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Cisco investiert in Start-ups „Wir nehmen den deutschen Markt sehr ernst“

Erstmals investiert der Netzwerkausrüster Cisco in einen deutschen Start-up-Fonds. Mit ihrem Investment wollen die Amerikaner auch dafür sorgen, dass die Digitalisierung hierzulande an Fahrt gewinnt.
27.06.2017 - 10:00 Uhr Kommentieren
Der IT-Konzern investiert einen einstelligen Millionenbetrag in den Fonds. Quelle: AP
Cisco

Der IT-Konzern investiert einen einstelligen Millionenbetrag in den Fonds.

(Foto: AP)

Berlin Es gibt nicht viele Start-up-Fonds in Europa, die über 100 Millionen Euro zur Verfügung haben, um junge Firmen zu finanzieren. Aber es werden langsam mehr. Wie das Handelsblatt erfuhr, wird Capnamic Ventures aus Köln am heutigen Dienstag die Auflage seines zweiten Fonds verkünden. Die Investoren Jörg Binnenbrücker, Olaf Jacobi und Christian Siegele haben 115 Millionen Euro eingesammelt – bei institutionellen Anlegern und bei großen Unternehmen.

Erstmals wird dabei auch der amerikanische IT-Konzern Cisco in einen deutschen Start-up-Fonds investieren. „Wir nehmen den deutschen Markt sehr ernst“, sagte Cisco-Deutschland-Chef Oliver Tuszik dem Handelsblatt. Das Investment, ein einstelliger Millionenbetrag, ist Teil der Initiative „Deutschland Digital“. Im vergangenen Jahr hatte Cisco angekündigt, 500 Millionen US-Dollar hierzulande investieren zu wollen.

„Wir wollen die Digitalisierung in Deutschland beschleunigen“, erklärt Tuszik. „Deutschland ist bei der Digitalisierung vielleicht nicht der Schnellste, aber wahrscheinlich der Gründlichste.“ Darum investiere Cisco hierzulande in Bildung, IT-Sicherheit und Innovation. „Viele Innovationen kommen aus dem Start-up-Umfeld“, sagt Tuszik, darum müsse man hier mit der Förderung ansetzen. Irgendwann würden sie auch große Unternehmen erreichen.

Als gemeinnütziges Projekt darf man die Cisco-Initiative aber nicht betrachten. Der Netzwerk-Ausrüster, der zuletzt mit Umsatzeinbrüchen und Stellenabbau auf sich aufmerksam machte, hat ein veritables Interesse daran, dass seine Unternehmenskunden ihr digitales Geschäft ausbauen.

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    Die Amerikaner würden die Entwicklung in Deutschland genau beobachten. Bei der Vernetzung der Produktion, dem Internet der Dinge habe Deutschland große Chancen. „Deutschland hat so viele Weltmarktführer in der Industrie, so etwas gibt es im Silicon Valley nicht“, sagt Tuszik. „Die Amerikaner glauben an den deutschen Markt. Sie sehen die Möglichkeiten.“

    Das sind die wertvollsten Start-ups der Welt
    Platz 17: Spotify
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    Eines der wertvollsten Start-ups der Welt wird in diesem Jahr wohl die Rangliste verlassen. Der Musikstreaming-Dienst Spotify setzt laut Medienberichten zu seinem seit langem erwarteten Börsengang an. Derzeit wird das Unternehmen aus Schweden mit 8,5 Milliarden Dollar bewertet, ein Börsengang könnte die Bewertung auf bis zu 20 Milliarden steigern. Der Dienst kommt nach eigenen Angaben auf mehr als 60 Millionen zahlende Abo-Kunden und mehr als 140 Millionen Nutzer insgesamt.

    Quelle: WSJ Billion Dollar Club, Januar 2017

    (Foto: dpa)
    Platz 16. Theranos
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    Mit nur 19 Jahren gründete Elizabeth Holmes (Bild) im Jahr 2003 die Firma Theranos. Mit einem kleinen Piekser in den Finger sollten innovative Technologien zuverlässige günstige Bluttests liefern. Doch dann wurden immer mehr Probleme mit den Bluttests bekannt. Ergebnisse wurden angezweifelt und letztlich als fehlerhaft zurückgezogen. 2017 konnte Theranos die folgenden Rechtstreite aber beilegen. Die letzte Finanzierungsrunde, die vor dem Skandal stattfand, bewertete das Unternehmen mit 9 Milliarden Dollar.

    (Foto: AP)
    Platz 15: Stripe
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    Die irischen Brüder Patrick (links) und John Collison gründeten 2009 das Start-up Stripe. Die Software-Plattform will Online-Zahlungsabwicklungen erleichtern und verarbeitet jährlich für Unternehmen in 25 Ländern Beträge in Milliardenhöhe. Selbst ist das Jungunternehmen 9,2 Milliarden Dollar wert.

    (Foto: Stripe)
    Platz 14: DJI
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    Frank Wang hat seinen Kindheitstraum wahr gemacht und sogar noch weiterentwickelt: Als er noch klein war, träumte er von einem Modell-Helikopter - als er einen besaß, crashte er ihn schnell. Doch er hielt an seinem Traum fest und gründete 2006 DJI, ein mittlerweile 10 Milliarden Dollar schweres Unternehmen, das Drohnen herstellt und verkauft. Mehr als 6000 Mitarbeiter arbeiten weltweit für die Chinesen.

    (Foto: dpa)
    Platz 13: Dropbox
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    Wer hat noch keine Dateien per Dropbox verschickt? Das Start-up bietet eine Freigabe- und Speicherlösung von kleinen und großen Dateien. Drew Houston schrieb 2007 den ersten Softwarecode für Dropbox während einer Busfahrt von Boston nach New York. Mittlerweile nutzen über eine halbe Milliarde Menschen weltweit Dropbox. Das Unternehmen ist derzeit 10 Milliarden Dollar wert. Experten erwarten, dass bald ein Börsengang angekündigt wird.

    (Foto: Reuters)
    Platz 12: Lyft
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    Der 2012 gegründete Fahrdienst-Vermittler ist der größte Konkurrent von Platzhirsch Uber. Das Start-up ist in rund 300 US-Städten aktiv. Im Oktober 2017 steckte Google eine Milliarde Dollar in das Unternehmen. Damit stieg die Bewertung von Lyft auf 11,5 Milliarden Dollar. Ein Börsengang wird in diesem Jahr erwartet.

    (Foto: AP)
    Platz 11: Flipkart
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    Der virtuelle Marktplatz Flipkart ist das indische Pendant zu Amazon. Binny Bansal (rechts, mit Microsoft-Chef Satya Nadella) und Sachin Bansal arbeiteten vor der Gründung für den heutigen Konkurrenten Amazon, wollten dann aber eine E-Commerce-Webseite für Inder gründen. Indische Unternehmen investierten bereits drei Milliarden Dollar in das Start-up, das mittlerweile 11,6 Milliarden Dollar wert ist.

    (Foto: Reuters)

    Capnamic Ventures konzentriert sich auf B-to-B-Start-ups. So hat der neue Fonds unter anderem in die Datenanalyse-Plattform Contiamo aus Berlin investiert. Für den Venture-Capital-Fonds ist die Beteiligung von Cisco nicht nur in finanzieller Hinsicht interessant. „Cisco hat ein unglaubliches technisches Know-how, das ist ein absoluter Mehrwert für die Start-ups“, sagt Capnamic-Partner Olaf Jacobi.

    Nicht zuletzt haben die Amerikaner auch Zugang zu Industriekunden, was für ein Start-up wertvoll ist. Für Cisco wiederum birgt das Engagement die Chance, jede Menge innovativer Ideen zu sehen, auch solche, die am Ende vielleicht gar nicht finanziert werden.

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