Breidenbach und Jacob Jones Drei Gründer bekommen Geld für ihre Vision vom automatisierten Recht

Das Start-up Legal OS will es Juristen erleichtern, Verträge zu verfassen. Nun gibt es eine Geldspritze: Investoren schießen knapp 2,2 Millionen Euro zu.
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Mit ihrem Start-up Legal OS bieten die drei Gründer automatisierte Verträge an. Quelle: LegalOS
Jacob Jones, Lilian Breidenbach und Charlotte Kufus (v.l.)

Mit ihrem Start-up Legal OS bieten die drei Gründer automatisierte Verträge an.

(Foto: LegalOS)

HamburgDrei Gründer, drei Studienabschlüsse: Sozial- und Wirtschaftspsychologie, Anthropologie und Informatik sowie Englische Literatur. Nicht leicht zu erraten, womit sich das Berliner Start-up von Charlotte Kufus, 26, Lilian Breidenbach, 26, und Jacob Jones, 30, beschäftigt: Legal OS soll es Juristen erleichtern, Verträge zu verfassen.

Die drei fachfremden Gründer bekommen jetzt für ihre Version von automatisierten Verträgen 2,2 Millionen Euro, angeführt wird die Finanzierungsrunde von Holtzbrinck Ventures (HV).

Die drei wollen das Geld nutzen, um die Funktionen auszubauen. Bislang kann die Software vor allem Arbeitsverträge formulieren, anschließend soll IT-Recht hinzukommen. Weitere Rechtsgebiete wollen die drei je nach Nachfrage in eine intelligente Bibliothek fassen.

„Unsere Vertragsbausteine sind auch Datenobjekte, die wir intelligent vernetzen. Die Daten werden dadurch maschinenlesbar“, verspricht Charlotte Kufus. Das vermeide Fehler. Die Initialzündung für das Start-up gab der Vater von Lilian Breidenbach. Der Juraprofessor Stephan Breidenbach ist Leiter des Legal Tech Centers an der Universität Viadrina.

„Mein Vater spricht seit 20 Jahren von der Industrialisierung, später Automatisierung des Rechts. Damit bin ich aufgewachsen“, sagt Lilian Breidenbach. „Er arbeitet operativ nicht mit, unterstützt uns aber mit Netzwerk und Rat.“ Insgesamt arbeiten 13 Menschen für Legal OS, davon acht Juristen. Bislang hat sich das Unternehmen über ein Exist-Gründerstipendium und kleinere Investoren aus dem Umfeld finanziert.

Ausgemacht ist der Erfolg nicht: Musterverträge sind juristischer Alltag. Von daher muss Legal OS seine Überlegenheit erst beweisen.

Mehr: Der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt hat Legal Tech untersucht. Für ihn steht fest. Lesen Sie hier, warum er eine aktive Rechtsberatung durch Anwälten nach wie vor für unabdingbar hält.

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